Zuwanderungsstopp bedeutet ja nicht Abschiebung... Außerdem bist du ja wohl, wenn du aus den Niederlanden kommst, ja wohl kaum angesprochen, wenn es um einen Zuwanderungsstopp geht...

Kleine Korrektur: Ich bin gebürtige Tschechin. Den niederländischen Pass erhielt ich nur, weil meine Eltern aus der damaligen CSSR in die Niederlande geflohen sind und unter-18-jährige nach 3 Jahren automatisch eingebürgert wurden. Mich hat niemand gefragt, ob ich Niederländerin werden möchte und ob ich jemals wieder zurück möchte in meiner Heimat (was durch die Zwangseinbürgerung so gut wie unmöglich gemacht wurde).

Und sag mal ehrlich - meinst Du wirklich, man fühlt sich in seiner Haut überhaupt noch wohl, wenn an allen Ecken plötzlich nur noch gekräht wird, dass Ausländer wegbleiben/weggehen sollen? Meinst Du wirklich, man geht dann noch offen auf andere zu? Dann bleibt man daheim und versucht noch weniger auf zu fallen, damit bloß keiner auf die Idee kommt zu sagen, dass man ein "Asylbetrüger", "Landräuber" und weißichwas alles ist (letzten Monat hier bei Klamm sogar mehrmals erlebt). So etwas macht eine Integration dann auch nicht einfacher, wenn irgendwelche Wichtigtuer rechtspopulistische Reden von sich geben. Damit drängt man Leute nämlich in Ecken, wo sie nicht hinwollen und nicht hingehören.
 
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Alexander Dobrindt: „Die Grünen mit ihrem gestörten Verhältnis zu christlichen Werten und zur deutschen Leitkultur tragen gehörige Mitschuld daran, dass wir eine Million Integrationsverweigerer in Deutschland haben“
Ein Glück für die CSU, das es Migranten und die (erfolgreichen) Grünen gibt. Wenn man schon keine Inhalte und Lösungen zu bieten, kann man sich mittels populistischen Äußerungen wenigsten an denen profilieren. Bekommt man zwar hauptsächlich Beifall vom rechten Rand, aber dem Klientel war man ja schon immer traditionell zugewandt.
 
Zuwanderungsstopp bedeutet ja nicht Abschiebung...

In den Niederlanden machen sie es schon richtig und kürzen Mittel für integrative Maßnahmen... Laut neuen Koalitionsvertrag müssen Sprachkurse jetzt selbst bezahlt werden und bei Nichtbestehen kann die Aufenthaltgenehmigung entzogen werden.

Und es geht alles schön an den Problemen vorbei.

Sowohl die Holländer wie auch wir haben kein Problem mit Zuwanderern, sondern mit Leute, die teilweise in dritter bzw. vierter Generation hier leben.

Wie willst Du jemandem ne Aufenthaltsgenehmigung entziehen, der gar keine hat, weil deutscher Staatsbürger?

Glaubst Du echt, die ca. 30.000 Türken die letztes Jahr in die BRD kamen, sind das Problem?
Leute die Sprachkenntnisse und einen wirtschaftlichen Nachweis erbringen müssen, dass sie hier nicht von Hartz IV leben müssen?

Ich glaube, 58% der Zuwanderer kamen alleine aus der EU, dazu die anderen europäischen Staaten, Nordamerika, Asien...

Die Zuwanderer die Seehofer als Problem nennt, existieren gar nicht.

gruss kelle!
 
Glaubst Du echt, die ca. 30.000 Türken die letztes Jahr in die BRD kamen, sind

Nein... Diejenigen, die in der 3. Generation bei uns leben und sich noch immer nicht integriert haben sind das Problem... Kann mir mal überhaupt jemand erklären, warum "Ausländer" (also Menschen ohne deutschen Pass) genauso viel Sozialhilfe bekommen wie Deutsche? Das finde ich merkwürdig... Im eigenen Land sollten wohl die Bedürfnisse der eigenen Bürger vorangestellt werden... Da sollte man mal lieber das Existenzminimum an dem Existenzminimum des Herkunfslandes anpassen... Dann wäre es auch finanziell nicht mehr rentabel nach Deutschland in die Sozialkassen per Heirat zu ziehen.

Warum wird denn überhaupt eine Aufenthaltsgenehmigung von nicht Deutschen erteilt/verlängert, wenn sie der Gesellschaft nicht nützen? Deutschland ist doch nicht das Weltsozialamt das für irgendwelche Menschen außer den deutschen Einwohnhern verantwortlich ist... Und hier ein wenig OT: Daher empfinde ich gut, dass Dirk Niebel das Entwicklungsministerium als verlängerten Arm des Wirtschaftsressorts begreift und endlich auch eigene Vorteile bei der Entwicklungshilfe in den Vordergrund stellt.

Und mit Integration verstehe ich: Bart ab, Mütze auf, Bierchen trinken und genüssliche Schweinebraten vertilgen... Wenn sich einer mit 10 cm langen Mohammed-Gedächtnis-Bart beschwert, dass er in Deutschland nicht mit offenen Armen empfangen wird, dann sollte er vielleicht umdenken... Das Spiel "Deutschland - Türkei" lässt tief blicken... Sobald sich ein Türke entscheidet für Deutschland zu spielen (sei es auch nur aus finanziellen Gründen) wird er als Vaterlandsverräter abgestempelt... Da sieht man doch, dass das Verschwinden der Abgrenzung zum normalen Michel gar nicht gewünscht ist.
Ich glaube, 58% der Zuwanderer kamen alleine aus der EU, dazu die anderen europäischen Staaten, Nordamerika, Asien...

Gegen Zuwanderung die Deutschland finanziell nützt ist doch niemand... Ich bin sogar dafür, dass die Zuwanderung von Akademikern stark gefördert wird... Ich könnte mir 50 000 Euro für die Anwerbung von Fachleuten vorstellen und die Befreiung von Sozialabgaben... Eben auch Sarrazin-like würde ich Prämien für Kinder in Akademiker-Familien zahlen, denn die sorgen alleine für eine gute Bildung ihrer Kinder... Aber das ist ein anderes Thema... ;)


@grüne Heuchler: Nach einer repräsentativen Umfrage finden knapp 70% der Deutschen, dass der Islam nicht zu Deutschland passt... Wie wärs mit ein paar Volksentscheiden zu dem Thema? Oder nur dann, wenn bei wohlstandsverwöhnten Lehrern und Rentnern (also Menschen ohne echte Sorgen... Klimawandel lässt grüßen) Stimmen zu holen sind?
 
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Und mit Integration verstehe ich: Bart ab, Mütze auf, Bierchen trinken und genüssliche Schweinebraten vertilgen...

Das ist Assimilation, nicht Integration. Man kann niemanden zwingen Schweinefleisch zu essen. Genau so, wie man keinen Inder bzw. Hindu zwingen darf, Rindfleisch zu essen... Was Du forderst, wurde schon mehrmals versucht und ging immer gründlich in die Hose. Siehe Kanada und den Umgang mit den Kindern der sog. First Nations (von etwa 1850 bis 1980) oder Australiens Umgang mit den Aborigines (Stichwort Gestohlene Generationen). Das einzige, was dabei rauskam, war gegenseitiger Hass, Traumatisierung und absolute Integrationsverweigerung - von beiden Seiten und das bis heute.

Integration bedeutet unter anderem, dass man die Sprache des Landes lernt, sich mit den sozialen und juristischen regeln auseinander setzt und diese befolgt, am gesellschaftlichen Leben und an sozialen Aktivitäten teilnimmt. Dazu gehört aber nicht, dass man Schweinefleisch isst, wenn man Jude/Moslem ist oder den Weihnachtsbaum aufstellt, wenn man Hindu ist.
 
Kann mir mal überhaupt jemand erklären, warum "Ausländer" (also Menschen ohne deutschen Pass) genauso viel Sozialhilfe bekommen wie Deutsche? Das finde ich merkwürdig...

Warum wird wohl Justizia mit verbundenen Augen dargestellt?
Weil in einem Rechtsstaat gleiches Recht für alle gilt.

Dann wäre es auch finanziell nicht mehr rentabel nach Deutschland in die Sozialkassen per Heirat zu ziehen.

Familienzusammenzug geht inzwischen nur noch, wenn das wirtschaftlich abgesichert ist.
Gibt entsprechende Urteile.

Warum wird denn überhaupt eine Aufenthaltsgenehmigung von nicht Deutschen erteilt/verlängert, wenn sie der Gesellschaft nicht nützen?

Weil vor allem CDU/CSU sich jahrzehnte lang weigerten, Deutschland als Einwanderungsland anzuerkennen, und demzufolge keinerlei Handlungsmotivation sahen.
So nach dem Motto "Irgendwann fahren die wieder nach Hause."

Und mit Integration verstehe ich: Bart ab, Mütze auf, Bierchen trinken und genüssliche Schweinebraten vertilgen...

Ah.
Leitkultur = Saufen&Fressen.
Dass es da Integrationsunwillige gibt, ist allein schon medizinisch erklärbar.

Wenn sich einer mit 10 cm langen Mohammed-Gedächtnis-Bart beschwert, dass er in Deutschland nicht mit offenen Armen empfangen wird, dann sollte er vielleicht umdenken...

Glück gehabt.
Mein 18 cm Bart ist nicht religionsbezogen, ich darf ihn dran lassen.

Was für ein Schwachsinn!!!

Sobald sich ein Türke entscheidet für Deutschland zu spielen (sei es auch nur aus finanziellen Gründen) wird er als Vaterlandsverräter abgestempelt... Da sieht man doch, dass das Verschwinden der Abgrenzung zum normalen Michel gar nicht gewünscht ist.

Wie war das nochmal, als Lehmann von Schalke über Mailand nach Dortmund ging?
Pfeifkonzerte ohne Ende, aber nix für Ungut.

Ich bin sogar dafür, dass die Zuwanderung von Akademikern stark gefördert wird...

Ahja, und warum bringt Seehofer eine Unterscheidung nach Land/Region ins Spiel, nicht die Qualifikation der Zuwanderer?

@grüne Heuchler: Nach einer repräsentativen Umfrage finden knapp 70% der Deutschen, dass der Islam nicht zu Deutschland passt... Wie wärs mit ein paar Volksentscheiden zu dem Thema? Oder nur dann, wenn bei wohlstandsverwöhnten Lehrern und Rentnern (also Menschen ohne echte Sorgen... Klimawandel lässt grüßen) Stimmen zu holen sind?

Ja und?
Die meisten Gegner stammen bestimmt vom Land, die nichtmal nen Moslem vom sehen her kennen.
Wie in der Schweiz, da wo Minarette standen, war die Ablehnung deutlich geringer, als in Kantonen ohne spürbare muslimische Einwohnerschaft.

gruss kelle!
 
Ja und?
Die meisten Gegner stammen bestimmt vom Land, die nichtmal nen Moslem vom sehen her kennen.
Wie in der Schweiz, da wo Minarette standen, war die Ablehnung deutlich geringer, als in Kantonen ohne spürbare muslimische Einwohnerschaft.

Sorry, aber wodurch kommt das denn? Wenn ich in Marxloh, da wo eine Moschee steht, eine Umfrage mache ob die Anwohner etas gegen diese haben, werde ich natürlich viel Zustimmung für die Moschee finden, weil einfach überwiegend Türken da wohnen. Würde ich nur die Deutschen in diesem Gebiet fragen, dann würde ich sicherlich sogar überdurschnittlich viele finden, die dagegen sind.

Und das ist bei jeglicher dieser Umfragen so, wieso die MultiKulti-Bezirke toleranter wirken. Man fragt einfach mehr eigene Leute und nicht die Deutschen oder in deinem Fall die Schweizer...
 
Sorry, aber wodurch kommt das denn? Wenn ich in Marxloh, da wo eine Moschee steht, eine Umfrage mache ob die Anwohner etas gegen diese haben, werde ich natürlich viel Zustimmung für die Moschee finden, weil einfach überwiegend Türken da wohnen. Würde ich nur die Deutschen in diesem Gebiet fragen, dann würde ich sicherlich sogar überdurschnittlich viele finden, die dagegen sind.

An der Theorie stimmt eins nicht.
Demzufolge müsste man von Gebieten, wo es keine bis wenige Moslems gibt, eine hohe Ablehnung eines Verbotes erwarten, weil es ja dort keine Probleme gibt.

gruss kelle!
 
Andere Länder suchen sich ihre Zuwanderer auch aus und lassen nicht jeden ins Land.
Seehofer hat da eigentlich nichts Neues gesagt.
 
Und ich würde fast darauf Wetten, dass sich die Nachfahren in der dritten Generation vom türkischen Dilp. Ing. immernoch als Türken fühlen und die westeuropäischen Gastarbeiter wie Deutsche.

Die Wette würdest Du aber verlieren.
Aber sowas von hochkant :mrgreen:

Der Grund, seine Identität über die Nationalität oder die Abstammung festzumachen, dürfte für viele Leute der gleiche sein.
Man hat sonst nix im Leben erreicht, da bleibt einem nix anderes.

Guck Dir doch mal die aufrechten Deutschen an.
Hauptschulabschluss und schlechter, aber der deutschen Nation zugehörig...

gruss kelle!
 
Guck Dir doch mal die aufrechten Deutschen an.
Hauptschulabschluss und schlechter, aber der deutschen Nation zugehörig...

Denkst du nicht, dass das nur ein Klischee ist? Kenne schon einige "aufrechte" Deutsche, wie du sie nennst. Davon haben ca 80% Studium, der Rest steht zumindest mit beiden Beinen im Leben und haben anständige Jobs.

Ich glaube du meinst die Ausländer hassenden Skins, welche ja nicht mit Nationalen gleichzusetzen sind.
 
Und ich würde fast darauf Wetten, dass sich die Nachfahren in der dritten Generation vom türkischen Dilp. Ing. immernoch als Türken fühlen und die westeuropäischen Gastarbeiter wie Deutsche.
Kein Wunder, schließlich werden sie von vielen noch als Türken gesehen und entsprechend behandelt, obwohl sie Deutsche sind.

Ich versteh aber auch nicht so richtig, warum das ein Problem sein soll. Man muß mE kein Deutscher sein, erst recht nicht muß man sich als Deutscher fühlen/verstehen, um gut integriert zu sein.
 

Dann muss man sich eben um geförderte und geforderte Rückkehr von Türken sorgen, die den deutschen Pass nicht besitzen und hier keine Arbeit haben... Das ist doch eingentlich eine Selbstverständlichkeit... Was soll denn diese Alimentierung von Arbeitslosigkeit von Menschen, die keinen deutschen Pass haben?! Den Sinn kann mir doch keiner erklären... Solange es genug deutsche Arbeitslose braucht, muss man sich nicht staatlich ein Reservoir von Ungelernten finanzieren... Davon wird man in der Zukunft immer weniger brauchen...

Im Hinblick auf die Integration gilt laut Studie, dass diese bei jungen Muslimen umso niedriger ausfällt, je stärker sie im Islam verankert sind. Die nicht-religiösen unter ihnen haben zu 43,8 Prozent deutsche Freunde, sehr religiöse Muslime nur zu 21,6 Prozent. Nicht religiös gebundene islamische Migranten betrachten sich zu 49 Prozent als deutsch, sehr religiöse nur zu 15,5 Prozent – und dies obwohl sie zu 84,8 Prozent in Deutschland geboren sind.

Bei christlichen Jugendlichen ist die Wechselwirkung zwischen Religion und Integration viel schwächer ausgeprägt und fällt zudem teilweise positiv aus.

https://www.welt.de/politik/deutsch...utsche-wollen-nicht-neben-Tuerken-wohnen.html

Naja, man sollte diesen Jugendlichen schon ein bisschen entgegenkommen... Zum Beispiel, dass kein Schweinefleisch mehr in Schulen ausgegeben wird... Natürlich für alle... Das nenne ich doch dann mal geglückte Integration der deutschen Bevölkerung... Dazu Der Schnitzelkrieg... Vielleicht könnte man die netten Muslime besänftigen, wenn die Lehrerinnen nur noch verschleiert rumlaufen... :)

So ein Theater habe ich noch nicht von Juden gehört, die in Deutschland leben...