Ähm, Du fragst was Staatsbankrott und Überschuldung mit der Eurokrise zu tun hat?! Im Ernst jetzt?

Ich frug, was der Artikel mit der Eurokrise zu tun hat. Im Artikel geht es um die strukturellen Probleme des Gesundheitswesens und des Rentensystemes. Probleme, die währungsunabhängig sind. Ist mir zumindest neu, daß es zu DM-Zeiten anders war. Gleiches gilt auch für die "versteckten Schulden", die es vor dem Euro auch gab. Nebenbei bemerkt: "Offizielle Schulden", "versteckte Schulden" - das erinnert ein wenig an die monatliche Arbeitslosenstatistik. Die schreit der Pöbel auch immer wieder, daß die Statistik geschönt ist, daß viele mehr oder weniger arbeitslose Menschen nicht auftauchen. Das all die Monate und Jahre zu vor die Statistik ebenso geschönt war (man erinnere sich nur mal an die "guten, alten" ABMer) und damit der Anstieg bzw. Abfall der Zahlen doch eine gewisse Aussagekraft hat, wird ausgeblendet.

Aber egal, zurück zu meiner Frage: Was hat der Artikel mit der Eurokrise zu tun?
 
Probleme, die währungsunabhängig sind.
Falsch!
Hier hat der Staat auch Garantien (z.B. Rentengarantie) abgegeben, bzw. Steuergelder reingesteckt und das wird in Zukunft zunehmen. Geld, das von der EZB gedruckt werden muss, da auch Deutschland bald keinen Kredit an den Märkten mehr bekommt.
Es ist ein weiteres Puzzleteil der Eurokrise, die nicht von GR alleine verschuldet wurde.

Gleiches gilt auch für die "versteckten Schulden", die es vor dem Euro auch gab.
Die gab es schon immer - richtig, aber ihr "Wachstum" ist "beschleunigt".
Zu dem muss man zusätzlich zu den staatlichen Schulden immer auch die halbstaatlichen und privaten Schulden betrachten. Im Moment besteht die Möglichkeit, dass alle Schulden monetisiert werden.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article7704542/Angela-Merkel-versteht-die-Maerkte-nicht.html
Verständlich - in der DDR gab es so was nicht, aber wer erklärt der Merkel die Märkte?
 
Hier kommen die Steuererhöhungen:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,695903,00.html
Und das dürfte der Grund sein:
https://www.wirtschaftsfacts.de/?p=5199#more-5199
Und der Herr Sinn meint auch, dass es eine Rezession in Deutschland verursachen wird:
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/das-rettungspaket-schadet-deutschland/1842976.html
Um das zu Erkennen muss man aber auch nicht unbedingt Professor sein.
Ich denke, dass die Verfassungsklagen doch noch Erfolg haben, denn GR müsste ein bankrottes Bundesland sein, um Hilfszahlungen des Bundes erhalten zu können und gleichzeitig unter Zwangsverwaltung gestellt werden.

Die Spekulanten verursachen zwar einen Zinsanstieg, aber nur weil sie merken, dass es kritisch wird und ihre Anleihen verkaufen, während die Käufer dann auch nicht mehr so viel zahlen wollen. Dass dann noch andere mit CDS auf den Zug aufspringen ist auch verständlich - es gibt ja was zu verdienen und das ist ja nicht verwerflich.

Die Märkte stehen jetzt wegen der Krise am Scheideweg:
https://www.bernerzeitung.ch/wirtsc...-die-Maerkte-verrueckt-spielen/story/16594728
 
Ich glaube einfach die DM war gefühlt gesagt stabiler bzw. man hat mehr für sein Geld bekommen.

Der Euro ist leider so, dass die ärmeren Länder besonders von diesen profitieren und wir uns mit denen allmählig angleichen.
 
Warum sollte das so sein ?
Weil sie sich zu relativ günstigen Zinssätzen in einer stabilen Währung verschulden konnten. Das ging mit der Rückendeckung der deutschen Wirtschaftskraft. GR wäre es sonst nicht möglich gewesen sich so stark zu Verschulden ohne zwischendurch hin und wieder die Währung abzuwerten. Nun muss sich der Euro ihren Verhältnissen anpassen und die EZB wird zur Bad Bank.
Gezecht haben sie - jetzt wird aber die Rechnung präsentiert.

Das hab ich schon erwartet:
https://www.ftd.de/politik/europa/:...ttungspaket-ueber-2000-mrd-euro/50117276.html
Jetzt schreibt es die FTD: Es könnte eine Aufstockung auf 2000 Mrd. nötig werden, im Extremfall sogar auf 7000 Mrd.
Kein Staat kann das leisten und es müsste von der EZB gedruckt werden. Na wenn das mal keine Inflationsgefahr ist.
"Die Regierungen der Euro-Zone beraten, wie sie den Verbund krisenfester machen sollen." - Ganz einfach: Zinsen von 1% auf 15% setzen - dann wird man sich zwei mal überlegen ob man Schulden aufnimmt oder es doch lieber sein lässt.
 
Nichts anderes ist die Entwicklungshilfe, die wir nach Afrika zahlen... Geld damit die Afrikaner in der EU Waren einkaufen können... Sozusagen eine indirekte Investition in die eigenen Unternehmen... nebenbei macht man dabei die Industrie in Afrika kaputt... :(
 
Nichts anderes ist die Entwicklungshilfe, die wir nach Afrika zahlen... Geld damit die Afrikaner in der EU Waren einkaufen können... Sozusagen eine indirekte Investition in die eigenen Unternehmen... nebenbei macht man dabei die Industrie in Afrika kaputt... :(
Ich denke die Entwicklungshilfe für Afrika hilft denen besser Rohstoffe für die europäische Industrie abbauen zu können... aber anderes Thema.
 
Ich bin genau wie bei der Bankenkrise beeindruckt, wie auf einem Milliardenbeträge hin- und her geschoben werden können, wo es an andere Stelle heisst, dass kein Geld für bestimmte Projekte da sind (die nur ein Bruchteil davon kosten). Und so langsam kommen ja die ersten Stimmen, die auch für uns harte Sparmaßnahmen forden, auf uns zu.

LG
Bernhard
 
Ich bin genau wie bei der Bankenkrise beeindruckt, wie auf einem Milliardenbeträge hin- und her geschoben werden können, wo es an andere Stelle heisst, dass kein Geld für bestimmte Projekte da sind (die nur ein Bruchteil davon kosten). Und so langsam kommen ja die ersten Stimmen, die auch für uns harte Sparmaßnahmen forden, auf uns zu.
Die ganze Bankrettung lief über Garantien, damit die Banken sich am Markt oder bei der EZB refinanzieren konnten. Kein Cent ist von der Regierung geflossen, außer bei HRE u.a.
HRE war aber nötig weil sonst deren Bunds auf den Markt geflogen wären. Wenn weisst was ich meine.
Sparen drückt die Wirtschaft, kann also zu neuen Pleitewellen führen.

Apropos Bankenkrise - es geht in Spanien los.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun der Zweitgrößte Posten im Haushalt sind die Zinsen.

Dass der höchste Posten streitig gemacht wird, nämlich "Arbeit & Soziales" ist ja normal, denn die Finanzwirtschaft fordert immer mehr und die Realwirtschaft kann diese Forderungen nicht mehr bedienen.

Wer sich also auf Rente und Hartz 4 verlässt, der kann schon bald sein blaues Wunder erleben.

Wie ich geschrieben habe, wird sich alles noch zuspitzen bis auch Deutschland zahlungsunfähig wird. Danach kommt meist ein Krieg und dann wird der Neustart Knopf gedrückt.

Dann beginnt erneut der Streit von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft.
Unser Geldsystem gleich dem eines Krebsgeschwürs. Einmal eingebaut, kann man es nicht mehr stoppen, sonst würde das System in sich zusammen fallen.

Auswege gibt es nur, wenn die Politik handelt. Selbst dann kann man den GAU nur hinauszögern und nicht aufhalten. Der Bankrott kommt 100 %.
Was dann noch übrig bleibt, wird man sehen.
 
Auswege gibt es nur, wenn die Politik handelt. Selbst dann kann man den GAU nur hinauszögern und nicht aufhalten. Der Bankrott kommt 100 %.
Was dann noch übrig bleibt, wird man sehen.
Doch die Politik kann den GAU verhindern, aber nicht so miesen kleinen Sparprogrammen.
Da rollen dann aber Köpfe und welcher Politiker, abgesehen von Roland Koch, verzichtet schon freiwillig auf seinen Job? (Das war eine schwere Breitseite für Merkel. :D )
 
Da rollen dann aber Köpfe und welcher Politiker, abgesehen von Roland Koch, verzichtet schon freiwillig auf seinen Job? (Das war eine schwere Breitseite für Merkel. :D )
Die Art, wie er seinen Abgang zelebriert hat, war gewiss eine Breitseite für Merkel. Das er gegangen ist dürfte für Merkel aber ehern ein Glücksfall sein, denn er ist einer der wenigen Widersachern gewesen, den sie bisher noch nicht abschießen oder zumindest gleichschalten konnte.
 
Es platzt jetzt eine Blase. Extreme Sparprogramme behindern natürlich auch die Konjunktur, was auch wieder zu weniger Steuereinahmen führt. Ich denke, dass wir uns da in einem Teufelskreis befinden und dass eine wirkliche Krise, die auch den Alltag extrem beeinflusst, nicht mehr weit weg ist.
Das nächste Land steht ja schon in den Startlöchern, dass es Hilfe braucht (Spanien)... ich denke, dass jetzt bald eine Kettenreaktion ausgelöst wird...

Liebe Grüsse
Bernhard
 
Koch ist längst nicht politisch tot, denn Totgesagte leben länger. Wenn er in Hessen seinen Nachfolger aufgebaut hat kann er sich anderen Aufgaben widmen.
Merkel hat jetzt ein Problem: Sie ist jetzt nur noch von Ja-Sagern umgeben. Also ist das eher kein Glücksfall für sie. Und wenn der Koch einen unpopulären Vorschlag machte konnte man den leichter abblocken, weil er eh der Prügelknabe war.

GR: Die Krise zerstört über Jahrzehnte gewachsene Strukturen:
https://www.handelsblatt.com/politi...hen-laufen-sturm-gegen-kommunalreform;2588355

ES: "Zombifizierung schreitet voran":
https://www.wirtschaftsfacts.de/?p=5280#more-5280
https://www.ftd.de/unternehmen/fina...n-ein-risiko-fuer-den-euro-sind/50118329.html
Was soll man noch dazu sagen?! Sogar eine Bank der Kirche kann pleite gehen - die hängt aber genauso, wie andere auch, an den Geldströmen, die am versiegen sind.

DE/EU: Commerzbank braucht auch bald wieder Staatshilfe:
https://www.cash.ch/news/politik/rss/banken_brauchen_ueber_eine_billion_dollar_kapital-911941-453
 
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