Nein, das funktioniert meist nicht.Aber glaubst du, daß es funktioniert, zu sagen: "Bitte, lieber Fascho, hör auf damit, Fascho zu sein?"
Das sehe ich allerdings in den meisten Fällen deutlich anders. Einem Kleinkind, welches renitent ist und Du mit einem "Bitte hör auf" auch nicht weit kommst, kannst Du auch nicht einfach mit Gewalt begegnen. Es gilt klar und deutlich darzustellen, was man erwartet und was passiert, wenn sich der Angesprochene nicht danach richtet. Dies könnte von jedem an einzelne Personen oder vom Staat an eine gesamte Gruppe, z.B. Partei passieren. Da sich unser Staat bei der Ansprache an eine Partei zuletzt deutlich blamiert hat, scheidet diese Möglichkeit aus.Unschönerweise gehört Gewaltanwendung dazu, Faschismus zu bekämpfen.
Trotzdem muss man normalerweise keine Gewalt einsetzen. Das erzeugt auf der anderen Seite nur Zusammenhalt und sie erfahren Unterstützung durch bisher Unbeteiligte. Haust Du hier in dem Fall als Erster einem der 40. Leute einen in die Schnauze, werden Unbeteiligte sich vielfach auf deren Seite stellen, nicht auf Deine. Eine pauschale andere Lösung kann ich allerdings auch nicht bieten.
Doch, das bringt was, zumindest bei dem jungen Nachwuchs bringt das was. Die Rentnergeneration zu ändern hat wenig Sinn, aber den Nachwuchs zu ändern schon. Und bei vielen von denen ist der Faschismus ein unbekannter Begriff, sie wissen schlicht nicht, worum es geht. Da gilt es, Aufklärung zu betreiben und das von Anfang an.Es ist leider so, daß mensch so argumentiern muß: "betätigst du dich als Fascho, dann gibst was aufs Maul!" Anders ist es nicht zu vermitteln. Ich hätte es auch lieber auf der argumentativen Ebene, aber die bringt es leider nicht.
Die übrigbleibenden Unverbesserlichen oder Lernresistente kannst Du nachher immer noch übers Knie legen.
Marty