(...)Ich denke, dass wir uns da in einem Teufelskreis befinden und dass eine wirkliche Krise, die auch den Alltag extrem beeinflusst, nicht mehr weit weg ist.
(...)

Ja, du hast Recht!

Wir befinden uns in einem Teufelskreis.
Angenommen alle würden ihre Schulden zurückzahlen, dann würden immer noch die fälligen Zinsen fehlen.
Daraus folgt, dass wir nur durch noch mehr Schulden den Kollaps verhindern können. (Welcher Milliardär verzichtet schon auf seine Zinsen? Ich kenne keinen ;))
 
Wird es also den Euro noch lange geben. Erfreulich. :mrgreen:
Bestimmt, und wenn nur wieder in ECU-Form, also als Verrechnungseinheit innerhalb der EU, die er ja ursprünglich war. Der ECU war den Sonderziehungsrechten des IWF nicht ganz unähnlich. :ugly:
https://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Währungseinheit
Der Ausstieg aus dem Euro würde am Besten in umgekehrter Reihenfolge geschehen. Man hätte also wieder zwei Währungen.
Früher gab es Golddukaten, mit festgelegten Gewicht, die dann als Handelswährung fungierten, während einzelne Länder ihre eigenen Währungen hatten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dukat_(Münze)
Die Goldbindung nationaler Währungen hatte dementsprechend auch noch nie funktioniert, allenfalls für eine sehr kurze Zeit.
Man braucht also irgendeine Art Handelswährung, die stabil sein sollte - so scheidet der Dollar schon mal aus. Andernfalls bricht eben der Handel zusammen.

Daraus folgt, dass wir nur durch noch mehr Schulden den Kollaps verhindern können. (Welcher Milliardär verzichtet schon auf seine Zinsen? Ich kenne keinen ;))
Ich bin eigentlich ein Freund von Zinsen, denn Zinsen auf Fremdkapital bringen dem Kapitalgeber einen Anteil an der (durch das Kapital mitverursachten) betrieblichen Wertschöpfung, ohne gleichzeitig eine Unternehmensbeteiligung halten zu müssen und verschaffen den Betriebsleiter einen größeren Entscheidungsfreiraum. Wandelanleihen sind aber mittlerweile zum Spekulationsobjekt auf die Aktienkurse verkommen.
Das Problem ist eben, dass Zinsen längst nicht mehr nur durch Wertschöpfung erwirtschaftet werden. Vor allem Staatsschulden werden nicht mehr investiert, sondern verkonsumiert, auch für Zinsen.

Netz von Bankenrettungsfonds?
https://diepresse.com/home/wirtschaft/international/569022/index.do?from=rss
 
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(...)
Ich bin eigentlich ein Freund von Zinsen, (...)

Zinsen haben nur die schlechte Eigenschaft, dass das irgendwann nicht mehr funktioniert, weil das Vertrauen nicht unbegrenzt ist. Außerdem möchte auch keiner der Investoren auf seine Zinsen bzw. sein investiertes Geld verzichten.
Ob das aus Eigenkapital oder Fremdkapital finanziert ist, ist egal.

In der Weimarer Republik hatten wir ca. 120Mrd. DM Schulden, als der Kollaps kam.

Heute sind wir in Billionenbereichen und überall ist von Milliarden die Rede (als sei das selbstverständlich). Klar sind unsere Volkswirtschaften irgendwo gewachsen. Zinsen funktionieren auch solange, bis die Gläubiger ihr Geld sofort haben wollen. Eine Panik beispielsweise auf Banken würde ein Kollaps auslösen, da die Banken im Euro-Raum ja nur eine Mindestreserve haben brauchen von 2 % heißt das, dass die meisten Banken bei einer Massenauszahlung sofort in die Insolvenz gehen würden.

Man kann im Prinzip, jedenfalls Staaten unendlich Geld ausleihen. Erst wenn die Gläubiger also die die Zinsen sehen wollen misstrauisch werden, dann geht es los mit der Demontage.

Schulden sind also im Umkehrschluss = Geld. Ich sehe das auch nicht so problematisch, dass Deutschland so viele Schulden hat.

Am Besten steht der Staat da, der am Ende des Kollaps die meisten Schulden aufgenommen hat.

Zinsen kassieren bedeutet auf jeden Fall, dass Geld erzeugt werden muss in Form von Krediten, sonst funktioniert das nicht.
 
Schulden sind also im Umkehrschluss = Geld. Ich sehe das auch nicht so problematisch, dass Deutschland so viele Schulden hat.
Die EZB fasst das unter M3 zusammen.
https://stats.ecb.europa.eu/stats/download/bsi_t02_03_nsa/bsi_t02_03_nsa/bsi_t02_03_nsa.pdf
9,3 Bio. € sind das gerade. Naja, das meiste davon wird wohl abgeschrieben werden müssen, weil es niemand mehr zahlen kann.
Die Geschäftsbanken benötigen die Staatsanleihen als Sicherheiten um bei der EZB Geld leihen zu können. Griechische werden seit Neustem auch direkt gekauft.
 
Es ist eigentlich egal ob die Mark wieder kommt oder nicht. Die Abschreibungen fauler Kredite bleiben.

"Giesecke lässt den Verschwörern ihre Theorien. "Wir sind zur Geheimhaltung verpflichtet und geben keine Auskünfte zu Banknoten", sagt eine Sprecherin. Auch von der Bundesbank gibt es keinen Kommentar."
Warum sagen die nicht einfach, dass sie keine Mark drucken? Wäre doch kein Problem wenn sie es nicht tun. So unterstützen sie doch nur diese Theorien, bis sie sich dann durchsetzen.

Ökonomen führen derweil irgendwelche okkulten (Spar-)Beschwörungen durch: :roll:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,696939,00.html

Aha! Es wird also einen nächsten Finanzcrash geben (wenn es nicht gelingt ihn zu vermeiden):
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,696783,00.html

Angelsächsische Presse, zwar schon von letzter Woche, aber trotz dem:

https://www.telegraph.co.uk/finance...many-does-the-euro-as-we-know-it-is-dead.html
"Egal was Deutschland macht, der Euro wie man ihn kannte ist tot."
"Das Spiel ist aus für die Währungsunion."
"Die Bond-Märkte nannten [GR] einen Bluff."
"GRs ernste Schwierigkeiten waren hausgemacht."
"Die sozialen Kosten könnten [für GR] unmöglich zu tragen sein."

"Without a flexible currency, the colossal deficit clocked up by Mr Brown would have crushed us completely"
Ohne eine flexible Währung hätte das kolossale Defizit, das von Herr Brown verbucht wurde, uns (Großbritannien) komplett zerquetscht.

Deutlicher gehts kaum.
London ist nach New York der zweitwichtigste Finanzplatz der Welt.

EDIT:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,697489,00.html
OK, so wird es vermutlich ablaufen:
Erst werden die Schrottpapiere an die EZB verkauft, damit ist die EZB die Bad-Bank.
Dann wird aus dem Euro ausgestiegen, der aber weiter bestehen bleibt.
Die Schrottpapiere sind dann bei der EZB und bleiben im Eurosystem, aber die neue Währung und die nationalen Banken sind davon befreit.
Der Eurokurs verfällt allmählich und damit auch die Schulden der PIGS.

Ich kann mir eigentlich keinen anderen Grund für die für dieses Verhalten vorstellen.
(Hoffentlich darf man viel umtauschen...)

--
Auch ohne D-Mark tritt der Effekt ein - in dem Fall würde die Mark aufwerten und die Kapitalflucht aus den anderen Euro-Staaten bremsen. Andererseits in welchem Land kann man denn sonst noch Realgüter in dem Umfang kaufen?
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,697384,00.html#ref=rss

Deutsches BIP real um 20-36% eingebrochen:
https://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=31052010ArtikelWirtschaftWeiss1
Das ist mal starker Tobak, könnte aber so sein. BIP-Steigerungen kommen immer über Schulden zu Stande, egal ob das jetzt staatliche oder private Schulden sind. Der Unterschied ist dieses mal, dass das BIP nur mit Konjukturprogrammen und auf Pump stabilisiert wurde - wurde alles verkonsumiert und nicht investiert. Der Staat kann also nicht davon ausgehen, dass diese Ausgaben zu höheren Steuereinahmen führen.

https://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=19292
32 Bundeststaaten der USA sind also bankrott. (ebenso wie halb Europa)
 
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Wirtschaftskrise: Frankreich und die Niederlande sind nun ebenfalls ...

Folgende News wurde am 07.06.2010 um 20:30:00 Uhr veröffentlicht:
Wirtschaftskrise: Frankreich und die Niederlande sind nun ebenfalls Pleitestaaten
Shortnews

Nachdem bereits mehrere EU-Staaten so stark verschuldet sind, dass sich ihre Staatsanleihen kaum oder nur zu stark gestiegenen Zinsen handeln lassen, sind nun Frankreich und die Niederlande ebenfalls im Sog der Schuldenspirale. Nachdem bereits Griechenland, Portugal und Spanien ihre Staatsanleihen nicht mehr oder kaum noch platzieren können, erleiden Frankreich und die Niederlande nun das gleiche Schicksal und stehen so nun vor dem Staatsbankrott (ShortNews berichtete). Es ist bereits absehbar, dass Belgien auch mit starken finanziellen Probleme zu kämpfen haben wird. Die einzigen Länder, deren Staatsanleihen noch gut zu handeln sind, sind die Deutschlands, die der USA und die von Japan. Diese drei Staaten werden daher bereits die "letzten Mohikaner" genannt.
 
Wenn die Anleihen nicht mehr gekauft werden ist das der technische Bankrott, aber vermutlich wird die EZB einspringen. Wie man sieht ist der 750 Mrd. Rettungsfonds auch nicht überzeugend, weil so auch immer mehr Einzahler wegfallen und am Ende alles von Deutschland alleine bezahlt werden müsste.
In Spanien können Steuersünder nun Staatsanleihen kaufen, um straffrei auszugehen. :ugly:
 
Wir haben das falsch gemacht. Wir hätten zuerst "pleite" gehen soll, dann würde man uns füttern und keiner würde auf die Idee kommen, dass wir was zahlen. :mrgreen:
 
Das mag zwar idell dann schön für dich werden, aber wenn etliche Strukturen zusammenbrechen wirst du als Europäer wenig Spaß haben.

Den habe ich so auch nicht :) Sorry, denke da nicht so pessimistisch. Denke es wird viel mit den Ängsten der Menschen gespielt um den Eindruck zu vermitteln, dass es ohne EU nicht ginge. Klar sehe ich auch den Nutzen der EU, aber ich denke nicht, dass es das Ende der Welt ist, wenn wir sie nicht mehr hätten. Aus jeder Krise ist bis jetzt danach etwas stärkeres Entsprungen. In der Geschichte gab es ja schon mehrmals Krisen.
 
Das mag zwar idell dann schön für dich werden, aber wenn etliche Strukturen zusammenbrechen wirst du als Europäer wenig Spaß haben.
Kommt drauf an, ob es chaotisch oder geregelt passiert.
Es ist aber eine gute Chance die EU umzubauen und von bürokratischem Ballast zu befreien - 30000 Beamte sind z.B. nur mit dem Rauchverbot beschäftigt.
Die Euro-Krise ist in Wahrheit eine Glaubwürdigkeitskrise der Politik. Deshalb wird dieser Rettungsfonds auch nie funktionieren können.
 
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Stimmt... das dritte Reich war eine verdammt starke Ablösung der Krise damals.

Achja, wo wären wir heute ohne drittes Reich, dann könnte man es nicht immer hervorzaubern bei eigentlich jedem Thema.

Das dritte Reich war noch Teil der Krise und was ist daraus entsprungen. Ein Staat, der wohl mit am meisten geachtet wird auf dem Weltpolitischen Geschehen. Denke früher haben auch viele den Untergang Prophezeit (Ich meine nicht des Dritten Reiches, sondern von Deutschland als Staat). Aber die Zeit lässt vieles Vergehen, man darf die Fehler der Vergangenheit nur nicht vergessen und muss die Chancen daraus nutzen um sich neu aufzubauen.
 
Markt hat über die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands entschieden

Folgende News wurde am 25.06.2010 um 13:11:00 Uhr veröffentlicht:
Markt hat über die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands entschieden
Shortnews

Der Markt hat offenbar sein Urteil über die Zahlungsfähigkeit von Griechenland endgültig gefällt. Denn heute erreichten Kreditausfallversicherungen auf griechische Staatsanleihen einen neuen Rekordwert. Inzwischen müssen jährlich 1,14 Millionen Euro gezahlt werden, um sich gegen den Ausfall von Staatsanleihen im Wert von zehn Millionen Euro abzusichern. Damit scheint der Markt sein Urteil gefällt zu haben und geht von einer Zahlungsunfähigkeit von Griechenland aus. Da nützen auch die Garantien und Rettungspakete der Euro-Länder nichts.
 
Der Rettungsfonds hat nichts gebracht, die EZB hat Schrott in ihrer Bilanz und die GR-Bürokratie erklärt bald die eigenen Bürger zu Terroristen.
Wer will dort eine Insel kaufen?!

Wenn die Versicherung mehr kostet als das Ding einbringt kann man ja nur verkaufen, bzw. wer will das überhaupt kaufen. ;)
 
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