Eure Meinung zu den Studiengebühren!

Evilman64

Well-known member
ID: 185632
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24 April 2006
228
10
Hi,
ich würde mal gerne eure Meinung zu den Studiengebühren erfahren. Man sieht immer öfter im TV, dass Frauen auf den Strich gehen nur um ihre Studiengebühren zu bezahlen. Andererseits hört man immer wieder, dass in Deutschland immer mehr Akademiker gesucht werden und es in dem Bereich eine Knappheit gibt.
Wo ist da denn die Logik? Vlt kann mir das jemand von euch erklären?
Man sucht Akademiker, aber erschwert ihnen den Weg?!
Vorallem habe ich schon von einigen Freunden erfahren, dass die Unis nicht mal wissen was sie mit dem Geld machen sollen. Sie wurden in den Vorlesungen gefragt, ob jemand einen Vorschlag hat was man mit dem Geld machen kann. Da sie nicht wissen was sie mit dem Geld machen sollen.
 
Naja, ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits erschwert es den Weg zum Studium, andrerseits find ich es im allgemeinen nicht verkehrt, was dafür zu bezahlen. Mit den 500 Euro kann ich mehr oder weniger leben, bin da nicht der große Protestler. Der Staat schiebt mir schon so viel Bafög zu, dass ich da nicht einen auf "Ich will alles umsonst in den A* geschoben kriegen" machen möchte. Keine Ahnung, ich würd mich dabei irgendwo schon mies fühlen.

Kein Mensch muss auf den Strich wegen nicht mal 100 Euro im Monat. Das ist totaler Käse.
 
Kein Mensch muss auf den Strich wegen nicht mal 100 Euro im Monat. Das ist totaler Käse.

Ja? Ist es das? Klar studiert man Soziologie oder Lehramt hat man alle Zeit der Welt. Da kommts auf 10 Stunden die man pro Woche arbeiten muss nicht an. Genau so wie wenn man reiche Eltern hat die einen unterstützen können ... dann muss man nicht arbeiten. Aber such mir mal jemanden, der ne Naturwissenschaft studiert, der ne Ingenieurswissenschaft studiert der Zeit hat nebenbei zu arbeiten OHNE das sich sein Studium verlängert ... ich kenne niemanden!

Und nen "verlorenes" Semester bedeutet nen Verlust von ca. 40000 Eur. Also auch die Schätzung mit 100 Eur pro Monat war käse.

Meine Meinung zu Studiengebühren ... naja ich zahl fleißig und hab noch nix dafür gesehen.
 
Studiengebühren schön und gut. Dadurch schauen die Studenten wenigstens dass sie zeitig fertig werden. Aber 200€ oder so pro Semester hätten echt gereicht. Bei uns heißt es immer wenn die Studenten einen Vorschlag bringen "Dürfen wir nicht". So ein Käse.
Jedenfalls kann nicht jeder nebenher arbeiten und nicht alle Eltern haben genug Geld um zu Studenten zu unterstützen, nicht jeder bekommt genug Bafög. Wenn man auch noch umziehen muss und ne eigene Wohnung bezahlen muss, wirds echt schwierig. Früher konnte man in den Semesterferien arbeiten gehen und hat sich Geld zu Leben verdient. Heute geh ich arbieten und verdiene in 4 Wochen grade mal die Studiengebühren für ein Jahr!
Ich finde studieren wird duch 500€ pro Semester für Leute aus der Provinz fast schon zum Luxus. Jemand der die Uni direkt vor der Tür hat, hat meistens gut reden. Ich kenn das zu genüge "Hach, so schlimm ist das doch gar nicht". Und 100€ im Monat sind für einen Studenten, der seinen Lebensunterhalt selbst finanzieren muss, verdammt viel Geld!

Naja, ich finds jedenfalls grausig so viel Geld bezahlen zu müssen und dann zum Teil noch Lehrbauftragte oder Professoren zu haben, die absolut Null drauf haben. Manchmal frag ich mich echt was das soll!
 
Ja? Ist es das? Klar studiert man Soziologie oder Lehramt hat man alle Zeit der Welt. Da kommts auf 10 Stunden die man pro Woche arbeiten muss nicht an. Genau so wie wenn man reiche Eltern hat die einen unterstützen können ... dann muss man nicht arbeiten. Aber such mir mal jemanden, der ne Naturwissenschaft studiert, der ne Ingenieurswissenschaft studiert der Zeit hat nebenbei zu arbeiten OHNE das sich sein Studium verlängert ... ich kenne niemanden!

Und nen "verlorenes" Semester bedeutet nen Verlust von ca. 40000 Eur. Also auch die Schätzung mit 100 Eur pro Monat war käse.

Meine Meinung zu Studiengebühren ... naja ich zahl fleißig und hab noch nix dafür gesehen.

Ach komm, dann nimmt man eben nen Kredit auf. Aber auf den Strich wegen Studiengebühren ist und bleibt Käse.

Und ich studiere nicht Soziologie ;-) Und ich habe nicht gesagt, dass ich nebenher arbeite (nunja, in den Ferien arbeite ich dann schon ein bisschen).

Ein verlorenes Semester bedeutet sicher nicht 40.000 Euro. Meintest du vielleicht 4.000? Das könnt eher passen, kommt drauf an, was man reinrechnet oder gegen was man es aufrechnet. Dass du das nicht erwähnt hast, unterstreicht deine "Argumentationsweise".

Letztendlich bedeuten die Studiengebühren eben genau diese 83,33 Euro im Monat. Das ist kein Unsinn, sondern berechenbar: Rechne einfach 500 geteilt durch 6. :roll:
 
Aber such mir mal jemanden, der ne Naturwissenschaft studiert, der ne Ingenieurswissenschaft studiert der Zeit hat nebenbei zu arbeiten OHNE das sich sein Studium verlängert ... ich kenne niemanden!
Da kenn ich nen ganzen Haufen. In meinem Umfeld braucht keiner länger, weil er nebenbei arbeitet.

Man ist ja nicht gezwungen da zu studieren, wo es Studiengebühren gibt. Hier in Hessen wurden sie ja wieder abgeschafft und weißt du was? Die Leute gehen trotzdem noch nebenbei arbeiten...
 
studiengebührn sind doof


(das ist ein platzhalter, ich muss grad weg ^^ aber ich schreib dazu auch noch was.)

und der kollege da oben mit soziologie und lehramt, soll das zurücknehmen.
böse verallgemeinerungen hier :evil:



edit:

sodele. also ich muss echt sagen, dass ich mir die 500€ auf keinen fall leisten kann. wenn meine mum diese kohle net zusätzlich zu meiner miete und meinen lebenshaltungskosten bezahlen würde, könnte ich mir gar kein studium leisten. bafög krieg ich keins, also müsste ich auch wohl oder übel arbeiten.

und auf bachelor noch nen gescheiten nebenjob einschieben, ist eben alles andere als einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde die 500 Euro völlig gerechtfertigt. Ein bisschen was darf man sich die Ausbildung kosten lassen. Denke auch, dass das Geld so manche Studenten dazu bewegt das Studium zeitig abzuschließen was einen früheren Arbeitseinstieg zur Folge hat und die Kosten für die Studiengebühren so wieder wett macht.

Des Weiteren möchte ich noch eins vor Augen führen. Ich nehme im Frühjahr mein Studium an der UC San Diego wieder auf, Kostenfaktor 10.000€ pro Semester. Deutschland wäre sogar mit 2.000€ pro Semester noch ein richtiges Paradies dagegen, aber im Endeffekt muss jeder für sich entscheiden ob ihm / ihr die Kosten für die angestrebte Ausbildung wert sind.

Wer wirklich studieren will, den werden 500 Euro auch nicht davon abhalten. Die sogenannten 'Langzeitstudenten' überlegen es sich dafür aber 2x.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde die 500 Euro völlig gerechtfertigt. Ein bisschen was darf man sich die Ausbildung kosten lassen. Denke auch, dass das Geld so manche Studenten auch dazu bewegt das Studium zeitig abzuschließen.

Des Weiteren möchte ich euch noch eins vor Augen führen. Ich nehme im Frühjahr mein Studium an der UC San Diego wieder auf, Kostenfaktor 10.000€ pro Semester. Deutschland wäre sogar mit 2.000€ pro Semester noch ein richtiges Paradies dagegen, aber es muss jeder für sich entscheiden ob ihm / ihr die Kosten für die angestrebte Ausbildung wert sind.

Wer wirklich studieren will, den werden 500 Euro auch nicht davon abhalten. Die sogenannten 'Langzeitstudenten' überlegen es sich dafür aber 2x.

10.000€ pro Semester?
Also 2.000€ pro Semester wären schon utopisch o_O Welcher normale Mensch kann sich 2.000€ pro Semester leisten...
Wenn man die Schraube so hoch drehn würde, würden uns bald die Fachkräfte ausgehen. Jemand der ne Ausbildung macht verdient bereits mit 16 Geld. Ein Student frühestens mit 23. 7 Jahre später! Das sind 7 Jahre Geld verdienen die man nachholen muss. Klar man kriegt nach dem Studium etwas mehr Gehalt als einer mit normaler Ausbildung. Aber wer bitte würde studieren, wenn er alleine 12.000€ Schulden nur wegen den Studiengebühren machen muss? Dann rechnen wir noch ein paar Zinsen drauf...
Wenn man erst mit 23 Geld verdient muss man das langsam aber sicher in andere Sachen stecken (Richtung Haus, Eigentumswohnung oder Altersvorsorge) und kann nicht erstmal noch 2 Jahre oder so an den Schulden zahlen!

Angesichts der Tatsache, dass die Unis zum Teil schon um Vorschläge für die Verwendung der STudiengebühren betteln, sind 500€ einfach schon zuviel. Was würden die dann erst anstellen wenn se 2.000€ kriegen würden....
 
Aber wer bitte würde studieren, wenn er alleine 12.000€ Schulden nur wegen den Studiengebühren machen muss? Dann rechnen wir noch ein paar Zinsen drauf...
Wenn man erst mit 23 Geld verdient muss man das langsam aber sicher in andere Sachen stecken (Richtung Haus, Eigentumswohnung oder Altersvorsorge) und kann nicht erstmal noch 2 Jahre oder so an den Schulden zahlen!
Wenn ich jetzt demnächst fertig werde bin ich 28 und fange an richtig zu verdienen. Ich muß auch noch etwa 30k € zurückzahlen. Aber das hält mich doch nicht vom Studium ab. Diese Einstellung finde ich irgendwie seltsam.
 
Fein, also mal ganz langsam für alle dies scheinbar nicht so mitm Denken haben ...


Son Semester geht wie lange? Ca. 6 Monate, deswegen hat man 2 davon im Jahr genau!
6 Monate überlebt man wie? Genau, nicht durch Liebe und Luft alleine.
Und wo lebt man? Auch richtig, man braucht ne Wohnung.

und so geht das immer weiter ... am Ende des Semester findet sich ne relativ interessante Zahl wieder ... man sprich von ca. 600 Eur / Monat die man als Student braucht, wenn man keine großen Ansprüche an sein "Leben" stellt ... was ja auch nicht sein muss ... Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Trotzdem hat man am Ende ca. schon 6 * 600 Eur ausgegeben. 3600 Eur weg. Wenn man nen bisschen mehr will, sind es auch vll. schon 4 oder gar 5000.

Und 60000 Eur Einstiegsgehalt halte ich für nicht unmöglich. "Richtiger" Beruf mit abgeschlossener Promotion vorrausgesetzt.

Für alle, die das nicht anstreben ... bitte die 40000 durch ne 20000 ersetzen und mir erklären, dass selbst das nicht viel Geld ist. Wers mir glaubhaft rüberbringt ...
 
Wenn ich jetzt demnächst fertig werde bin ich 28 und fange an richtig zu verdienen. Ich muß auch noch etwa 30k € zurückzahlen. Aber das hält mich doch nicht vom Studium ab. Diese Einstellung finde ich irgendwie seltsam.

Dem kann ich nur zustimmen. Die Schulden, die man während des Studiums anhäuft kann man danach ziemlich schnell wieder abtragen und wird schon bald danach für seine Mühen entlohnt.

Eine Freundin von mir ist demnächst mit ihrem Studium in Salt Lake City fertig. Inzwischen hat sie ca. 40.000 Euro Schulden machen müssen. Allerdings hat sie eine Arbeitsstellen bei JP Morgan bekommen und ist die Schulden so wahrscheinlich ziemlich schnell wieder los.

Man muss eben immer abwägen, ob es einem die Mühen und Kosten wert sind, die durch ein Studium entstehen. Ein MBA Studium kann in den USA auch bis zu $60.000 (nur Studiengebühren) im Jahr kosten, allerdings wird man mit durchschnittlich $115.000 (+ ggf. Einstiegsprämie) als Einstiegsgehalt danach ziemlich gut belohnt.
 
Dem kann ich nur zustimmen. Die Schulden, die man während des Studiums anhäuft kann man danach ziemlich schnell wieder abtragen und wird schon bald danach für seine Mühen entlohnt.

Weil natürlich die Chance auf 'nen gutbezahlten Job nach dem Studium bei 100% Prozent liegt, gerade in der heutigen Zeit...;)
 
Studiengebühren in vernünftigem Rahmen sind okay, solange:

1.) Ausreichend Stipendien gewährt werden
2.) Die Einnahmen müssen den Unis/FHs zu Gute kommen und die müssen selbständig darüber verfügen können. So kann jede Hochschule ihr eigenes Profil entwickeln und letztendlich zielgerechter ausbilden.
3.) Ein Großteil der Studenten kommt nunmal aus einigermaßen wohlsituierten Verhältnissen (ja, es werden gleich wieder ein paar aufschreien, dass das bei ihnen nicht so ist; aber im Großen und ganzen ist das nunmal so; und es ist immer schon so gewesen). "Reiche" brauchen wir nicht noch durch ein kostenloses Studium zu subventionieren, solange sicher gestellt ist, dass jeder seine Chance hat.
4.) Wenn in D die Vorschulbildung (Kindergärten) teurer ist als ein Studium, werden falsche Prioritäten im Bildungssystem gesetzt. Chancengleichheit ist eine feine Sache, aber wie soll jemand die Chance auf eine Hochschulbildung erhalten, wenn dazu in frühester Kindheit die Grundlagen nicht dafür gelegt wurden?

Abschließend ist festzuhalten, dass das derzeitige System in D sicherlich nicht optimal ist. Geld ist nicht in unendlicher Menge vorhanden, und daher muss man sich überlegen wen oder was man fördern möchte. Die spätere Spitze der Gesellschaft, oder eher jedem ermöglichen einen anständigen Schulabschluss zu ermöglichen. Für erste Möglichkeit können wir die Studiengebühren gleich wieder abschaffen. Zweite Möglichkeit ist sicherlich nicht mit Klassenstärken von 30 oder 35 Kindern zu machen und wenn der Unterricht sowieso häufig ausfällt.
 
Kinder lernen nicht weniger, wenn sie zu 30. sind.
Nur der Lehrer hats einfacher, wenn die Klassenteiler niedriger sind... (das ham die mir im Pädagogikstudium beigebracht) :roll:

Wirklich eingehen auf einzelne Schüler kann man da ja auch nicht.

Wie will man dann Studenten aus minderen finanziellen Verhältnissen das Studium ermöglichen?

Ich persönlich bin leider kein 1,0er Student, würde also auch kaum ein Stipendium erhalten :-? könnte mir dann auch gar kein Studium mehr leisten...

da wäre ne Lösung durch Bildungskredite (zinslos und flexibles Abstottern) für mich leichter und auch sinnvoller, als n Stipendium...:-?
 
Kinder lernen nicht weniger, wenn sie zu 30. sind.
Aber wenn sie jünger sind lernen sie schneller. Es gibt doch immer die tollen Studien, wo ein Fleischer- / Bäcker- / etc. Lehrling kein Dreisatz kann. Und 16-jährige die kein richtige Deutsch können. Etc. Usw. Ich will doch nur darauf hinweisen, dass man auf der Weg zum Studium auch versuchen sollte, diesen jungen Menschen den Weg in einen anständig Beruf zu ermöglichen (das muss ja noch nicht mal ein Studium sein).

Nur der Lehrer hats einfacher, wenn die Klassenteiler niedriger sind... (das ham die mir im Pädagogikstudium beigebracht) :roll:

Wirklich eingehen auf einzelne Schüler kann man da ja auch nicht.
Genau. Und wie wir dank Pisa- und sonstigen internationalen Vergleichsstudien wissen, ist der deutsche Frontalunterricht überholt. Taugt selten was. Ich glaube das sehen wir ziemlich ähnlich.

Wie will man dann Studenten aus minderen finanziellen Verhältnissen das Studium ermöglichen?

Ich persönlich bin leider kein 1,0er Student, würde also auch kaum ein Stipendium erhalten :-? könnte mir dann auch gar kein Studium mehr leisten...

da wäre ne Lösung durch Bildungskredite (zinslos und flexibles Abstottern) für mich leichter und auch sinnvoller, als n Stipendium...:-?
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Ich finde deinen Vorschlag sogar ziemlich gut. Man könnte die Rückzahlung ja auch irgendwie an das spätere Einkommen koppeln um das Risiko für den Studenten zu senken.