News CSU fordert Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen

Photon schrieb:
... denn fremde (oder eben fremdländische) religöse Symbole können durchaus für einzelne Gruppen uniformierend und damit ausgrenzend für das Gros der Schüler wirken.

Ausgrenzung basiert auf der Andersartigkeit von Personen.
Alles was nicht normal ist, führt bei diversen Leuten dazu, dass sie mit anderen nix zu tun haben wollen.

Fangfrage:
Wer wird wohl mehr ausgegrenzt:
Ein muslimisches Mädel mit Kopftuch, oder ein türkischstämmiges Mädel ohne Kopftuch?

Wird jemand ein Mädel mit Kopftuch ausgrenzen, so wird dieser auch ein Mädel ohne Kopftuch ausgrenzen, wenn es nicht deutsch ausschaut.

Und da nun locker 99% der potentiellen Kopftuchträgerinnen nicht deutsch ausschauen, ist es imho egal, ob sie wegen ihrer Herkunft/Abstammung ausgegrenzt werden oder wegen dem Kopftuch.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
[...]
Fangfrage:
Wer wird wohl mehr ausgegrenzt:
Ein muslimisches Mädel mit Kopftuch, oder ein türkischstämmiges Mädel ohne Kopftuch?
[...]
Hmm, Befreiungsantwort:
Wie sieht ein türkisches Mädel aus? Dunkle Haare? Braune Haut? Braune Augen? Da kenne ich einige dieser Sorte, die aber genauso deutsch wie Paul von Hindenburg sind.

Liegt vielleicht doch an der Kleidung? Oder an der Unkenntnis der deutschen Sprache?

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Hmm, Befreiungsantwort:
Wie sieht ein türkisches Mädel aus?

Normalerweise nicht so, wie ein deutsches Mädel...
Dunklere Haut und Augen, andere Gesichts"form", dunklere Haare...

Photon schrieb:
Dunkle Haare? Braune Haut? Braune Augen? Da kenne ich einige dieser Sorte, die aber genauso deutsch wie Paul von Hindenburg sind.

Klar gibts die.
Aber im Gegensatz zu einer polnisch-stämmigen Hindenburg-Deutschen fallen sie immer auf, weil sie nicht der mitteleuropäische Menschentyp sind...

Photon schrieb:
Liegt vielleicht doch an der Kleidung? Oder an der Unkenntnis der deutschen Sprache?

Soweit muss man doch nicht gehen.
Ich behaupte mal, eine Ur-Deutsche hat mit gleichem Zeugnis weitaus bessre Chancen im Berufsleben, als eine Deutsche mit Migrationshintergrund, der man dieses aufgrund des Typs ansieht.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
[...] Soweit muss man doch nicht gehen.
Ich behaupte mal, eine Ur-Deutsche hat mit gleichem Zeugnis weitaus bessre Chancen im Berufsleben, als eine Deutsche mit Migrationshintergrund, der man dieses aufgrund des Typs ansieht.
Das betrifft das Berufsleben. Wie schwer oder leicht es da Zuwanderer haben, weiß ich nicht. Ich kenne aber eigentlich definitiv keine Firma mehr, wo kein Ausländer oder Zuwanderer beschäftigt ist (und nicht nur als Putzfrau!).

Wenn ich Chef einer Firma wäre, wäre mir natürlich in erster Linie wichtig, dass mein Angestellter deutsch spricht. Wenn er/sie in regelmäßigem Kundenkontakt steht (es sei denn, ich exportiere in muslimische Länder), dann würde ich natürlich auch verlangen, dass während der Arbeitszeit das Kopftuch in der Handtasche bleibt.

Aber so wie Du es schreibst, klingt es fast so, als würdest Du jedem Deutschen und jeder (deutschen) Firma erstmal pauschal latent Rassismus unterstellen. Bewerber mit undeutschem Namen und anders aussehend als Hans Albers -> Absage. Und das kann ich beim besten Willen nicht bestätigen...

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Aber so wie Du es schreibst, klingt es fast so, als würdest Du jedem Deutschen und jeder (deutschen) Firma erstmal pauschal latent Rassismus unterstellen.

Nicht jedem, weil sonst hätte ich geschrieben "keine Chancen"... ;)

Aber alleine schon das Ursprungsthema zeugt doch von Rassismus.
Das eine Person angegangen wird, nur weil sie sich anders anzieht als vorher.

Und das ist für mich ganz klar rassistisch/intolerant, weil Religion ist ja keine rasse ;-)

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
[...] Und das ist für mich ganz klar rassistisch/intolerant, weil Religion ist ja keine rasse ;-)
Du hast doch damit angefangen mit "türkisches Aussehen ohne Kopftuch". Und das stimmt meiner Ansicht nach überhaupt nicht.

Und was das Kopftuch betrifft: Es hat sich nunmal als religöses Symbol etabliert. Demzufolge ist es gleichzusetzen mit einem Kruzifix, einem Thorshammer, Augen Buddhas, Davidstern oder sonstwas. Und um die geht es doch...

Ich würde es intolerant nennen, wenn in Deutschland jede andere Religion denn dem Christentum verboten wäre. Aber ich befürworte ein Verbot religöser Symbole in staatlichen Einrichtungen, so auch in Schulen. Das ist zumutbar und eine Schuluniform behandelt darüber hinaus noch alle gleich - egal welcher Herkunft, Religion oder Rasse. Besser geht es kaum, denke ich...

Gruß,
Photon
 
Photon schrieb:
Das ist zumutbar und eine Schuluniform behandelt darüber hinaus noch alle gleich - egal welcher Herkunft, Religion oder Rasse. Besser geht es kaum, denke ich...

Trotzdem werden dann nicht alle Schuluniform-tragenden Schüler gleich behandelt.
Das ist doch der Haken an der Sache...

Obwohl, alle unter ner Burka, da sieht man nix, das wäre dann die Optimallösung...

gruss kelle!