Nochmal, Geld aufs Sparkonto, Wert bleibt erhalten.
Glaubst Du wirklich das ne Bank dann mein Geld nehmen würde wenn sie 6 % Zinsen zahlen müsste? So einfach ist die Nummer nicht ...vielleicht verliert man nur 3-4 % anstatt 6, aber wenn Kredite bei 0 % landen sollen dann landen Sparguthaben in den Nassen.

Nur Bargeld verliert an Wert. Das neue Geld drucken dann die Banken. Es ginge auch mit sogenanntem Stempelgeld, wo jeden Monat gegen eine Gebühr ein Stempel raufkommt. Dann braucht nicht laufend gedruckt werden. Stempelgeld fände ich aber arg verwirrend und unübersichtlich.
Beide Lösungen sind Schrott, Schwundgeld bedeutet fast zwangsläufig die Abschaffung von Bargeld. 1 Mal im Monat neues Geld, überleg mal was das bedeutet. Neben riesiger Ressourenverschwendung Kosten im Mrd-Bereich jeden Monat.

Stempelgeld ist genauso dumm. Im Euroraum gibt es 13,5 Mrd Banknoten, wenn 1 Angestellter 10 Scheine pro Minute stempelt und 176 h pro Monat arbeitet dann benötigst Du 128.000 Menschen nur fürs abstempeln -.-

Und von Münzen haben wir da noch gar nicht geredet.
 
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Ja, von den Gebühren. Es werden aber auch geringe Gebühren für z.B. Überweisungen erhoben. Damit sind die Gehälter der Angestellten dicke zu finanzieren. Die Masse macht es dann und soviele Angestellte braucht eine Bank nicht.
Zahlugsverkehr ist selbst jetzt schon häufig kostenlos für die Verbraucher und selbst wenn nicht, dann gerade mal kostendeckend (OHNE Personal). Wie kommst du also zu der Behauptung, dass die Gehälter damit "dicke" zu finanzieren wären? Gibt es dazu Berechnungen die du kennst und nachvollziehen kannst? Mal einen Blick in eine Bank Bilanz geworden und geschaut womit die wirklich ihr Geld machen? Tu das doch ruhig mal. Sie sind öffentlich zugänglich, nur vielleicht nicht auf YouTube zu finden.


Deshalb muß der Kreditnehmer natürlich eine Sicherheit bieten. Das muß man ja aktuell auch. Wenn du die 200.000Euro nicht zurück zahlen würdest, würde dein Haus an die Bank gehen und die würden das dann wieder verkaufen.
Du kannst das Ausfallrisiko niemals zu 100% abdecken, dafür können die Menschen viel zu wenig mit Geld umgehen. Oder denkst du die meisten Kredite fallen aus weil die Zinslast so hoch ist? So ist es nicht. Es scheitert an der Rückzahlung. Und selbst wenn du "Sicherheiten" durch Sachwerte hast, decken diese nur selten den Rückzahlungsbetrag. Wohin mit den Verlusten? Wer trägt die dann? Die Bank kann sie nicht tragen, da sie ohne Zinsen keine Rücklagen hat. "Kleine Gebühren" decken es nicht und wenn sie sie doch decken, dann hast du "Zinsen" nur umbenannt in "Gebühren".


Wer sagt denn das? Natürlich kann man beim zinsfreien Geldsystem Geld ansparen. Und zwar auf dem Sparkonto. Da verliert es ja nicht den Wert.
Wer garantiert dass es nicht an Wert verliert? Nur weil es zinslose Kredite gibt, bedeutet das nicht dass es keine Inflation gibt. Gebe ich mein Geld also nicht für Sachwerte aus, verringert sich doch der Wert und ich kann eben doch nichts ansparen, oder nur mit Verlusten - die Folge: Auch da zahle ich also im Endeffekt mehr, genau als würde ich Zinsen zahlen. Aber: Wer will dann schon noch seine Sachwerte an mich verkaufen, wenn er mit dem Geld doch selbst kaum mehr was anfangen kann.


Nochmal, das sind leider keine Verschwörungstheorien. Gib mal bei Youtube nur den Begriff Bilderberger ein und sieh dir die Videos an. Und die Bundesbank gehört in Wahrheit diesen Familien. Fall nicht auf die Medien rein.
Du willst damit sagen diese Familien beeinflussen Zeitungen, TV/Radio und staatliche Einrichtungen, schaffen es aber nicht YouTube zu kontrollieren? :ugly: Sorry aber hast du mal überlegt wer diese Augen-öffnenden-Videos produziert hat? Und ob diese Menschen allwissender oder vertrauenswürdiger sind als die "Medien" die du verteufelst? Oder ob es nicht doch Verschwörungstheoretiker sind die einfach Spaß und Lebensinhalt daraus beziehen einfach alles nicht zu glauben was die Mehrheit glaubt, nur um sich damit als wichtig und bedeutend darzustellen?


Kredit ohne Sicherheit bekommt man heutzutage bei der Bank auch nicht. Im Zweifelsfall wird ein Bürge verlangt.
Je nach Summe und vorhandenem Vertrauen gibt es das sehr wohl. Nicht nur Banken vergeben Kredite, auch Privatleihen zählen dazu. Aber allein schon weil auch Dinge finanziert werden, die gar keinen Sachwert finanzieren, ist es unmöglich dass eine Summe an X€ Kredit immer die selbe Summe an X€ Sicherheiten (vor allem ohne Wertschwankungen und Verlusten) gegenübersteht (Beispiel: Ein Urlaub, eine Operation, eine Beerdigung usw.).


Nein, die FED druckt das Geld, leiht es der USA und will es mit Zinsen zurückhaben. Sprich, die wollen Geld zurückhaben, das überhaupt nicht existiert. Dasselbe Prinzip wie bei jeder anderen Zentralbank auch.
Die USA hat mittlerweile etwa 12 Billionen Dollar Schulden, Tendenz rasant steigend. Auf deutsch, die USA ist pleite. Deutschland hat mittlerweile 1,7 Billionen Euro Schulden, Tendenz ebenfalls rasant steigend. Wir zahlen zur Zeit ca. 200Millionen Euro pro Tag an Zinsen, nächstes Jahr wird es das Doppelte sein.
Unabhängig davon ob die Staatsverschuldung jemals sinken wird: Hast du mal dagegen gehalten wieviel "Einnahmen" bzw. Steuern DE jeden Tag hat? Wenn dass die Definition von Pleite ist, dann möchte ich wetten bist du auch bereits pleite. Marty hat es aber schon erklärt: Die Schulden entstehen/wachsen in erster Linie weil mehr ausgegeben als eingenommen wird - nicht nur bei Staaten.


Nein, alle Steuerzahler. Ob man selbst Schulden hat oder nicht, spielt da keine Rolle. Bei allem was du kaufst, sind Zinsen in den Preisen mit eingerechnet, sei es bei Lebensmitteln, der Miete oder bei den Stromkosten.
Zinsen die bezahlt werden verpuffen doch aber nicht. Sie fließen genauso wieder dem Kreislauf zu wie die "normalen" Preisanteile auch. Sie fließen zu den Banken, welche sie an die Anleger weitergeben. Und die Anleger investieren oder verkonsumieren sie. Niemand hat Macht, Freude oder Werte nur weil auf einem Kontoauszug eine große Zahl steht. Man muss mit dem Geld schon was anfangen damit es glücklich und zufrieden macht.


Nochmal, Geld aufs Sparkonto, Wert bleibt erhalten. Nur Bargeld verliert an Wert. Das neue Geld drucken dann die Banken. Es ginge auch mit sogenanntem Stempelgeld, wo jeden Monat gegen eine Gebühr ein Stempel raufkommt. Dann braucht nicht laufend gedruckt werden. Stempelgeld fände ich aber arg verwirrend und unübersichtlich.
Wurde weiter oben schon gesagt. Wie stellst du dir das allein organisatorisch und kostentechnisch vor? Wer zahlt die Produktion des neuen Geldes und wovon? Klar, wer das Bargeld ausgibt hat den 0,5% Verlust nicht. Aber wer in Gottes Namen will dann noch Bargeld annehmen? Der Bäcker dem du es gibst, gibts so schnell es geht dem Lieferanten, der seinen Angestellten und die wieder dem Bäcker? Und am Ende des Monats muss doch einer die Zeche zahlen und es abwerten lassen. Bedeutet ab dem 29. jeden Monats absoluten Konsum und Handelsstop, weil keiner mehr das Bare haben will - oder wie? Das führt dazu, dass nur noch bargeldloser Zahlungsverkehr getätigt wird. Das Geld auf den Konten verliert ja aber nicht diese 0,5% an Wert. Somit wäre dein Ausgabe-Zwang um es in den Kreislauf zu zwingen aber gleich wieder ausgehebelt, oder?


Wer Maschinen kaufen will, hat meist schon einen Betrieb und damit eine Sicherheit. Nämlich regelmäßiges Einkommen und den Betrieb selbst. Da dürfte ein Kredit kein großes Problem sein.
Wer was kaufen will, hat meisten schon etwas - seltsame Behauptung. Auch die Erstmaschinen müssen von etwas gekauft worden sein. Das Ansparproblem hatten wir ja bereits weiter oben. Nehmen wir also an jemand kauft die Erstmaschinen auf Kredit. Die Rückzahlung leistet er aus dem Erzeugnis der Maschine. Wenn diese nun defekt wird, müssen nicht nur die Rückzahlungen her, sondern auch die Reparaturkosten - doch die Maschine steht zu allem übel ja auch noch still. Was also her muss ist eine Rücklage für so etwas oder ein weiterer Kredit, hinter dem dann aber keine neue Maschine sprich neues Mehrerzeugnis steht. Rücklagen kann man aber nicht aufbauen. Weitere Kredite gibt es nicht weil einem ja die Sicherheiten ausgegangen sind. Im Prinzip ist der erste Kredit ja schon ungedeckt, weil die Maschine defekt ist.


So einfach wäre es beim zinsfreien umlaufgesicherten Geldsystem tatsächlich, wenn jeder Staat sein Geld Schulden- und zinslos selbst drucken würde.
Ein Irrglaube den wohl schon so mancher Staat einsehen musste :mrgreen:
Es ist an sich unmöglich die gedruckte Menge haargenau den vorhanden Werten anzupassen. Die Folge ist immer Deflation oder Inflation - je nach dem ob zuviel oder zu wenig gedruckt wird.


Der Staat kann machen, was er will. Er macht immer Schulden bei dem jetzigen Geldsystem.
Weil? Genau - er mehr ausgibt, als er einnimmt. Das wäre auch dann nicht anders wenn die Kredite zinslos wären, er hätte dennoch Schulden. Er hätte es leichter sie abzubauen, aber solang er jedes Jahr mehr ausgibt als er einnimmt, ist und bleibt er verschuldet. Aber wer würde dem Staats schon ohne Gegenleistung Geld leihen? Dann geb ich es doch lieber aus oder nicht? :nö:


Wegen der Profit-Gier des Menschen gibt es ja den Zins.
Richtig, und aus der gleichen Gier "Ich möchte was für das was ich tue oder worauf ich verzichte haben" gibt es Gehalt. Gehst du arbeiten ohne Gegenleistung? Würdest du auf die Anschaffung einer neuen Sache verzichten (weil du dein Geld verleihst) ohne etwas als Ausgleich dafür haben zu wollen, wie z.B. MEHR Geld um dir MEHR Anschaffungen leisten zu können?


Im Prinzip arbeitet jeder für Zinsen. Und zwar für die Zinsen, die die Reichen kassieren. Was meinst du wie hoch der zu erwartende Ertrag wäre, wenn du keinen Zins für die Schuld zahlen mußt.
Und wofür arbeiten dann "die Reichen"? :think: Ist jeder der Zinsen bekommt "reich"? Ich behaupte mal, dass ein sehr sehr großer Teil der jenigen die Zinsen bekommen auch arbeitet, alleine hier in diesem Forum :ugly:
Der Ertrag von dem jenigem, der die Schuld gewährt, also das Geld verleiht, wäre jedenfalls null. Warum sich sehr schnell keine "Verleiher" mehr finden lassen werden :mrgreen:
 
Wieso soll das in die Hyperinflation gehen? Es soll ja nicht laufend und unendlich Geld nachgedruckt werden, sondern das Geld soll in den Umlauf gezwungen werden. Geld soll ein Tauschmittel sein, nicht mehr und nicht weniger.
Weil sich die Umlsaufgeschwindigkeit erhöht, wenn man für Geldbesitz Strafe zahlen muss - jeder gibt sein Geld schnell für irgendwelche Sachen aus, die nicht an Wert verlieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperinflation
https://de.wikipedia.org/wiki/Inflation#Monet.C3.A4re_Inflationstheorien


Und es soll keine zinsgünstige sondern zinsFREIE Kredite geben. Da hat es sich dann ausspekuliert :ugly:
Die werden sehr gefragt sein, wenn das Geld in die Hyperinflation geht - kann man später mit "nem Appel und nem Ei" zurückzahlen.

Die europäische Zentralbank gehört den nationalen Zentralbanken. Die deutsche Bundesbank gehört dem deutschen Staat. Wer ist da der Privatbesitzer
Manche sind tatsächlich in Privatbesitz, oft gehört die Zentralbank den Banken, weil sie eigentlich dazu da ist Notkredite an die Banken zu vergeben.
 
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Da hier ja doch ein wenig Interesse am zinsfreien umlaufgesicherten Geldsystem besteht und viele Fragen aufgekommen sind, hier mal eine grobe Übersicht, wie das funktionieren soll (vielleicht beantwortet das ja schon die ein oder andere Frage 8)):

Es wird eine Staatsbank geben, die das Geld (Schwundgeld) produziert und in Umlauf bringt. Dieses Geld verliert pro Monat 0,5% an Wert. Diese Wertminderung macht es unmöglich dieses Geld verlustfrei zu horten. Man kann diesen Wertverfall nur verhindern, in dem man das Geld entweder ausgibt oder auf sein Sparkonto einzahlt. Auf dem Sparkonto kann man sein Geld sparen, dort behält es seinen Wert. Die Bank bringt dieses Geld aber wieder in den Umlauf, in dem sie dieses für die Kreditvergabe verwendet. Aber weder auf das Sparkonto noch für den Kredit werden Zinsen gezahlt. Der Kreditnehmer zahlt nur eine Bearbeitungsgebühr und monatlich eine geringe Gebühr, solange er das Geld auf dem Kreditkonto läßt. Auf diese Art wird das Geld in den Umlauf gezwungen.


Jeder, der Bargeld hat, will es schnell ausgeben oder aufs Sparkonto einzahlen. Beispiel: Der Kunde gibt es dem Bäcker, der Bäcker den Lieferanten und Angestellten, die Lieferanten den Großhändlern, die Großhändler auch den Angestellten und den Rohstofflieferanten, u.s.w. und die Angestellten geben das Geld wieder dem Bäcker. Für jeden Handel wird eine Steuer fällig, außer bei den Löhnen für die Angestellten (Lohnsteuer wird es nicht mehr geben). Und je schneller das Geld umläuft, umso mehr Steuern werden eingenommen und umso mehr kann damit finanziert werden. Mit diesen Steuern kann der Staat z.B. alle Ausgaben wie Straßenreparaturen, Bildung, etc. finanzieren und bringt das Geld so wieder in den Umlauf.


Weiter wird es eine Bodenreform geben. Es wird kein Eigentum mehr geben, sondern die Grundstücke können gepachtet werden. Das heißt, der Staat kassiert jeden Monat eine Grundstücks-Pacht. Klar, man kann jetzt nicht einfach alle Eigentümer enteignen. Soll auch gar nicht passieren. Aber wer ein Grundstück hat, der zahlt dafür eine Steuer (ca. 3% des Grundstückswertes). Grundstücke können nur noch an den Staat verkauft werden, der diese dann wieder verpachtet.


Aus diesen Pacht- und Steuer-Einnahmen können z.B. Gehälter von diversen Staatsdienern, Polizisten, etc. bezahlt werden und wieder wird das Geld dem Umlauf zugeführt.

Klar, für Krankenkasse und andere diverse Versicherungen müssen natürlich auch Beiträge gezahlt werden. Aber wenn man seinen Lohn ohne Steuerabzüge erhält, dürfte das kein großes Problem darstellen.

Was die Renten angeht, wird es für ALLE ab 65 Jahre (natürlich auch für Kranke, die nicht arbeiten können) eine Grundrente geben, von der man gut leben kann. Wer mehr möchte, kann es sich auf dem Sparkonto selbst ansparen. Ja, die Grundrente ist finanzierbar. In einem zinsfreien umlaufgesicherten Geldsystem ist die Arbeitslosenzahl nämlich nur sehr gering, wodurch schon der Generationenvertrag wieder funktionieren würde.


Ein Währungsamt wird die Geldmenge übrigens ständig kontrollieren und anpassen.


Der Wertverlust des Bargeldes dient nur dazu zu verhindern, daß das Geld irgendwo (unter der Matratze, etc.) gehortet wird. Dieses Geld fehlt dann nämlich im Umlauf. In einem funktionierenden Geldsystem muß das Geld aber ständig im Umlauf sein bzw. der Rubel muß rollen.


Übrigens: 1932 wurde das Schwundgeld in Wörgl sehr erfolgreich eingeführt. Es hat damals so gut funktioniert (Wörgl ist regelrecht aufgeblüht!), daß andere Gemeinden das nachmachen wollten. Tja, da haben die Notenbanken das Schwundgeld dann verboten. Warum wohl? Wer Lust hat kann ja mal nach Wörgl und Schwundgeld googlen.


Das zinsfreie umlaufgesicherte Geld beruht übrigens auf dem Prinzip der Freigeldlehre von Silvio Gesell. Wer mag, kann auch danach mal googlen.

Und nein, es wird keine Hyperinflation geben, da erstens die Geldmenge ständig überwacht und angepasset wird und zweitens niemand mehr Geld ausgeben kann wie er einnimmt. Dadurch wird es sich mit der Zeit einpendeln.
 
Nicht auf eine Frage, einen Kritikpunkt oder einen Aufzeig dass das System Lücken hat bzw. nicht realisierbar ist eingegangen, sondern die Texte vermutlich nahezu zitiert aus den Büchern, YouTube Videos und Websites, gratuliere ;)

Allein schon der letzte Satz, dass niemand mehr Geld ausgeben kann als er hat macht keinen Sinn, da du weiter oben noch davon sprichst dass es zinsfreie Kredite gibt.
Und eine Inflation kann nicht nur durch einen Geldüberhang entstehen sondern auch durch eine Warenlücke (Weniger Güter als Geld --> Mehr Geld für eine Ware --> Inflation). Wie dann das Geld aus dem Verkehr ziehen ohne Zinssteuerung?

"In einem zinsfreien umlaufgesicherten Geldsystem ist die Arbeitslosenzahl nämlich nur sehr gering, wodurch schon der Generationenvertrag wieder funktionieren würde. "
Warum?

"Grundstücke können nur noch an den Staat verkauft werden, der diese dann wieder verpachtet."
Das Vorschreiben nur eines möglichen Käufers gleicht einer Enteignung, da man bei nur einem Nachfrager dem Staat die Monopolstellung zukommen lässt. Und da gibt bekanntlich nur einer den Preis vor. Was hätte der Staat auch für ein Interesse die Grundstücke zu kaufen? Er verdient so oder so an dem Grundstück, egal wem es gehört. Entweder die Pacht oder deine erwähnten 3% Steuern für Eigentümer. Ich kaufe mir ein Auto nicht, wenn ich es ohnehin immer nutzen kann.


Das Problem mit dem Bargeld was niemand mehr haben will weil es abgewertet wird ist auch komplett unter den Tisch gefallen. Jeder will es ausgeben oder aber schnell aufs Sparkonto bringen. Wo das Geld aber gehortet (und damit dem Umlauf entzogen) wird spielt doch aber keine Rolle, ob nun Kopfkissen oder Konto. Weitergeben wird die Bank die die Sparkonten führt es nicht, sie hat ja nichts davon (ausser das Risiko das Geld nicht wieder zu sehen). Die Gebühren gehen ja für die Angestellten drauf, woraus also Verluste begleichen?


....



Lohnt es sich eigentlich die anderen Eckpunkte auch nochmal aufzugreifen oder bist du einfach so von dem fiktiven System überzeugt, dass da an sich gar kein Diskussionsbedarf entsteht weil unbelehrbar? :mrgreen:
 
Okay, du wolltest es so haben, viel Spaß beim Lesen :mrgreen:

Glaubst Du wirklich das ne Bank dann mein Geld nehmen würde wenn sie 6 % Zinsen zahlen müsste? So einfach ist die Nummer nicht ...vielleicht verliert man nur 3-4 % anstatt 6, aber wenn Kredite bei 0 % landen sollen dann landen Sparguthaben in den Nassen.

Für Sparguthaben gibt es beim zinsfreien Geld keine Zinsen genauso wie für Kredite keine Zinsen gezahlt werden. Das Geld auf dem Sparkonto bleibt nur gleich vom Wert her.

Beide Lösungen sind Schrott, Schwundgeld bedeutet fast zwangsläufig die Abschaffung von Bargeld. 1 Mal im Monat neues Geld, überleg mal was das bedeutet. Neben riesiger Ressourenverschwendung Kosten im Mrd-Bereich jeden Monat.
Nein, so hoch wären die Kosten nicht. Das Gelddrucken selbst kostet nicht soviel. Die Leute, die dafür gebraucht werden, bekommen ihr normales Monatsgehalt, welches auch durch die diversen Gebühren der Banken getragen werden kann. Das vernichtete Papiergeld kann immer noch als Altpapier wiederverwertet werden.

Stempelgeld ist genauso dumm. Im Euroraum gibt es 13,5 Mrd Banknoten, wenn 1 Angestellter 10 Scheine pro Minute stempelt und 176 h pro Monat arbeitet dann benötigst Du 128.000 Menschen nur fürs abstempeln -.-

Und von Münzen haben wir da noch gar nicht geredet.
Münzen sind beim Stempelgeld natürlich unpraktisch. Die gibt es da auch gar nicht. Aber Stempelgeld ist wirklich nicht das Richtige, jedenfalls nicht in der heutigen Zeit. Da ist jeden Monat neues Geld in anderer Farbe besser und übersichtlicher ist es auch.

Zahlugsverkehr ist selbst jetzt schon häufig kostenlos für die Verbraucher und selbst wenn nicht, dann gerade mal kostendeckend (OHNE Personal). Wie kommst du also zu der Behauptung, dass die Gehälter damit "dicke" zu finanzieren wären? Gibt es dazu Berechnungen die du kennst und nachvollziehen kannst? Mal einen Blick in eine Bank Bilanz geworden und geschaut womit die wirklich ihr Geld machen? Tu das doch ruhig mal. Sie sind öffentlich zugänglich, nur vielleicht nicht auf YouTube zu finden.

Klar wären die Gehälter durch die Gebühren (für Überweisungen, Kredite, etc.) dicke finanzierbar. Eine Bank muß doch nicht unendlich Geld verdienen. Wofür denn? Mehr als um die Gehälter zu bezahlen und die Gebäude in Schuß zu halten brauchen die nicht. Eine Bank soll das Geld verwalten und nicht horten oder damit wild spekulieren!

Du kannst das Ausfallrisiko niemals zu 100% abdecken, dafür können die Menschen viel zu wenig mit Geld umgehen. Oder denkst du die meisten Kredite fallen aus weil die Zinslast so hoch ist? So ist es nicht. Es scheitert an der Rückzahlung. Und selbst wenn du "Sicherheiten" durch Sachwerte hast, decken diese nur selten den Rückzahlungsbetrag. Wohin mit den Verlusten? Wer trägt die dann? Die Bank kann sie nicht tragen, da sie ohne Zinsen keine Rücklagen hat. "Kleine Gebühren" decken es nicht und wenn sie sie doch decken, dann hast du "Zinsen" nur umbenannt in "Gebühren".

Und warum scheitert die Rückzahlung? Weil die Menschen meist von den Zinsen und Zinseszinsen erdrückt werden.
Kommen wir nochmal zu dem Beispiel mit dem Haus für 200.000Euro. Wenn du diese 200.000Euro samt Zinsen abbezahlt hast, hast du mindestens das dreifache für das Haus bezahlt, also 600.000Euro. Ohne Zinsen zahlst du exakt die 200.000Euro zurück, die du geliehen hattest. Na, welche Summe ist leichter zu bewerkstelligen?
In einem zinsfreien Geldsystem wird es so gut wie keine Kreditausfälle geben, da die Kredite ohne die Zinsen leichter abzuzahlen sind. Davon abgesehen sind bei umlaufgesichertem Geld die Arbeitsplätze sicherer als bei unserem heutigen Geldsystem. Und wie gesagt, Kredite gibt es nur, wenn eine Sicherheit gewährleistet ist. Das ist doch aktuell auch nicht anders.
Übrigens, die Gebühren sind einmalig, Zinsen zahlt man jeden Monat aufs neue.

Wer garantiert dass es nicht an Wert verliert? Nur weil es zinslose Kredite gibt, bedeutet das nicht dass es keine Inflation gibt. Gebe ich mein Geld also nicht für Sachwerte aus, verringert sich doch der Wert und ich kann eben doch nichts ansparen, oder nur mit Verlusten - die Folge: Auch da zahle ich also im Endeffekt mehr, genau als würde ich Zinsen zahlen. Aber: Wer will dann schon noch seine Sachwerte an mich verkaufen, wenn er mit dem Geld doch selbst kaum mehr was anfangen kann.
Das garantiert die Bank bzw. ein Währungsamt, das die Geldmenge reguliert. Ist zuviel im Umlauf, wird was vernichtet, und bei zuwenig eben nachgedruckt. Das Geld auf dem Sparkonto verliert nicht an Wert. Und der, der dir seine Sachwerte verkauft, kann das Geld eben entweder gleich wieder ausgeben oder aufs Sparkonto einzahlen, um den Wertverlust zu verhindern.

Du willst damit sagen diese Familien beeinflussen Zeitungen, TV/Radio und staatliche Einrichtungen, schaffen es aber nicht YouTube zu kontrollieren?

Die Medien zu kontrollieren ist wesentlich einfacher als Youtube, wo täglich tausende von Videos von PRIVATleuten aus aller Welt hochgeladen werden. Selbst urhebergeschützte Videos werden schneller hochgeladen, als Youtube löschen kann. Bin sowieso gespannt, wie lange Youtube noch existiert. :ugly:

Unabhängig davon ob die Staatsverschuldung jemals sinken wird: Hast du mal dagegen gehalten wieviel "Einnahmen" bzw. Steuern DE jeden Tag hat? Wenn dass die Definition von Pleite ist, dann möchte ich wetten bist du auch bereits pleite. Marty hat es aber schon erklärt: Die Schulden entstehen/wachsen in erster Linie weil mehr ausgegeben als eingenommen wird - nicht nur bei Staaten.

Ja, der Staat hat täglich Steuereinnahmen von ca. 1,2 Milliarden Euro. Wir zahlen täglich ca. 200 Millionen Euro an Zinsen. Hört sich erstmal gar nicht so schlimm an. Aber selbst wenn der Staat alle Einnahmen in die Schulden stecken würde, wären die Schulden nicht bezahlbar und würden unaufhörlich weiter steigen. Weil nach ca. 1 ½ Jahren kein Geld mehr vorhanden wäre. Wir hätten aber immernoch Schulden bei der Bank, und zwar Geld, das überhaupt nicht existiert.
Nehmen wir mal an, ich leihe dir jetzt 1000 Murmeln und will die mit nur 0,5% Zinsen wiederhaben. So, nun bin ich aber nur die einzigste, die Murmeln herstellen und in Umlauf bringen darf. Merkst was? Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Und genauso läuft das mit unserem Geldsystem. Hast du dir mal „Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent“ angesehen? Da wird das sehr gut erklärt. Hier ist das Video:
https://video.google.com/videoplay?docid=8862164735311239449#

Zinsen die bezahlt werden verpuffen doch aber nicht. Sie fließen genauso wieder dem Kreislauf zu wie die "normalen" Preisanteile auch. Sie fließen zu den Banken, welche sie an die Anleger weitergeben. Und die Anleger investieren oder verkonsumieren sie. Niemand hat Macht, Freude oder Werte nur weil auf einem Kontoauszug eine große Zahl steht. Man muss mit dem Geld schon was anfangen damit es glücklich und zufrieden macht.

Genau, nur verkonsumieren viele große Anleger das Geld nicht, weil es so viel ist, daß sie es gar nicht ausgeben können. Also investieren sie es vielleicht wieder, kassieren noch mehr Zinsen, die sie auch wieder investieren und kassieren wieder mehr Zinsen, investieren wieder um noch mehr Zinsen zu kassieren und so steigert sich das irgendwann ins Unermeßliche.

Wurde weiter oben schon gesagt. Wie stellst du dir das allein organisatorisch und kostentechnisch vor? Wer zahlt die Produktion des neuen Geldes und wovon? Klar, wer das Bargeld ausgibt hat den 0,5% Verlust nicht. Aber wer in Gottes Namen will dann noch Bargeld annehmen? Der Bäcker dem du es gibst, gibts so schnell es geht dem Lieferanten, der seinen Angestellten und die wieder dem Bäcker? Und am Ende des Monats muss doch einer die Zeche zahlen und es abwerten lassen. Bedeutet ab dem 29. jeden Monats absoluten Konsum und Handelsstop, weil keiner mehr das Bare haben will - oder wie? Das führt dazu, dass nur noch bargeldloser Zahlungsverkehr getätigt wird. Das Geld auf den Konten verliert ja aber nicht diese 0,5% an Wert. Somit wäre dein Ausgabe-Zwang um es in den Kreislauf zu zwingen aber gleich wieder ausgehebelt, oder?
Ja, das wäre dann der schnelle Geldumlauf und bei jedem Handel wird eine Steuerabgabe fällig. Die Zeche am Monatsende muß höchstens der zahlen, der das Geld nicht rechtzeitig aufs Sparkonto einzahlt. Nur Bargeld verliert an Wert, damit es nicht gehortet wird und da bleibt, wo es hingehört, nämlich im Geldumlauf.

Wer was kaufen will, hat meisten schon etwas - seltsame Behauptung. Auch die Erstmaschinen müssen von etwas gekauft worden sein. Das Ansparproblem hatten wir ja bereits weiter oben. Nehmen wir also an jemand kauft die Erstmaschinen auf Kredit. Die Rückzahlung leistet er aus dem Erzeugnis der Maschine. Wenn diese nun defekt wird, müssen nicht nur die Rückzahlungen her, sondern auch die Reparaturkosten - doch die Maschine steht zu allem übel ja auch noch still. Was also her muss ist eine Rücklage für so etwas oder ein weiterer Kredit, hinter dem dann aber keine neue Maschine sprich neues Mehrerzeugnis steht. Rücklagen kann man aber nicht aufbauen. Weitere Kredite gibt es nicht weil einem ja die Sicherheiten ausgegangen sind. Im Prinzip ist der erste Kredit ja schon ungedeckt, weil die Maschine defekt ist.

Wer einen Kredit haben möchte, sollte schon etwas haben um es als Sicherheit anzubieten. Im Zweifelsfall muß ein Bürge her. Das läuft doch aktuell genauso. Einer, der gerade die Schule abgeschlossen hat, wird kaum einen größeren Kredit bei der Bank bekommen.

Ein Irrglaube den wohl schon so mancher Staat einsehen musste :mrgreen:
Es ist an sich unmöglich die gedruckte Menge haargenau den vorhanden Werten anzupassen. Die Folge ist immer Deflation oder Inflation - je nach dem ob zuviel oder zu wenig gedruckt wird.

Nein, haargenau klappt das natürlich nicht, leichte Schwankungen wird es immer geben. Aber mit der Zeit würde sich das doch recht stabil einpendeln. Ein Währungsamt würde die Geldmenge nämlich kontrollieren und regulieren.

Weil? Genau - er mehr ausgibt, als er einnimmt. Das wäre auch dann nicht anders wenn die Kredite zinslos wären, er hätte dennoch Schulden. Er hätte es leichter sie abzubauen, aber solang er jedes Jahr mehr ausgibt als er einnimmt, ist und bleibt er verschuldet. Aber wer würde dem Staats schon ohne Gegenleistung Geld leihen? Dann geb ich es doch lieber aus oder nicht? :nö:

Ja, er hätte Schulden, wenn er das Geld, was produziert wird jemanden zurückzahlen müßte. Selbst das wäre nie möglich, denn wenn der Staat das zurückzahlt, ist ja kein Geld für den Umlauf mehr vorhanden und die Wirtschaft funktioniert nicht. Deshalb muß der Staat das Geld selbst kredit- und zinslos produzieren.

Richtig, und aus der gleichen Gier "Ich möchte was für das was ich tue oder worauf ich verzichte haben" gibt es Gehalt. Gehst du arbeiten ohne Gegenleistung? Würdest du auf die Anschaffung einer neuen Sache verzichten (weil du dein Geld verleihst) ohne etwas als Ausgleich dafür haben zu wollen, wie z.B. MEHR Geld um dir MEHR Anschaffungen leisten zu können?

Da haben wir wieder die Habgier der Menschen. Es gibt Geld dafür, wenn man etwas tut, sprich arbeitet, aber doch nicht, weil man auf was verzichtet. Wer Zinsen kassiert, der bekommt Geld, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Wer MEHR Geld möchte, muß es sich erarbeiten.

Und wofür arbeiten dann "die Reichen"? :think: Ist jeder der Zinsen bekommt "reich"? Ich behaupte mal, dass ein sehr sehr großer Teil der jenigen die Zinsen bekommen auch arbeitet, alleine hier in diesem Forum :ugly:
Der Ertrag von dem jenigem, der die Schuld gewährt, also das Geld verleiht, wäre jedenfalls null. Warum sich sehr schnell keine "Verleiher" mehr finden lassen werden :mrgreen:

Die wirklich Reichen, die an diesem System sich dumm und dämlich verdienen, sprich die Milliardäre arbeiten eben nicht für die horrenden Zinsen, die die kassieren. Schau dir mal das Video von der Humanwirtschaftspartei hier an, dann verstehst du vielleicht, was ich meine: https://www.alle-religionen-vereint.com/pre/index.php?page=02_Geld
Und ganz Null ist der Ertrag des Verleihers ja nicht. Er bekommt ja die EINMALIGE Bearbeitungsgebühr. Das könnten durchaus 1-5% der Kreditsumme sein, aber eben nur EINMALIG für die Bearbeitung und nicht immer wieder aufs Neue.

Weil sich die Umlsaufgeschwindigkeit erhöht, wenn man für Geldbesitz Strafe zahlen muss - jeder gibt sein Geld schnell für irgendwelche Sachen aus, die nicht an Wert verlieren.

Nö, ist in dem Sinne ja keiner gezwungen sein ganzes Geld auszugeben, gibt ja ein Sparkonto. Da ist das Geld gut aufgehoben und behält seinen Wert.

Nicht auf eine Frage, einen Kritikpunkt oder einen Aufzeig dass das System Lücken hat bzw. nicht realisierbar ist eingegangen, sondern die Texte vermutlich nahezu zitiert aus den Büchern, YouTube Videos und Websites, gratuliere ;)

Nö, Bücher gelesen, Videos geguckt und selber zusammengefaßt. :yawn:

Allein schon der letzte Satz, dass niemand mehr Geld ausgeben kann als er hat macht keinen Sinn, da du weiter oben noch davon sprichst dass es zinsfreie Kredite gibt.

Naja, etwas blöd ausgedrückt. Die Banken geben ja nicht grenzenlos Kredite. Und wer einen Kredit zu laufen hat, muß ja die Raten zurückzahlen. Das heißt, dieses Geld kann derjenige nicht mehr ausgeben.
Wenn einer einen Kredit aufnimmt, gibt er in diesem Moment mehr Geld aus, als er hat. Stimmt. Aber, wenn es ans zurückzahlen geht, bleibt vom Einkommen ja wieder weniger zum Ausgeben. Ist der Kredit zurückgezahlt, hat derjenige genauso viel ausgegeben wie er eingenommen hat. Das ist beim zinsbelasteten System aber genauso, nur daß man hier dann durch die Zinsen mindestens das dreifache für den Sachwert bezahlt hat. :roll:

Und eine Inflation kann nicht nur durch einen Geldüberhang entstehen sondern auch durch eine Warenlücke (Weniger Güter als Geld --> Mehr Geld für eine Ware --> Inflation). Wie dann das Geld aus dem Verkehr ziehen ohne Zinssteuerung?

Indem Geld, was z.B. durch Kreditzurückzahlungen bei den Banken landet, vernichtet wird. Das Währungsamt muß da natürlich gut aufpassen, daß das Geld an die Warenmenge möglichst angepaßt bleibt.
Nicht nur die Geldmenge reguliert die Preise, sondern auch die Nachfrage. Es wird kaum jemand viel mehr oder weniger kaufen als er benötigt.

"In einem zinsfreien umlaufgesicherten Geldsystem ist die Arbeitslosenzahl nämlich nur sehr gering, wodurch schon der Generationenvertrag wieder funktionieren würde. "
Warum?

Weil Arbeitende Menschen mehr in die Rentenversicherung einzahlen als Arbeitslose?

"Grundstücke können nur noch an den Staat verkauft werden, der diese dann wieder verpachtet."
Das Vorschreiben nur eines möglichen Käufers gleicht einer Enteignung, da man bei nur einem Nachfrager dem Staat die Monopolstellung zukommen lässt. Und da gibt bekanntlich nur einer den Preis vor. Was hätte der Staat auch für ein Interesse die Grundstücke zu kaufen? Er verdient so oder so an dem Grundstück, egal wem es gehört. Entweder die Pacht oder deine erwähnten 3% Steuern für Eigentümer. Ich kaufe mir ein Auto nicht, wenn ich es ohnehin immer nutzen kann.

Ja, das geht dann leider nicht anders. Denn Grund und Boden wird zwingend benötigt, schon für die Landwirtschaft. Es gibt soviele Privat-Grundstücke, die nicht produktiv genutzt werden und vergammeln. Durch die 3% Steuern könnte man solche Besitzer dazu bewegen ihr Land zu verkaufen. Der Staat könnte das dann z.B. wieder an Landwirte verpachten und das Land wird sinnvoll genutzt UND bringt dem Staat Geld.
 
Ja, das geht dann leider nicht anders. Denn Grund und Boden wird zwingend benötigt, schon für die Landwirtschaft. Es gibt soviele Privat-Grundstücke, die nicht produktiv genutzt werden und vergammeln. Durch die 3% Steuern könnte man solche Besitzer dazu bewegen ihr Land zu verkaufen. Der Staat könnte das dann z.B. wieder an Landwirte verpachten und das Land wird sinnvoll genutzt UND bringt dem Staat Geld.

Sagen wir mal jemand erbt 20-30 ha Ackerland und nochmal 10 ha Wald, die sich solange in seinem Familienbesitz befinden wie sich die Familie zurückverfolgen läßt. Was denkst Du müßte der zahlen bei 3 % ?

Ich fürchte die Rendite bei verpachteten Ackerland ist in unserer Gegend bei ca. 0.5 %, die bei Wald nahe Null (sofern wenig marktfähiges Holz).

Wird der Pächter so nett sein und mal eben 6 Mal soviel zahlen? Bei Pachtverträgen über 12 oder 18 Jahre ziemlich unwahrscheinlich. Das stinkt gewaltig nach Enteignung von Familienbesitz :roll:.
 
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Sagen wir mal jemand erbt 20-30 ha Ackerland und nochmal 10 ha Wald, die sich solange in seinem Familienbesitz befinden wie sich die Familie zurückverfolgen läßt. Was denkst Du müßte der zahlen bei 3 % ?

Ich fürchte die Rendite bei verpachteten Ackerland ist in unserer Gegend bei ca. 0.5 %, die bei Wald nahe Null (sofern wenig marktfähiges Holz).

Wird der Pächter so nett sein und mal eben 6 Mal soviel zahlen? Bei Pachtverträgen über 12 oder 18 Jahre ziemlich unwahrscheinlich. Das stinkt gewaltig nach Enteignung von Familienbesitz :roll:.

Erstmal habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung wieviel Ackerland oder Wald zur Zeit wert ist. Die Frage stellt sich aber, warum ist die Rendite so gering. Liegt es daran, daß kaum was von dem Ertrag des Landes verkauft wird oder ist die Bodenqualität so schlecht, daß es kaum Ertrag gibt? Ersteres wird sich beim zinsfreien Geld recht bald steigern lassen. Bei zweiterem wäre das Land sowieso nicht so viel wert und dementsprechend die Steuern bzw. die Pacht auch geringer.
Familien werden ja nicht von ihrem Grundstück gejagt. Die können es ja behalten. Nur müssen die eben entweder die Steuern zahlen oder verkaufen das Land an den Staat und zahlen Pacht. Wenn sie es verkaufen, gibt es eine nette Finanzspritze und das Grundstück behalten sie trotzdem. Die Pacht oder die Steuern werden sich von der Höhe nicht groß unterscheiden.
 
Erstmal habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung wieviel Ackerland oder Wald zur Zeit wert ist. Die Frage stellt sich aber, warum ist die Rendite so gering. Liegt es daran, daß kaum was von dem Ertrag des Landes verkauft wird oder ist die Bodenqualität so schlecht, daß es kaum Ertrag gibt? Ersteres wird sich beim zinsfreien Geld recht bald steigern lassen. Bei zweiterem wäre das Land sowieso nicht so viel wert und dementsprechend die Steuern bzw. die Pacht auch geringer.
Die Rendite ist so gering weil der Marktpreis im Vergleich zur gezahlten Pacht recht hoch ist. Die gezahlte Pacht ist so niedrig weil es in der Gegend nur 2 Bauern gibt die als Pächter in Frage kommen und die sich nicht grade überschlagen um sich bei der Pacht zu überbieten.
Der Boden ist nicht besonders gut, aber für brandenburgische Verhältnisse noch ganz in Ordnung. Für die Rendite spielt das aber keine große Rolle, die Pacht würde ähnlich steigen wie der Marktpreis des Landes.

Familien werden ja nicht von ihrem Grundstück gejagt. Die können es ja behalten. Nur müssen die eben entweder die Steuern zahlen oder verkaufen das Land an den Staat und zahlen Pacht.
Wenn die Pacht nicht steigt und Du 3 % zahlst dann mußt Du verkaufen sofern Du es Dir nicht leisten kannst fünfstellige Differenzen jedes Jahr auszugleichen :ugly:. Enteignet bist Du in beiden Fällen.

Wenn sie es verkaufen, gibt es eine nette Finanzspritze und das Grundstück behalten sie trotzdem. Die Pacht oder die Steuern werden sich von der Höhe nicht groß unterscheiden.

Lol nette Finanzspritze, Du verstehst nicht wieviel solch Besitz für die Familie bedeutet. Das kannst Du Dir tatsächlich so vorstellen das Du als Kind an den Feldern entlang spazierst, Dein Vater schwärmt Dir vor das das Land schon immer der Familie gehörte und das es Deine Aufgabe ist das zu bewahren. Mit dem Unterton das sich die ganze Ahnenreihe im Grab umdreht wenn Du derjenige bist dem es abhanden kommt :roll:.
 
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Nein, so hoch wären die Kosten nicht. Das Gelddrucken selbst kostet nicht soviel. Die Leute, die dafür gebraucht werden, bekommen ihr normales Monatsgehalt, welches auch durch die diversen Gebühren der Banken getragen werden kann. Das vernichtete Papiergeld kann immer noch als Altpapier wiederverwertet werden.
Das ist erstmal nur eine kühne Behauptung: "so hoch wären die Kosten nicht". Wenn jeden Monat, jeder der irgendwie mit Geld zu tun hat (also auch die Alten, die Kranken usw.) los müsste um sich neues Geld zu holen; weißt du was das für ein Ansturm und für ein Chaos verursachen würde? Davon abgesehen, dass auch die arbeitende Bevölkerung dafür jedes mal viel Zeit aufwenden müsste.


Klar wären die Gehälter durch die Gebühren (für Überweisungen, Kredite, etc.) dicke finanzierbar. Eine Bank muß doch nicht unendlich Geld verdienen. Wofür denn? Mehr als um die Gehälter zu bezahlen und die Gebäude in Schuß zu halten brauchen die nicht. Eine Bank soll das Geld verwalten und nicht horten oder damit wild spekulieren!
Wieder nur eine Behauptung: "Klar wären die Gehälter gedeckt". Welche Zahlen und welche Hochrechnungen machen dich so sicher? Wenn ich die Bilanz der Bank anschaue wo ich mein Konto habe, so decken die Provisionserträge (also sogar mehr als nur der Zahlungsverkehr) NICHT die Personalkosten. Und schon gar nicht, wenn man da dann noch die Gebäudeaufwendungen reinzählt. Bedeutet dass auch, dass ALLE Unternehmen nicht "unendlich" viel Geld verdienen dürfen? Damit bindest du dem Wirtschaftswachstum eine Stahlkugel ans Bein.


Und warum scheitert die Rückzahlung? Weil die Menschen meist von den Zinsen und Zinseszinsen erdrückt werden.
Kommen wir nochmal zu dem Beispiel mit dem Haus für 200.000Euro. Wenn du diese 200.000Euro samt Zinsen abbezahlt hast, hast du mindestens das dreifache für das Haus bezahlt, also 600.000Euro. Ohne Zinsen zahlst du exakt die 200.000Euro zurück, die du geliehen hattest. Na, welche Summe ist leichter zu bewerkstelligen?
In einem zinsfreien Geldsystem wird es so gut wie keine Kreditausfälle geben, da die Kredite ohne die Zinsen leichter abzuzahlen sind. Davon abgesehen sind bei umlaufgesichertem Geld die Arbeitsplätze sicherer als bei unserem heutigen Geldsystem. Und wie gesagt, Kredite gibt es nur, wenn eine Sicherheit gewährleistet ist. Das ist doch aktuell auch nicht anders.
Übrigens, die Gebühren sind einmalig, Zinsen zahlt man jeden Monat aufs neue.
Diese Aussage darf man bezweifeln. Die meisten Kredite die abgeschrieben werden, werden abgeschrieben weil die Tilgung nicht mehr von statten geht. Selbst wenn du alle gezahlten Raten aufaddierst und von der Ursprungsschuld abziehst (also keine Zinsen berücksichtigst), ist immernoch eine Restschuld vorhanden - sprich ein Verlust. Klar sind 200K leichter zu wuppen als 600K. Was aber noch nicht heißt, dass jeder 200k stemmen kann oder will. Wo wir auch wieder bei der Frage sind, wer verleiht Geld, und warum verleiht der jenige es ohne etwas davon zu haben? Welchen Vorteil hat es denn, dass man die Gebühren nur einmalig zahlt, im gegensatz zu den monatlichen Zinsen? 8O Sind auf die monate verteilte Kosten nicht sogar tragbarer als eine große Gebühr? Gerade darum holt man sich doch einen Kredit. Weil man eine große Summe über kleinere Raten schafft.
Zu dem "die Arbeitsplätze sind sicherer" wiederhole ich meine Frage vom letzten Posting: Warum?


Das garantiert die Bank bzw. ein Währungsamt, das die Geldmenge reguliert. Ist zuviel im Umlauf, wird was vernichtet, und bei zuwenig eben nachgedruckt. Das Geld auf dem Sparkonto verliert nicht an Wert. Und der, der dir seine Sachwerte verkauft, kann das Geld eben entweder gleich wieder ausgeben oder aufs Sparkonto einzahlen, um den Wertverlust zu verhindern.
Okay, gehe wir davon aus ein Amt könnte überhaupt genau regulieren wieviel Geld im Umlauf sein muss. Du sagst wenn zuviel im Umlauf ist, wird was vernichtet. Wessen Geld wird denn dann vernichtet? Und wenn zu wenig im Umlauf ist wird nachgedruck. Wie bringst du das Geld in den Umlauf? Mehr als kostenlose Kredite kann man nicht anbieten, es wird sich also ohnehin schon jeder zu jeder Zeit am Geldhahn bedienen. Pauschal einfach die Gehälter erhöhen und bei Bedarf dann einfach genauso plötzlich und pauschal senken?
Genau, der jenige kann das Geld gleich wieder ausgeben, oder aufs Sparkonto bringen. Das Ausgeben wird nur deutlich schwerer wenn der Entwertungstermin näher rückt. Und das Sparkonto ist doch nichts andere als Horten und dem Kreislauf entziehen, genau das willst du doch aber verhindern.


Die Medien zu kontrollieren ist wesentlich einfacher als Youtube, wo täglich tausende von Videos von PRIVATleuten aus aller Welt hochgeladen werden. Selbst urhebergeschützte Videos werden schneller hochgeladen, als Youtube löschen kann. Bin sowieso gespannt, wie lange Youtube noch existiert. :ugly:
Selbst wenn das so ist (man kann Videos ja auch vorab kontrollieren lassen, wenn die mächtigen Familen dass denn so wollten), kommt damit das Problem auf, dass JEDER etwas beitragen kann, also kann auch jeder Spinner irgendwelche Videos mit irgendwelchen Thesen und Behauptungen einstellen, nicht wahr? Grade wenn du von PRIVATLeuten sprichst. Darunter sind doch zwangsläufig sehr viele, die gar keine Ahnung haben wovon sie "berichten" und was sie behaupten. Darum nennt man es dann wohl auch VerschwörungsTHEORIEN. Dadurch halte ich YouTube auch für eine noch schlechtere Bildungsquelle als die BILD. Es ist ein Unterhaltungsportal in dem jeder, egal mit welcher Meinung, Einstellung und Qualifikation seinen "Geist" ausschütten kann, nicht mehr und nicht weniger. Eine Wikipedia für Lesefaule ohne Kontrollen und ohne Quellenangaben quasi.


Ja, der Staat hat täglich Steuereinnahmen von ca. 1,2 Milliarden Euro. Wir zahlen täglich ca. 200 Millionen Euro an Zinsen. Hört sich erstmal gar nicht so schlimm an. Aber selbst wenn der Staat alle Einnahmen in die Schulden stecken würde, wären die Schulden nicht bezahlbar und würden unaufhörlich weiter steigen. Weil nach ca. 1 ½ Jahren kein Geld mehr vorhanden wäre. Wir hätten aber immernoch Schulden bei der Bank, und zwar Geld, das überhaupt nicht existiert.
Nehmen wir mal an, ich leihe dir jetzt 1000 Murmeln und will die mit nur 0,5% Zinsen wiederhaben. So, nun bin ich aber nur die einzigste, die Murmeln herstellen und in Umlauf bringen darf. Merkst was? Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Und genauso läuft das mit unserem Geldsystem. Hast du dir mal „Fabian - Gib mir die Welt plus 5 Prozent“ angesehen? Da wird das sehr gut erklärt. Hier ist das Video:
https://video.google.com/videoplay?docid=8862164735311239449#
Ehm ... was? ^^ Du sagt wir nehmen 1,2Mrd ein, und 0,2 Mrd haben wir an Zinsen zu zahlen. Wenn wir also jeden Tag 1Mrd tilgen würden (klar ist das unrealistisch, aber du hast es ja gerade selbst geschrieben "wenn wir...") würden sich die Schulden nicht verringern sondern unaufhörlich steigen? Mal das Wort "Tilgung" nachgeschlagen? Zahlst du stets alle Zinsen UND tilgst, sinkt die Schuld, und steigt nicht :ugly:
Nur weil nicht jedes Geld Scheine als Gegenwert hat, sondern nur als Buchgeld existiert, bedeutet das doch nicht, dass es nicht vorhanden ist.
Das Murmel Beispiel kann schon deswegen funktionieren, weil du dir zwangsläufig selbst Murmeln nacherstellst (deine hast du ja an mich verliehen) damit du sie ausgeben kannst. Und irgendwann landen deine ausgegebenen Murmeln wieder bei mir. Entweder weil du bei mir einkaufst, meine Arbeit bezahlst oder Dritte und Vierte dies tun, denen du zuvor deine weiteren Murmeln gegegebn hast (Verkonsumiert, Verliehen, ganz egal). Und aus diesen Extramurmeln (verdient durch mein Gewerbe oder meine Arbeit z.B.) zahle ich dir deine 1000 Murmlen zurück, und deinen Murmel-Zins dazu.


Genau, nur verkonsumieren viele große Anleger das Geld nicht, weil es so viel ist, daß sie es gar nicht ausgeben können. Also investieren sie es vielleicht wieder, kassieren noch mehr Zinsen, die sie auch wieder investieren und kassieren wieder mehr Zinsen, investieren wieder um noch mehr Zinsen zu kassieren und so steigert sich das irgendwann ins Unermeßliche.
Investieren ist doch aber auch eher förderlich für die Wirtschaft. Investiere ich das Geld in ein neues oder vorhandenes Unternehmen, so schaffe ich ja neue Werte, neue Arbeit. Und als Ausgleich dafür, dass ich das Geld nicht für mich ausgebe, möchte ich eben einen Ersatz - Zinsen, Mitspracherecht etc. Und mal ehrlich, wieviele Menschen haben soviel liquide Mittel (nicht Vermögen!), dass sie es nicht ausgeben können weil es zuviel ist? Dass sie wirklich nicht mehr wissen: "Was kaufe ich mir? Wo investiere ich es?". Glaubst du Mr. Gates hat seine Mrd. als Saldo auf einem Konto?


Ja, das wäre dann der schnelle Geldumlauf und bei jedem Handel wird eine Steuerabgabe fällig. Die Zeche am Monatsende muß höchstens der zahlen, der das Geld nicht rechtzeitig aufs Sparkonto einzahlt. Nur Bargeld verliert an Wert, damit es nicht gehortet wird und da bleibt, wo es hingehört, nämlich im Geldumlauf.
Also gibst du damit zu, dass es an sich nur um eine Art Reise nach Jerusalem geht und wer nicht schnell genug sitzt, ist eben der der es ausbaden muss?
Nochmal: Wo ist der Vorteil wenn das Bargeld immer im Umlauf ist, das Buchgeld aber nicht? Warum sollte eine Bank das viele viele Bargeld annehmen und in Buchgeld umwandeln, wenn die Bank dann 0,5% des angenommenen Bargelds einbüßt? Oder müssen Banken diese Abwertung dann nicht tragen? Dann gibts du den Banken aber wieder eine äußerst bequeme Sonderstellung, ich dachte das wolltest du gerade nicht.


Wer einen Kredit haben möchte, sollte schon etwas haben um es als Sicherheit anzubieten. Im Zweifelsfall muß ein Bürge her. Das läuft doch aktuell genauso. Einer, der gerade die Schule abgeschlossen hat, wird kaum einen größeren Kredit bei der Bank bekommen.
Und wenn du nichts hast, dann kriegst du auch nichts? Dürfte das die soziale Schere nicht noch stärker auseinander klaffen lassen? Kreditausfälle gibt es laut deiner These doch aber eh nicht mehr. Wofür also noch Sicherheiten oder ein Bürge? Wenn es doch ein Ausfallrisiko gibt - was kriegt der Bürge dafür dass er bürgt und dieses Risiko (mit)trägt? Geld? Dann zahlt der der weniger hat am Ende mehr fürs Geld, als jemand der viel hat. Im Gegenteil; der der viel hat bekommt sogar noch etwas dafür dass er viel hat - klingt sehr nach Zinssystem oder? Dein mehrmals wiederholtes Argument "das läuft doch momentan genauso" ist sehr heikel wenn du an sich ein ganzes System umwerfen möchtest. Dann läuft eben nichts mehr so wie momentan, sonst könntest du es ja so belassen. Was möchtest du also nun: Kredite für jeden, kostenlos und leicht zugänglich. Oder Kredite nur unter strenger Absicherung und hohen Auflagen, ebenfalss kostenlos aber nur für die "Großen" die schon etwas haben? Kostenlos sagt ja eher aus, dass jeder es sich leisten kann. Aber wenn man sagt "wer nix hat kriegt nix", dann klingt es eher danach, dass nur besser Betuchte was kriegen können.


Nein, haargenau klappt das natürlich nicht, leichte Schwankungen wird es immer geben. Aber mit der Zeit würde sich das doch recht stabil einpendeln. Ein Währungsamt würde die Geldmenge nämlich kontrollieren und regulieren.
Weiter oben schon kommentiert. "Mit der Zeit pendelt es sich ein" - Warum?
Wie kontrolliert, bzw. vor allem wie steuert dieses Amt denn?


Ja, er hätte Schulden, wenn er das Geld, was produziert wird jemanden zurückzahlen müßte. Selbst das wäre nie möglich, denn wenn der Staat das zurückzahlt, ist ja kein Geld für den Umlauf mehr vorhanden und die Wirtschaft funktioniert nicht. Deshalb muß der Staat das Geld selbst kredit- und zinslos produzieren.
Es gab schon Staaten die Geld (Kredit- und Zinslos) produziert/nachgedruckt haben, hat das funktioniert?


Da haben wir wieder die Habgier der Menschen. Es gibt Geld dafür, wenn man etwas tut, sprich arbeitet, aber doch nicht, weil man auf was verzichtet. Wer Zinsen kassiert, der bekommt Geld, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Wer MEHR Geld möchte, muß es sich erarbeiten.
Man kriegt nichts dafür dass man verzichtet?! 8O Arbeit ist doch nichts anderes als Verzicht. Du verzichtest auf Freizeit. Während der Arbeit sowieso, und vorher in der Schule/Ausbildung. Hast du in der Ausbildung auf mehr Zeit verzichtet durch bspw. ein Studium, so ist deine ab dann "verzichtete" Zeit eben mehr Wert und du verdienst mehr.
Wer Zinsen kassiert, verzichtet auf sein Geld. Und das Geld ist eine Gegenleistung für seine Arbeit. Auf mehr als 24h am Tag kann eben kein Mensch verzichten. Damit wäre in deinem System die Verdienstmöglichkeit für jeden Menschen beschränkt. Große Unternehmen, Fortschritt und Wohlstand damit quasi unmöglich.


Die wirklich Reichen, die an diesem System sich dumm und dämlich verdienen, sprich die Milliardäre arbeiten eben nicht für die horrenden Zinsen, die die kassieren. Schau dir mal das Video von der Humanwirtschaftspartei hier an, dann verstehst du vielleicht, was ich meine: https://www.alle-religionen-vereint.com/pre/index.php?page=02_Geld
Und ganz Null ist der Ertrag des Verleihers ja nicht. Er bekommt ja die EINMALIGE Bearbeitungsgebühr. Das könnten durchaus 1-5% der Kreditsumme sein, aber eben nur EINMALIG für die Bearbeitung und nicht immer wieder aufs Neue.
Richtig, für die Zinsen die die bekommen arbeiten andere (mit). Würden sie dafür nicht mitarbeiten, hätten die "wirklich Reichen" aber gar nicht erst die Möglichkeit geschaffen zu Arbeiten oder eigenen Verdienst zu machen. Niemand verleiht etwas, verzichtet auf etwas oder gibt etwas weg/auf wenn er nichts davon hat.
Wenn ich eine Summe von X Mrd € in ein neues Unternehmen investiere. Und vom Gewinn einen Ertrag von z.B. 10% haben möchte - Wem kommen die anderen 90% des Gewinns zu Gute? Den Mitarbeitern, den Geschäftspartnern, dem Staat etc.


Nö, ist in dem Sinne ja keiner gezwungen sein ganzes Geld auszugeben, gibt ja ein Sparkonto. Da ist das Geld gut aufgehoben und behält seinen Wert.
Schreibe ich nicht nochmal was zu. Stichwörter: Horten, Inflation, Bankenbenachteiligung usw.


Nö, Bücher gelesen, Videos geguckt und selber zusammengefaßt. :yawn:
Wenn ich alle Bücher der Gebrüder Grimm zusammenfasse, sind und bleiben es dennoch Fantasiegeschichten :mrgreen:


Naja, etwas blöd ausgedrückt. Die Banken geben ja nicht grenzenlos Kredite. Und wer einen Kredit zu laufen hat, muß ja die Raten zurückzahlen. Das heißt, dieses Geld kann derjenige nicht mehr ausgeben.
Wenn einer einen Kredit aufnimmt, gibt er in diesem Moment mehr Geld aus, als er hat. Stimmt. Aber, wenn es ans zurückzahlen geht, bleibt vom Einkommen ja wieder weniger zum Ausgeben. Ist der Kredit zurückgezahlt, hat derjenige genauso viel ausgegeben wie er eingenommen hat. Das ist beim zinsbelasteten System aber genauso, nur daß man hier dann durch die Zinsen mindestens das dreifache für den Sachwert bezahlt hat. :roll:
Du hast in einem zinsfreien System aber gar nicht die Möglichkeit deine Ausgaben im Vorraus zu tätigen, weil niemand sein Geld hergibt - er keinen Grund dafür hat.
Was wenn der jenige das Geld nicht mehr zurückzahlen kann oder will? Pflichtversicherungen für ALLE Mitbürger und für ALLE Eventualitäten? Tod, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Inhaftierung, Arbeitsverweigerung usw. ? Irgendwer muss die Nicht-zurückzahlungen tragen.
Das dreifache ausgegeben? Das mag bei einer Immobilie so sein, wo du wirklich nur die Minimalrate zahlst. Aber wenn du ein Auto für 20.000€ finanzierst, hast du nach der Abzahlung keine 60.000€ bezahlt - oder du hast etwas extrem verkehrt gemacht. Ob es das Dreifache ist oder nicht, hast du doch auch jetzt schon selbst in der Hand. Spar vorher mehr an oder zahl es schneller zurück. Wäre doch auch selbst in einem zinsfreien System unfair, wenn jemand der sich das Geld für 5 Jahre leiht, genauso wenig bezahlen muss wie jemand der es sich 50 Jahre leiht oder nicht? Was habe ich für einen Ansporn das Geld schnell (oder überhaupt) zurück zu zahlen? Die Uhr tickt ja nicht gegen mich, sondern für mich.


Indem Geld, was z.B. durch Kreditzurückzahlungen bei den Banken landet, vernichtet wird. Das Währungsamt muß da natürlich gut aufpassen, daß das Geld an die Warenmenge möglichst angepaßt bleibt.
Nicht nur die Geldmenge reguliert die Preise, sondern auch die Nachfrage. Es wird kaum jemand viel mehr oder weniger kaufen als er benötigt.
Die Banken geben Geld raus, kriegen es (ohne Gewinn) zurück und müssen es dann vernichten?! Wie fies ist das denn :ugly: Du meinst sie müssen es vernichten, damit sie nicht erneut wieder soviel Geld rausgeben können und damit Geld entzogen wird, ja? Das Geld was sie rausgeben, ist doch aber das was auf den Sparkonten liegt. Also vernichtest du im Endeffekt doch das Geld derer, die das Geld auf ihr Sparkonto bringen. Du versprichst es verliert dort nicht an Wert, dann kann es doch aber erst Recht nicht auch noch vernichtet werden. Das ist Enteignung.
Es kauft niemand mehr als er benötigt?! Ein wenig Weltfremd oder? Du sagst du benötigt einen Golf. Jemand anderes sagt er benötigt eine S-Klasse. Ein Dritter sagt er benötigt nur einen Roller. Wer hat denn nun Recht? Ab wann "benötigt" man denn noch etwas und ab wann nicht mehr. Es liegt in der Natur des Menschen mehr zu wollen. Brauchen würde man nur etwas zu Essen, etwas Kleidung, vielleicht noch ein Dach über dem Kopf. Aber ich für meinen Teil finde es ganz gut, dass wir nicht mehr in Höhlen leben, und du? Das ist aber nur der Fall, weil wir stets nach mehr gestrebt haben (und streben) als wir "brauchen".


Weil Arbeitende Menschen mehr in die Rentenversicherung einzahlen als Arbeitslose?
Warum würde der Generationsvertrag dann automatisch wieder funktionieren? Das Problem ist doch, dass immer mehr nicht-arbeitende (Alte) immer weniger arbeitenden (Jungen) gegenüberstehen? Selbst wenn irgendwann NIEMAND der Erwerbsfähigen mehr arbeitslos wäre, würde der Alten-Überhang irgendwann das System kippen. Und überhaupt: Warum sollte in einem zinslosen System weniger bis keine Arbeitslosigkeit mehr herrschen? Hab ich noch nicht verstanden.
 
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Übrigens: 1932 wurde das Schwundgeld in Wörgl sehr erfolgreich eingeführt. Es hat damals so gut funktioniert (Wörgl ist regelrecht aufgeblüht!), daß andere Gemeinden das nachmachen wollten. Tja, da haben die Notenbanken das Schwundgeld dann verboten. Warum wohl? Wer Lust hat kann ja mal nach Wörgl und Schwundgeld googlen.[/FONT]

Dieses Aufblühen war die erste Phase der Hyperinflation, wo sich die Umlaufgeschwindigkeit stark erhöht, ohne dass die Preise schon nachziehen. Es wurde nur deshalb abgebrochen, weil dieses Experiment kurz davor war außer Kontrolle zu geraten. Das Schwundgeld ist instabil und man muss ständig die Geldmenge verkleinern.
Außer dem wird die Konjunktur zu stark angeheizt, was zu einem baldigen Wirtschaftscrash führt.

Es gibt soviele Privat-Grundstücke, die nicht produktiv genutzt werden und vergammeln. Durch die 3% Steuern könnte man solche Besitzer dazu bewegen ihr Land zu verkaufen. Der Staat könnte das dann z.B. wieder an Landwirte verpachten und das Land wird sinnvoll genutzt UND bringt dem Staat Geld.
Es gibt auch viele staatliche Grundstücke, die sinnlos vergammeln. Das Argument zieht nicht.
 
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Ja, das geht dann leider nicht anders. Denn Grund und Boden wird zwingend benötigt, schon für die Landwirtschaft. Es gibt soviele Privat-Grundstücke, die nicht produktiv genutzt werden und vergammeln. Durch die 3% Steuern könnte man solche Besitzer dazu bewegen ihr Land zu verkaufen. Der Staat könnte das dann z.B. wieder an Landwirte verpachten und das Land wird sinnvoll genutzt UND bringt dem Staat Geld.
Nochmal: Warum sollte der Staat etwas zu seinem Eigentum machen, wenn er so oder so den selben Nutzen daraus zieht. Wenn du ein Haus kaufst, möchtest du daraus Mieten beziehen. Wenn du aber ohnehin schon die Mieten bekommst, warum solltest du dir das Haus kaufen?!
Auch jetzt gibt es nicht so viele Privatgrundstücke die vergammeln. Denn auch jetzt möchte ja schon jeder etwas von seinem Geld/Grund haben. Also bebaut er es, verpachtet es oder verkauft es an jemanden, der es dann eben für sich sinnvoll nutzt. Die Anzahl derer die einfach nur so ein Grundstück haben um nichts damit zu tun ausser Steuern dafür zu bezahlen dürfte gering sein. Die sind dann ja auch schön blöde, wären aber auch in einem zinsfreien System genauso blöde und würden dann halt die 3% bezahlen ohne einen Nutzen aus dem Grundstück zu haben.
Woher nimmt der Staat eigentlich dann die Mittel um die vielen vielen privaten Grundstücke aufzukaufen?

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Sorry für den Doppelpost, aber der andere Beitrag hatte die 20.000 Zeichen überschritten :mrgreen:

Wollte die Zitate aber nicht zu stark wegkürzen, da sonst das ständige Hochscrollen nervig ist zum Nachvollziehen der Beiträge.
 
Ein weiteres Problem ist noch die Hortbarkeit des Geldes. Dadurch werden Unmengen an Geld aus dem Umlauf gezogen, das dann natürlich fehlt. Durch die Zinsen kassieren die wenigen Reichen übrigens soviel an Zinsen, daß diese das Geld gar nicht ausgeben können, wodurch es auch zur Geldhortung kommt. Deshalb muß das Geld im Wert leicht abnehmend sein. So etwa 0,5% pro Monat. Das heißt alles Bargeld, was nach einem Monat nicht ausgegeben oder auf ein Bankkonto eingezahlt wurde, muß gegen neues eingetauscht werden, wobei eine Gebühr von ca. 0,5% entrichtet werden muß. Das Geld auf dem Bankkonto wird ebenfalls nicht verzinst, es verliert aber auch nicht an Wert. Dieses Geld wird auch nicht bei der Bank gehortet sondern für zinsfreie Kredite verwendet.
Mir erschließt sich nicht, wie diese System dem (angeblichen) Horten von Geld entgegenwirken soll. Bevor mein Geld im nächsten Monat an Wert verliert, lege ich es auf mein Sparkonto. Der anzeige Unterschied zum jetzigen System ist doch nur der "Antrieb", warum man das Geld zur Bank schafft: Jetzt wird man belohn, wenn man es macht. Bei "deinem" System wird man bestraft, wenn man es nicht macht.

Ich frag mich auch, wie das logistisch/technisch funktionieren soll. Als Verkäufer/Dienstleister würde ich zum Monatsende hin kein (Bar)Geld mehr annehmen, schließlich muß ich es noch schnell loswerden. Wie sieht's mit Überweisungen bzw. allgemein mit bargeldloser Bezahlung aus. Und wie schaffen das die Banken logistisch (Tausch altes Geld - neues Geld, Gewährleistung der monatlichen Liquidität usw.).

Ja, das geht dann leider nicht anders. Denn Grund und Boden wird zwingend benötigt, schon für die Landwirtschaft.
Wenn ich mich nicht täusche, gibt's bzw. gab's EU-Prämien für die Stilllegung von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Hintergrund ist die Überproduktion mancher landwirtschaftlicher Produkte.
 
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Der anzeige Unterschied zum jetzigen System ist doch nur der "Antrieb", warum man das Geld zur Bank schafft: Jetzt wird man belohn, wenn man es macht. Bei "deinem" System wird man bestraft, wenn man es nicht macht.
Was letztendlich - wenn man die Theorie zugrunde legt, dass es dann keine Inflation gäbe - auch nicht wirklich ein Unterschied ist, denn auch jetzt wird dein Geld, das du in bar zuhause rumliegen hast, kontinuierlich weniger wert, und bei der Bank wird eben die Inflation durch Zinsen ausgeglichen...
 
und bei der Bank wird eben die Inflation durch Zinsen ausgeglichen...
Wäre schön, wenn es so wäre. Die derzeit mickrigen Zinsen leisten das einfach nicht.
Man kann sie aber auch nicht erhöhen, weil die Zinslasten sonst die Wirtschaft platt machen.

An Stelle der Bank würde ich dieses Schwundgeld auch nicht annehmen, außer in dem Fall, dass man es gleich wieder als Kredit ausgeben kann.
 
Hm, die Inflationsrate in Deutschland pendelte schon ewig um die 1%. Ein Tagesgeld-Konto bringt ca. 1,75%, nach Steuern 1,3%. Reicht doch.
Kommt drauf an, ob man mit Gas oder Öl (+34%) heizt; Butter ging 20% rauf.
Diese Steigerungen kann kein Tagesgeldkonto kompensieren.
Beim Strom ist der Markt recht unübersichtlich und einige Tarife sind sehr stark ~10% erhöht worden. Arm dran ist wer keinen anderen Vertrag als die Grundversorgung bekommt.
Strom hat sich in den letzten 5 Jahren im Durchschnitt um 30% verteuert!
https://www.destatis.de/jetspeed/po...06/PD10__203__611,templateId=renderPrint.psml
https://www-genesis.destatis.de/gen...uenz=tabelleErgebnis&selectionname=61111-0004
 
Darum gibt es ja zum Glück den Warenkorb, der nicht nur Butter und Strom enthält. Wenn man immer das raussucht, was sich am stärksten verteuert und dagegen die niedrigsten Zinsangebote hält, hat man wohl jedes Jahr eine Inflation von 10-30% ;)
 
Strom hat sich in den letzten 5 Jahren im Durchschnitt um 30% verteuert!

Aber das muss man wenigstens nicht zahlen, wenn ich einmal pro Jahr den Anbieter wechsel und jedes mal den Neukundenrabatt + Freikilowattstunden +x mitnehme kosten meine 2000 Kwh für 2 Nasen ca. 350 Euro :ugly:.

Ich glaub vor 5 Jahren hab ich dafür sogar mehr bezahlt, allerdings ohne wechseln und kann mich auch nicht erinnern das es die Möglichkeit so ausufernd gegeben hätte.
 
Geldpolitik ist schon ein sehr komplexes Thema. Ich denke daher kommt es auch, dass viele Leute immer wieder die verschiedensten Verschwörungstheorien und "neue Geldsysteme" verbreiten.
Ich habe mich viel mit dem Thema beschäftigt (wissenschaftlich wohlgemerkt) und deshalb kann ich über viele thesen nur den Kopf schütteln.
Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, dass Vertrauen in die Geldpolitik (bzw. Politik, Wirtschaft & Gesellschaft allgemein) eigentlich das Wichtigste für alle Geldsysteme ist. Denn Geld hat niemals einen "realen" Gegenwert sondern immer nur das Vertrauen, das es auch noch später etwas Wert ist.

Daher ist Geldpolitik immer ein Balanceakt. Auch andere Geldysteme (egal ob z.B. Freigeld, Rohstoffkopplung oder auch abhängige Zentralbanken) haben immer das vorrangiste Ziel Vertrauen zu schaffen bzw. zu halten. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Das jetzige System ist (was Preisstabilität angeht und Wirtschaftsförderung angeht) bisher das stabilste System, was es bisher gab. Ich sehe daher keinen Grund das zu ändern.