News CSU fordert Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen

BuddyJesus schrieb:
[...] Icb beiße mich nicht am Kopftuch fest. Ich erlaube Kreuz UND Kopftuch.
Also von "politisch korrekten" Religionen. Wie sieht es mit Religionen aus, Du vielleicht noch gar nicht kennst? Religionen aus Afrika, Südamerika, Australien, Grönland, sonstwo?

Oder sollen nur Christentum und Islam erlaubt sein? Klingt nicht nach Religionsfreiheit, oder? Also alle zulassen. Ok, dann jeden Morgen ein Huhn schlachten und nachmittags kleine Püppchen basteln. Und da ich der Begründer der Schniedelwutz-Religion bin, habe ich natürlich überhaupt kein Verständnis dafür, dass sich jemand durch meinen wirklich strammen Riemen mehr belästigt fühlen könnte, als durch ein Kopftuch oder ein Kreuz. So poche ich auf meine Religionsfreiheit. Schließlich ist mein Pullermann ein Zeichen meiner Potenz und Fruchtbarkeit und damit ehre ich meine Götter. Mittags isst der Physiklehrer erstmal ein Teil seines gestern verstorbenen Großvaters, denn der ist Kannibale und will die Stärke und Weisheit seines Großvaters in sich aufnehmen.

Hey, was in einem Land praktiziert wird, ist in einem anderen anstößig oder sogar strafbar. So ist das nunmal. Und bevor es tausende Gerichtsprozesse gibt, wer nun was zeigen und machen darf, will ich es nur ganz einfach: Verbot für alle für die Zeit ihrer Arbeit. Was zuhause passiert, steht auf einem anderen Blatt Papier und hat hier mit dem Thema nix zu tun. Das spart viel Kosten (Gerichte) und Zeit (Prozesse) und ist überdies eine absolut gerechte Lösung.

Gruß,
Photon
 
Kelle schrieb:
Wie kommst Du darauf dass die Türkei Heimatland des Islams sei?
Ich weiß nicht ob sie es wussten, aber nicht jeder Türke ist Moslem, und nicht alle Moslems kommen aus der Türkei.
Zuerstmal habe ich nirgends behauptet, dass die Türkei das Heimatland des Islams ist. Das Land musst halt nur deswegen als Beispiel herhalten, weil ich dort wusste, dass das Tragen von Kopftüchern in diesem Zusammenhang verboten ist (ok, ich dachte auch, dass die gute Frau vorm BVerfG aus der Türkei kam).
Zum zweiten Satz: Mir ist schon bewusst, dass der Islam mit zu den größten Religionen gehört und daher nicht nur aus einem Land kommen kann. Aber lt. Wiki sieht es sowieso in der Türkei etwa folgendermaßen aus: Nach offiziellen Statistiken sind 99,8 % der türkischen Bevölkerung Muslime.
Und das heißt schon erstmal, dass so ziemlich jeder Türke dem Islam angehört (da ist Deutschland richtig schlecht dran, mit gerade mal ca. 2/3 Christen).

Im Endeffekt wird die Diskussion nicht viel bringen. Wenn man sich mal https://de.wikipedia.org/wiki/Kopftuchstreit durchliest, gibt es eh schon in 8 Bundesländern ein entsprechendes Verbot (wobei ich glaube, die restlichen ziehen bald nach). Und das Stuttgarter Gerichtsurteil bezieht sich auch nur auf eingestellte Lehrerinnen und nicht auf neue.
Außerdem wird auch immer wieder gern zitiert, dass der Staat sich in Bezug auf Religion neutral verhalten soll. Nur wie soll das gehen, wenn die Personen, die das Ganze repräsentieren, sich nicht neutral verhalten.

Und ich würde gerne mal in einer Bank eine Angestellte sehen, die so etwas trägt.

anddie
 
Photon schrieb:
Die Trennung von Religion und Staat. Entweder man trennt, oder man lässt es sein.
Man läßt es scheinbar:
Bin mir nicht sicher, ob bei allen Ministern, aber was wurde für ein Aufhebens gemacht, als uns Gerd bei seinem Eid nicht Gott erwähnte. Der Staat sammelt für die Kirche das Geld (Kirchensteuer) ein. CDU und CSU. Religionsunterricht (erinnert sei an die Aufregung wegen Werteunterricht in B/BRB). Kreuze in staatlichen Einrichtungen wurden ja bereits erwähnt.

Die Aufregung versteh ich immer noch nicht. Ohne Kopftuch = keinen Einfluß!? Wieviel Lehrerinnen betrifft es denn? An welchen Schulen unterrichten sie? Sitzt eine Mitschülerin mit Kopftuch da, gibt's da keinen Einfluß?
Das mit dem Einfluß ist doch eh ein schwachsinniges Argument. Neutralität kann's garnicht geben. Manch Schüler mag es nicht glauben, aber Lehrer sind auch nur Menschen, die Kinder/Jugendliche prägen. Manchmal sieht ein Schüler seine Lehrer öfters als die Eltern. Ausgebildete Pädagogen werden wohl in der Mehrheit ehern 'nen juten als 'nen schlechten Einfluß haben.
 
Ich finde, meine Mutter sollte als Lehrerin selber entscheiden dürfen, was sie im Unterricht anzieht. Ihre Schüler tun das doch auch. Und wenn sie mit Kopftuch gehen will, dann soll sie mit Kopftuch gehen.

Marty
 
perlini schrieb:
Man läßt es scheinbar:[...]
Damit hast Du recht. Dann wird es höchste Zeit, dass dahingehend eine Trennung erfolgt!

Es geht vor allem nicht um Unparteilichkeit der Person Lehrer, sondern des Amtes Lehrer. Welchem Glauben sich ein Lehrer privat ergibt, ist ihm überlassen und geht (außer eventuell den Staatsanwalt) niemanden etwas an. Aber während er Lehrer ist, hat er sich an Regeln zu halten oder sich zum Flaschesortierer umschulen lassen - da interessiert es wahrscheinlich niemanden.

In dem Sinne: Auch für eine Einführung von Schuluniformen.

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
In dem Sinne: Auch für eine Einführung von Schuluniformen.

Da bin ich auch dafür, in England sind die Erfahrungen sehr gut. Der soziale Neid, der hierzulande unter den Kiddis herscht, ist ja grausam. Dieses Phänomen gibt es in England nicht, die Aggressionen unter den Schülern hat nachweislich nachgelassen.

Und die Jungs und vor allen Dingen Mädels müssten sich nicht jeden morgen fragen, was sie anziehen sollen...

Ich kann aber keinen Zusammenhang mit dem Threadtitel finden. Weil dann wären wir beim Thema, ob es auch Uniformen für Lehrer geben soll und Nonnen ihre Tracht tragen dürfen. ;)
 
bennsenson schrieb:
Bin ich auch für
Ich bin dagegen... Wie soll man sich sonst abheben und seine Individualität betonen? Schuluniformen erinnern mich zu sehr an schlimme Zeiten... :roll:

Aber für mich hat ein Kopftuch an sich nichts in einer deutschen Schule zu suchen, da viele Mädchen doch von Geburt an gezwungen werden dieses zu tragen und somit sowieso keine eigene Entscheidungsfreiheit besaßen, ob sie ein Kopftuch tragen wollen oder nicht... Müssen diese Mädchen jetzt in der Schule kein Kopftuch tragen, haben sie es vielleicht leichter auch woanders keines tragen zu müssen...


Für mich ist es eben eine nicht öffentlich benannte Tatsache, dass das Christentum Staatsreligion ist... Und das ist auch gut so... :mrgreen:
 
phip schrieb:
Ich bin dagegen... Wie soll man sich sonst abheben und seine Individualität betonen? Schuluniformen erinnern mich zu sehr an schlimme Zeiten... :roll:

Du hast mein Argument nicht verstanden, denke ich. Klar, ich wäre als Schüler auch strikt gegen eine Schuluniform gewesen. Seit ich mal einen Bericht
darüber gelesen habe, denke ich anders.

Aber der Vergleich mit den "schlimmen Zeiten" hinkt gewaltig meiner Meinung nach.

Aber für mich hat ein Kopftuch an sich nichts in einer deutschen Schule zu suchen, da viele Mädchen doch von Geburt an gezwungen werden dieses zu tragen und somit sowieso keine eigene Entscheidungsfreiheit besaßen, ob sie ein Kopftuch tragen wollen oder nicht... Müssen diese Mädchen jetzt in der Schule kein Kopftuch tragen, haben sie es vielleicht leichter auch woanders keines tragen zu müssen...
Du weisst aber schon, um was es hier eigentlich geht? Geht es hier um die Pflicht in einigen Ländern, dass Frauen Kopftücher tragen dürfen oder um das Recht von Lehrerinen, Köpftücher zu tragen, wenn sie dies aufgrund iherer Religion möchten?

Für mich ist es eben eine nicht öffentlich benannte Tatsache, dass das Christentum Staatsreligion ist... Und das ist auch gut so... :mrgreen:
Ähm? Da empfehle ich dir mal dringend, Artikel 140 des Grundgesetz zu lesen und vor allen Dingen auch zu verinnerlichen. Ich möchte doch nicht von dir denken, dass du ein "Verfassungsfeind" bist.

Wobei die Trennung von Kirche und Staat in D eher Wischiwaschi ist, Frankreich und die Türkei sind da wesentlich konsequenter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bad_Boy schrieb:
Aber der Vergleich mit den "schlimmen Zeiten" hinkt gewaltig meiner Meinung nach.
so gewaltig nun auch nicht... individualität zur verbesserung der gesellschaft aufheben ist nie gut.
 
noone schrieb:
so gewaltig nun auch nicht... individualität zur verbesserung der gesellschaft aufheben ist nie gut.

Schuluniformen mit einer Zwangsmitgliedschaft z.B. in der HJ zu vergleichen finde ich, gelinde gesagt, völlig daneben.

Es mag ein Für und Wider geben, ohne Frage. Wie bereits geschrieben, als Schüler wäre ich auch dagegen gewesen. Die Argumente Für und Wider sind übrigens bei Wickipedia aufgeführt, auch der eher unsägliche Vergleich mit der Nazizeit.

In den deutschen Schulen, die dies "probieren", gibt es übrigens keine Schuluniform (in GB sieht das schon fast so aus), sondern Schulkleidung.

Aber back to topic.
 
phip schrieb:
Aber für mich hat ein Kopftuch an sich nichts in einer deutschen Schule zu suchen, da viele Mädchen doch von Geburt an gezwungen werden dieses zu tragen und somit sowieso keine eigene Entscheidungsfreiheit besaßen, ob sie ein Kopftuch tragen wollen oder nicht... Müssen diese Mädchen jetzt in der Schule kein Kopftuch tragen, haben sie es vielleicht leichter auch woanders keines tragen zu müssen...

Tja das ist ein wichtiger Punkt. In einer detaillierten Radiosendung, wo eine Stunde lang das für und wider der "Kopftuch-Frage" diskutiert wurde, hat man es am Ende den "Kampf um die Bedeutung des Kopftuchs" genannt. Dass diese Kopfbedeckung - in der Geschichte wie auch heute - im Islam kein einheitliches Phänomen ist und sowohl auf Bedeutung wie Verschleierungsgrad bezogen extrem unterschiedlich ist, dürfte bekannt sein.

Wiewohl es wahr ist, dass auch heute bei in Deutschland lebenden Muslimen viele Frauen in der Familie immernoch unterdrückt werden, und hier das Kopftuch durchaus ein Zeichen dieser Unterdrückung sein kann, so ist dies aber nicht davon zu trennen, dass das Kopftuch bei vielen dieser Frauen - und natürlich bei vielen nicht unterdrückten Frauen ein Zeichen ihrer persönlichen Religiösität ist, über das man nicht einfach hinwegwischen kann! Ich finde das sogar mutig, wenn man bedenkt, in welche Ecke man von der Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler dadurch oft gedrängt wird.

Die negative Stigmatisierung, die türkische Frauen mit Kopftuch oft in eine Ecke drängt, kann durch muslimische Lehrerinnen mit Kopftuch zwar nicht gänzlich aufgehoben werden, es kann jedoch zu einer stärkeren Differenzierungsfähigkeit von Jugendlichen führen, indem sie lernen, Religiösität nicht pauschal mit sozialem Zwang oder sogar Islamismus zu vermengen. Dadurch wird auch erreicht, dass der Dialog mit muslimischen Mitmenschen nicht imemr nur auf Stereotypen basiert, sondern das man sich wirklich annähert, sich für den anderen interessiert.

Wer im friedlichen Dialog über sein eigenes Kopftuch diskutiert, und dabei merkt, dass einem niemand den Glauben streitig machen will, aber trotzdem darauf aufmerksam gemacht wird, dass in unserem Land das Tragen dieses Kopftuches auch anders interpretiert wird und es keine gesellschaftliche Pflicht sein darf, es zu tragen: DANN kommt vielleicht auch bei unterdrückten Frauen ein Denkprozess in Gang, der in dieser friedlichen Atmosphäre den Weg aus dieser Unterdrückung heraus ermöglicht. Eine ablehnende Stigmatisierung und eine Verbannung/Tabuisierung fördert nur Unverständnis, Ablehnung und das führt zu Isolation, und die führt zu jarnüscht!

Durch ein Kopftuchverbot würde dem Kopftuch jegliche Chance geraubt, durch liberale und an westlich-freiheitlichen Werten orientierte Musliminnen (andere werden wohl nur schwerlich Studium und Refrendariat durchlaufen) ein differenziertes Image zu bekommen, was eigentlich allen helfen kann. Das ist natürlich jetzt wie ein Plädoyer pro Kopftuch in Schulen, aber nur, wenn die christlichen Symbole bleiben dürfen. Eine Schule ganz ohne religiöse Symbole ist für mich eine gleichwertige vielleicht sogar bessere Lösung.
 
Kelle schrieb:
Wie wäre es dann mit einem stadtbekannten Schwulen?
Hö?

Bei dem endet es? Komme ich aus der Gefriertruhe und haben Schwule mittlerweile eine eigene Religion? Und tragen sie diese Religion der heiligen Schwulette nach außen? Oder beziehst Du es auf die Regenbogenfahne? Oder sind alle Kopftuchträger schwul/lesbisch?

Fragen über Fragen... Ehrlich, keine Ahnung, was Du mir/uns damit sagen wolltest...

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Hö?

Bei dem endet es? Komme ich aus der Gefriertruhe und haben Schwule mittlerweile eine eigene Religion? Und tragen sie diese Religion der heiligen Schwulette nach außen? Oder beziehst Du es auf die Regenbogenfahne? Oder sind alle Kopftuchträger schwul/lesbisch?

Fragen über Fragen... Ehrlich, keine Ahnung, was Du mir/uns damit sagen wolltest...

Gruß,
Photon

Vielleicht eine Anspielung auf Deinen Hang dazu, fast in jedem Post dieses Threads das Heraushängen Deines Pimmels zu thematisieren :biggrin:
 
Photon schrieb:
Fragen über Fragen... Ehrlich, keine Ahnung, was Du mir/uns damit sagen wolltest...

Wenn Leute meinen, ein offenes Religionsbekenntnis, welches nicht zur "Standard"religion passt, wäre eine Einflussnahme/Beeinflussung von Kindern, was wird dann aus Lehrern, die nicht standardheterosexuell sind? Ist das auch eine Beeinflussung von Kindern?

Ich denke ja, weil es ist ja nicht normal.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Wenn Leute meinen, ein offenes Religionsbekenntnis, welches nicht zur "Standard"religion passt, wäre eine Einflussnahme/Beeinflussung von Kindern, was wird dann aus Lehrern, die nicht standardheterosexuell sind? Ist das auch eine Beeinflussung von Kindern?

Ich denke ja, weil es ist ja nicht normal.
Ach das meinst Du. Naja, einer meiner Lehrer in der Schule war auch schwul. Trotzdem bin ich nicht schwul geworden, warum auch? Hetero-/Homo-/Bisexualität ist ja keine Erziehungs- oder Meinungssache, sondern schlicht und ergreifend genetisch. Kann mich nicht erinnern jemals davon etwas gehört zu haben, dass Religionen auch genetisch bedingt sind. Habe ebenfalls auch noch nie davon gehört, dass ein Schwuler zur Hete "konvertiert" hätte.

Also: Doofer Vergleich.

EDIT:
bennsenson schrieb:
Vielleicht eine Anspielung auf Deinen Hang dazu, fast in jedem Post dieses Threads das Heraushängen Deines Pimmels zu thematisieren
Sei nicht so frech! Erstens beleidigst Du damit meine Götter und den heiligen Sankt Schniedelwutz, und zweitens habe ich jetzt so viel Angst bekommen, dass ich glatt die Arschbacken fest zusammenkneifen muss...

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
Photon schrieb:
Ach das meinst Du. Naja, einer meiner Lehrer in der Schule war auch schwul. Trotzdem bin ich nicht schwul geworden, warum auch? Hetero-/Homo-/Bisexualität ist ja keine Erziehungs- oder Meinungssache, sondern schlicht und ergreifend genetisch. Kann mich nicht erinnern jemals davon etwas gehört zu haben, dass Religionen auch genetisch bedingt sind. Habe ebenfalls auch noch nie davon gehört, dass ein Schwuler zur Hete "konvertiert" hätte.

Also: Doofer Vergleich.

Ich finde den Vergleich treffend. Schüler, die von einer muslimischen Lehrerin unterrichtet werden, werden auch nicht Moslems, und das Homosexualität genetisch bedingt ist, kann wohl aus wissenschaftlicher Sicht auch so nicht stehen bleiben. Die Ansicht vieler Ärzte und Psychologen zum Thema Homosexualität ist auch, dass Identifikationsprozesse in Kindheit und Jugend ein Faktor zur Entwicklung dieser Neigung sein können, also wäre die Schule dafür ein idealer Ort (nach dieser Vorbild-Argumentation!).
 
Ich zitier mal aus wiki...

"Homosexuelle LehrerInnen und JugendleiterInnen werden wegen unterstellter Beeinflussung der Kinder in einigen Fällen mit erheblichem Druck abgelehnt."

Soviel dazu.

Wir leben angeblich in einem freien demokratischen Land.
Warum darf man dann als Person nicht offen zu seinen Einstellungen stehen?

Ist etwas nicht normal, wird es mit dem Pseudoargument der möglichen (negativen) Beeinflussung abgelehnt.

Faktisch kommen solche Ablehnungen immer von oben, nie von unten, sprich in dem Falle nicht von den Schülern die sich konkret beeinflusst/benachteiligt fühlen, sondern von irgendwelchen Sesselfurzen, die meinen, das könnte ja evtl. Einfluss nehmen, was aber nicht zu beweisen ist.

Religionsfreiheit bedeutet für mich nicht nur, dass man seine Religion frei wählen darf, sondern auch, dass man frei und offen dazu stehen darf.

gruss kelle!
 
bennsenson schrieb:
Ich finde den Vergleich treffend. Schüler, die von einer muslimischen Lehrerin unterrichtet werden, werden auch nicht Moslems,[...]
Nee, Du hast es noch nicht verstanden. Es geht hier nicht explizit um Moslems/Christen. Es geht prinzipiell darum, ob wir das Zurschaustellen von Religionen an staatlichen Einrichtungen (in diesem Fall: Schulen) grundsätzlich erlauben sollten oder nicht. Ist mir auch klar, dass ein Kopftuch keinen Selbstmordattentäter und ein Kreuz noch keinen Inquisitor machen.

Meiner Ansicht nach trennen (oder sollten) wir Religion vom Staat, damit überhaupt erst eine Religionsfreiheit möglich ist. Demzufolge haben religöse Symbole nichts in staatlichen Einrichtungen zu suchen. Vielleicht eine Ausnahme sollte es geben: Ein Religionslehrer. Dessen Aufgabe ist es ja, seine Religion den Schülern näher zu bringen. Ansonsten bin ich für eine Schuluniform, und auch für eine Kleiderordnung für Lehrer.

Und achja - das "tolle" Argument, eine Schuluniform würde jemanden in seiner Freiheit beschneiden: Vielleicht sollten die betreffenden Personen erstmal arbeiten gehen. Dann werden sie ganz schnell feststellen, dass in den allermeisten Berufen irgendeine Form von Kleiderordnung existiert. Wenn die sich erfolgreich mit ihrem Chef angelegt und ihr "Recht auf freie Wahl der Kleidung" durchgedrückt haben, können sie gerne weiterdiskutieren. Bis dahin - naja, erstmal groß werden...

Gruß,
Photon