Allgemeine Diskussion zu Newskommentaren

Photon

MASSIVE AGGRESSIVE
ID: 131538
L
28 April 2006
5.243
356
Ach wieso, nur stetiger Tropfen höhlt den Stein.
Klar, aber um mal konstruktiv zu sein: Du hast mehrere Möglichkeiten zu reagieren.

Einmal kannst du die Diskussion einfach abbrechen, weil zwecklos. Ok, dieses Kunststück behrrsche ich selbst auch nicht so gut, bin ja selbst immer wieder auf jeden Mist beim Nahost-Thread eingestiegen.

Man kann aber auch viele Sachen mit einem lockeren Spruch weg wischen. Wenn ich zum Beispiel höre, dass jemand gegen die Burka ist, weil er/sie nicht weiß, was die Muslim-Perle wohl noch drunter trägt (vermutlich einen Bombengürtel), dann kann ich nur sagen, dass mir Rucksäcke bei so manch anderem wesentlich suspekter erscheinen und ich auch nicht wissen will, was der wohl in seinem Schlüpfer so spazieren führt. Damit wäre das Thema für mich aus der Welt.

Und die dritte (und meiner Ansicht nach beste) Möglichkeit ist, das Wesentliche versuchen herauszufiltern und die ganze Pöbelei einfach wegzuschmeißen. Meist bleibt dann nicht viel verwertbares übrig, aber auf das kann man sich dann um so besser kümmern. Das trainiere ich gerade :D

Zur Zeit ist jede Meldung zu Straftaten gesäht davon, na ist er Flüchtling, na ist er Ausländer, na ist er Deutscher mit Migrationshintergrund. Weil ein Deutscher kann er natürlich nicht sein. Da macht die Presse auch nicht die beste Figur....
Ok, heikles Thema. Unterstellen wir der Presse mal, dass sie neutral und vorurteilsfrei berichtet (ja, fällt mir auch schwer anzunehmen). Dann bleibt im Grunde nur noch die Tatsache stehen, dass in letzter Zeit bestimmte Straftaten verübt wurden und zwar von Personen nichtdeutscher Herkunft. Das ist nunmal Fakt, das kann man auch nicht wegdiskutieren. Die Frage ist, wie man darauf reagiert.

Ich für meinen Teil finde es völlig legitim, wenn sich dadurch Bedenken breit machen, noch mehr Flüchtlinge/Asylbewerber/Zuwanderer aufzunehmen. Hier wäre jetzt die Politik dringend gefragt, die schon längst hätte aktiv werden müssen mit einem Plan, wie man die Ordnung und Sicherheit im Lande bei einem stetigen Zustrom von Menschen gewährleisten kann. Außerdem hat auch komplett der Dialog mit den Bürgern gefehlt, was ich als erste Pflicht gesehen hätte. Hat die Politik alles nicht gemacht, parteienübergreifend hat man lieber medienwirksam den Gutmenschen heraus hängen lassen und auf alles verbal eingedroschen, was auch nur wagte, einen Hauch von Bedenken zu äußern. Es kam wie es kommen musste: Am Ende stand Pegida da. Und schon waren die Fronten so verhärtet, dass man kaum noch überhaupt miteinander reden kann.

Jede Nachricht zu Flüchtlingen egal in welcher Form wird zum Bashing genutzt, und Schmarotzerpack ist da noch fast die diplomatische Art. Nur gegenfeuern darf man/ich nicht, dann fühlen sich die Leute beleidigt und melden einen. :roll:
Und das "dagegen feuern" bringt genau was? Mach' Dir doch mal den Spaß und lies nochmal ab etwa hier im Nahost-Thread. Hast Du den Eindruck, wir würden uns da irgendwie annähern? Das ganze ist doch letztlich auf den Punkt hinaus gelaufen, dass wir nur noch wie Vollidioten unsere jeweiligen Standpunkte mit immer wieder anderen Formulierungen untermauern wollten. Ich glaube kaum, dass bennsenson heute den Siedlungsausbau und die Kriegstreiberei Israels auch nur eine Spur kritischer betrachtet - aber das wäre mein Wunsch und Ziel gewesen.

ich sag es mal so: Wenn jemand eine Meinung hat, und sei sie nach meiner Ansicht auch noch so bescheuert, hat immer einen Grund. Klar, es gibt auch jene, die immer nur nachplappern. Aber die sind meist recht schnell entlarvt, weil sie für Gegenargumente erstmal den nächsten Stammtisch oder die nächste Wurstblattausgabe abwarten müssen :D Aber wenn man nicht zurück pöbelt, dann hat man schon ganz gute Karten, dass der andere wenigstens zu hört. Sofern man das will.

Obwohl ich auch gestehen muss, dass es mir zuweilen bei besonders dämlichen Usern (ohne jetzt Namen nennen zu wollen) auch Spaß macht, sie auf die Palme zu bringen, aber ich versuche wirklich, es abzustellen oder wenigstens auf ein Minimum zu reduzieren. Ist viel witziger, als sie zu melden ;)
 

Reddogg

Well-known member
4 Mai 2006
5.963
119
Einmal kannst du die Diskussion einfach abbrechen, weil zwecklos. Ok, dieses Kunststück behrrsche ich selbst auch nicht so gut, bin ja selbst immer wieder auf jeden Mist beim Nahost-Thread eingestiegen.
Habe ich schon mehrfach probiert, wo ich nicht die Diskussion abbreche ist bei ganz bewussten Falschaussagen, Verallgemeinerungen etc. . Ok ich versuche seit einigen Tagen vermehrt auf Meldungen der Postings zu setzen.

Man kann aber auch viele Sachen mit einem lockeren Spruch weg wischen...
Versuche ich auch, führt nur meist dazu das sich die betreffenenden Personen noch mehr in ihren tendenziösen Aussagen ergeifern. Was dazu führt das die Aussagen extrem abdriften, quasi herausgefordert werden, aber wie gesagt ich versuche dies mit Meldungen häufiger abzuwenden als noch ein paar Spitzen drauf zusetzen und wirklich vielleicht provokativ zu werden.

Und die dritte (und meiner Ansicht nach beste) Möglichkeit ist, das Wesentliche versuchen herauszufiltern und die ganze Pöbelei einfach wegzuschmeißen.
Ach auf die Pöbelei mir gegenüber gehe ich zu Beginn gar nicht erst ein. Jetzt nach Wochen frage ich antürlich immer mal nach was mein jetziger Aufenthaltsort für eine Bewandnis hat, warum ich Asylbewerber aufnehmen soll wenn ich so dicke mit denen bin. Ich möchte ja die Aussagen/Gedanken dazu auch wirklich verstehen, wie man dazu kommt. Aber bis heute keine Antwort. :(


Ok, heikles Thema. Unterstellen wir der Presse mal, dass sie neutral und vorurteilsfrei berichtet (ja, fällt mir auch schwer anzunehmen).
Dann würde die Nationalität immer eine Bewandnis sein. ;) Dafür setze ich mich ja auch ein, aber bisher wurde es leider noch nicht umgesetzt.

Dann bleibt im Grunde nur noch die Tatsache stehen, dass in letzter Zeit bestimmte Straftaten verübt wurden und zwar von Personen nichtdeutscher Herkunft. Das ist nunmal Fakt, das kann man auch nicht wegdiskutieren. Die Frage ist, wie man darauf reagiert.
Manche ja. Was aber keinen Anstieg bedeuten muss. Denn das unter hunderttausenden auch schwarze Schafe gibt, sollte nicht überraschen. Deswegen jeden das Asylrecht streitig machen, nunja....:ugly: Dann könnten wir auch Kindergeld streichen wegen einem Kindesmissbrauch, Versicherungen abschaffen wegen einem Versicherungsbetrug etc. etc..
Und doch nehmen die Verbrechen von Asylbewerbern/Flüchtlingen prozentual gesehen ab.


Ich für meinen Teil finde es völlig legitim, wenn sich dadurch Bedenken breit machen, noch mehr Flüchtlinge/Asylbewerber/Zuwanderer aufzunehmen. ...
Naja das sehe ich ein wenig anders da Hogesa und Pegida zu beginn ja ganz andere Themen anschnitten, da war direkt von Asylbewerbern noch nicht mal was zu hören. Da gegen es vornehmlich seine islamophobe Ader aufzuzeigen, und es ging vornehmlich erst einmal um Islamangehörige innerhalb Deutschlands. Nachdem der Flüchtlingsstrom aus Syrien so langsam auch bei uns ankommt, erweitern sich natürlich die Vorurteile. Jetzt könnte man meinen ok nur gegen Islamangehörige, nö, wir erweitern es einfach mal allgemein auf alle Ausländer. Was soll man schon differenzieren....

Zum Rest und der Politik keine Frage die hat quasi fast alles versäumt was man versäumen kann, jedoch ist daran kein Asylbewerber Schuld. Und schon gar nicht geht es dann dies Ziele ihrer Angriffe, ob zunächst verbal oder jetzt mit immer mehr Gewalt. Und solange diese Angriffe nicht entsprechend hart bestraft werden wird dies auch eher noch zunehmen.
 

Photon

MASSIVE AGGRESSIVE
ID: 131538
L
28 April 2006
5.243
356
Naja das sehe ich ein wenig anders da Hogesa und Pegida zu beginn ja ganz andere Themen anschnitten, da war direkt von Asylbewerbern noch nicht mal was zu hören. Da gegen es vornehmlich seine islamophobe Ader aufzuzeigen, und es ging vornehmlich erst einmal um Islamangehörige innerhalb Deutschlands.
Ja, und warum? Weil die Politik, allen voran Frau Doktor Merkel, erklärte, dass "der Islam ein fester BEstandteil deutscher Kultur sei". Wie kann sie denn so einen haarsträubenden Mist erzählen? Sie kann sagen, dass die Religonsfreiheit ein fester Bestandteil deutscher Kultur ist, aber das war's dann auch.

Auf dieses Boot ist dann fast jeder mit aufgesprungen, der Pegida eins auf den Deckel geben wollte. Zuletzt auch unser Bundespräsident, von dem ich zuletzt noch hörte, wie er allen Muslimen zu einem hohen muslimischen Fest alles Gute wünschte. Was soll das denn? Kann der Knilch sich mal bitte aus der Religion heraus halten? Meine Frau hat mich direkt gefragt, ob er auch beim "Big Buddha Day" sowas zum Besten gibt. Was soll ich darauf antworten? Ich sagte nur "Nein, weil die Buddhisten nicht relevant genug für die Wahl sind, denen muss man nicht in die Ärsche kriechen".

Aus solchem undurchdachten Unsinn entsteht dann sowas wie Pegida und Hogida und Legida und *gida. Zumindest hoffe ich, dass es undurchdacht war, ansonsten müsste ich ja Merkel und Co unterstellen, bewusst Unruhen im Land stiften zu wollen, was ja dann schon auf aktiven Widerstand gegen sie schreien würde. Später haben sich dann den Demos Leute mit allen möglichen Beweggründen angeschlossen, bis hin zur Abschaffung der GEZ. Es war im Grunde zum Schluss nur noch ein "Marsch der Unzufriedenen", bunt gemischt und daher auch machtlos.

Was aber auch wichtig ist: Wie weit ist denn eine Pauschalisierung wirklich weg? Ich meine, es ist ein völlig normaler und erster Reflex. Man fasst ein oder auch zwei Mal auf eine heiße Herdplatte, bei der dritten nicht mehr. Auch wenn der Herd von einem ganz anderen Hersteller kommt. Stereotype und Vorurteile waren schon immer wichtig zum Überleben. Wenn man als Steinzeitmensch gesehen hat, wie Papa und Mama von einem Säbelzahntiger gerissen wurden, musste man den nächsten nicht erst "kennenlernen", man hat ihm schon den Hunger unterstellt. Nur heute muss man eben nach dem natürlichen Reflex halt noch das Hirn benutzen und daran scheitern viele. Nicht weil sie zu blöd wären, sondern weil sie zu faul sind und es immer unbequem ist, die eigene Meinung zu hinterfragen und schlimmstenfalls auch noch ändern zu müssen. Besonders dann, wenn der eigene Freundeskreis die gleiche Meinung teilt, lebt es sich im Strom immer wesentlich gemütlicher ;)

Deswegen würde ich an Deiner Stelle auf solche Vorurteile auch gar nicht so penibel reagieren. Ich denke viel eher, man sollte die Leute einfach mal motivieren, den nächsten Schritt weiter zu denken, ohne zu schulmeistern und ohne zu pöbeln. Hat in meinem Bekanntenkreis auch schon ganz gut funktioniert ;)
 

tastenkoenig

Foren-Vermeider. Eigentlich.
ID: 30863
L
14 März 2008
775
679
Ja, und warum? Weil die Politik, allen voran Frau Doktor Merkel, erklärte, dass "der Islam ein fester BEstandteil deutscher Kultur sei". Wie kann sie denn so einen haarsträubenden Mist erzählen?

Ich mag mich täuschen, aber meiner Erinnerung nach hat sie gesagt, der Islam sei "fester Bestandteil Deutschlands". Und das lässt sich doch schwer abstreiten.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mit einem Muslim zu tun habe (mutmaßlich, mit den wenigsten spricht man über Religion). Sie sind hier, sie leben mindestens bei uns, im Idealfall mit uns, und nur wenige werden wieder weggehen. Diesen Umstand anzuerkennen, ihn klar zu benennen, obwohl er bei manchen ein in meinen Augen irrationales Bauchweh hervorruft, war vielleicht das Wichtigste, was Wulff in seiner sonst eher traurigen Amtszeit geleistet hat.
 

darkkurt

Buh!
ID: 35967
L
20 April 2006
13.133
629
Ja, und warum? Weil die Politik, allen voran Frau Doktor Merkel, erklärte, dass "der Islam ein fester BEstandteil deutscher Kultur sei". Wie kann sie denn so einen haarsträubenden Mist erzählen? Sie kann sagen, dass die Religonsfreiheit ein fester Bestandteil deutscher Kultur ist, aber das war's dann auch.
Die Aussage war doch vielmehr, das "Der Islam (auch) zu Deutschland gehöre" - von einem "Festen Bestandteil" war imho nie die Rede.

Edit: Kurz gegoogelt: Merkel sagte 2012: "Die Muslime gehören heute zu unserer Lebenswelt dazu (...) Viele Muslime sind Deutsche. (...) Deshalb gehört der Islam eben heute dazu."

Aber was "PI" so daraus macht... :roll:

Auf dieses Boot ist dann fast jeder mit aufgesprungen, der Pegida eins auf den Deckel geben wollte. Zuletzt auch unser Bundespräsident, von dem ich zuletzt noch hörte, wie er allen Muslimen zu einem hohen muslimischen Fest alles Gute wünschte. Was soll das denn?
Nennt man Höflichkeit. Soll ab und an was bringen...
Kann der Knilch sich mal bitte aus der Religion heraus halten? Meine Frau hat mich direkt gefragt, ob er auch beim "Big Buddha Day" sowas zum Besten gibt. Was soll ich darauf antworten? Ich sagte nur "Nein, weil die Buddhisten nicht relevant genug für die Wahl sind, denen muss man nicht in die Ärsche kriechen".
In wie fern ist es Heutzutage religiös, Wenn ich "Frohe Ostern" oder "Frohe Weihnachten" sage? :think: Im übrigen Brauch sich der Präsident hierzulande keine Gedanken übers Wahlvolk machen ;).
 

Photon

MASSIVE AGGRESSIVE
ID: 131538
L
28 April 2006
5.243
356
Ich mag mich täuschen, aber meiner Erinnerung nach hat sie gesagt, der Islam sei "fester Bestandteil Deutschlands".
Ja, hast recht. So hatten sie und er es wohl formuliert.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mit einem Muslim zu tun habe (mutmaßlich, mit den wenigsten spricht man über Religion). Sie sind hier, sie leben mindestens bei uns, im Idealfall mit uns, und nur wenige werden wieder weggehen. Diesen Umstand anzuerkennen, ihn klar zu benennen, obwohl er bei manchen ein in meinen Augen irrationales Bauchweh hervorruft, war vielleicht das Wichtigste, was Wulff in seiner sonst eher traurigen Amtszeit geleistet hat.
Dann sei mir die Frage nach dem Sinn und Zweck der Aussage gestattet. Selbst Merkel musste ihren Wulff ja schon etwas in Schutz nehmen und seine Aussagen zurecht rücken (Die Welt).

Entweder man erwähnt es beiläufig, weil es so ist, dann ist gut. Oder man macht ein großen Bramborium daraus. Dann ist man allerdings auch offensichtlich in der Pflicht ebenfalls zu betonen, dass hier das Grundgesetz und nicht die Scharia gilt. Ganz ehrlich: Wenn so ein Punkt explizit von meinen Volksvertretern herausgestellt wird, dann gewinnt die Religionszugehörigkeit auf einmal an Relevanz. Und das in einer Zeit, da der Durchschnittsmichel jeden Muselmanen ohnehin schon skeptisch anguckt: Na, was ist das wohl für IS-Schläfer? Also was war der Sinn?

Was herausgekommen ist, wissen wir ja. Leute, waren auf einmal auf der Straße, die sich vom Islam nicht nur unterwandert, sondern scheinbar sogar bedroht fühlen. Meine Frage: Meinst Du, alles wäre genauso gekommen, wenn sich Merkel/Wulff und der Rest der Budestagsbaggage dazu nicht geäußert hätten?
 

tastenkoenig

Foren-Vermeider. Eigentlich.
ID: 30863
L
14 März 2008
775
679
Und das in einer Zeit, da der Durchschnittsmichel jeden Muselmanen ohnehin schon skeptisch anguckt: Na, was ist das wohl für IS-Schläfer? Also was war der Sinn?

Den Nicht-Muslimen aufzuzeigen, dass genau das Unsinn ist. Dass Muslime in Deutschland normal sind. Dass wir schon Jahrzehnte Erfahrungen mit Muslimen haben, mit ihnen arbeiten, sie unsere Nachbarn sind, wir bei ihnen essen gehen und einkaufen. Und um den Muslimen mal ein Zeichen zu geben, dass sie dazu gehören - ausnahmsweise, meistens bekommen sie hier andere Signale.

zu betonen, dass hier das Grundgesetz und nicht die Scharia gilt.

Kann man machen. Kann man auch für zu selbstverständlich halten, um es explizit zu erwähnen. Das sollte eigentlich auch für die erste Aussage gelten, aber um diese hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt ja alle drum herum gedrückt aus Sorge, die Wählerstimmen der Besorgten bis Islamophoben zu verlieren.

Was herausgekommen ist, wissen wir ja. Leute, waren auf einmal auf der Straße, die sich vom Islam nicht nur unterwandert, sondern scheinbar sogar bedroht fühlen. Meine Frage: Meinst Du, alles wäre genauso gekommen, wenn sich Merkel/Wulff und der Rest der Budestagsbaggage dazu nicht geäußert hätten?

Glaubst Du wirklich, ein paar wenige Worte können so etwas hervorrufen? Das war allenfalls ein Anlass, definitiv nicht die Ursache. Das war alles vorher schon da, ist so nur sichtbarer geworden. Und weil das alles da war, weil es sich auch immer öfter gezeigt hat, weil der Islam für immer mehr Leute zum reinen Feindbild mutiert ist, war es dringend nötig, dass sich führende Vertreter der deutschen Politik zu derjenigen Bevölkerungsgruppe bekennen, die immer mehr ins Fadenkreuz unhaltbarer Verdächtigungen geraten ist.

Sollte man also wirklich davon absehen, etwas Offensichtliches zu betonen, nur weil einige damit nicht klarkommen? Sonst wird gern von der Politik gefordert, auch mal (für manche) unbequeme Wahrheiten einzugestehen. Wir können nicht einerseits ständig von den muslimischen Zuwanderern Integration einfordern und uns dann andererseits vor lauter Feigheit nicht trauen, offen auszusprechen, dass sie dazugehören. Das ist nämlich die Erfahrung vieler sehr gut integrierter Muslime in Deutschland: sie können sich bis zur Selbstaufgabe anpassen, es gibt eine Schwelle in der Akzeptanz der Mehrheitsgesellschaft, über die sie einfach nicht drüberkommen.

Je weniger wir in Kategorien wie "die" und "wir" denken und je mehr wir uns als Gemeinschaft begreifen, die zwar heterogen ist, die aber unterm Strich doch sehr viel mehr miteinander verbindet als trennt, desto besser werden wir miteinander zurecht kommen.
 

Photon

MASSIVE AGGRESSIVE
ID: 131538
L
28 April 2006
5.243
356
Aber was "PI" so daraus macht... :roll:
Na so weit solltest Du mich eigentlich kennen, dass ich die nicht lese. Aber ich lass' Dir Deine kleinen Stichelein, bin ja selbst nicht besser :D

Im übrigen Brauch sich der Präsident hierzulande keine Gedanken übers Wahlvolk machen ;).
Nun ist der gute Präsident aber nicht parteilos.

Wir können nicht einerseits ständig von den muslimischen Zuwanderern Integration einfordern und uns dann andererseits vor lauter Feigheit nicht trauen, offen auszusprechen, dass sie dazugehören. Das ist nämlich die Erfahrung vieler sehr gut integrierter Muslime in Deutschland: sie können sich bis zur Selbstaufgabe anpassen, es gibt eine Schwelle in der Akzeptanz der Mehrheitsgesellschaft, über die sie einfach nicht drüberkommen.

Je weniger wir in Kategorien wie "die" und "wir" denken und je mehr wir uns als Gemeinschaft begreifen, die zwar heterogen ist, die aber unterm Strich doch sehr viel mehr miteinander verbindet als trennt, desto besser werden wir miteinander zurecht kommen.
Lass ich mal als netten Schlusssatz so stehen, weil alles weitere hier nichts ins Thema passen würde und ich dem eigentlich auch nicht mehr viel hinzuzufügen hätte, was ich nicht schon an anderer Stelle gesagt hätte :)
 

darkkurt

Buh!
ID: 35967
L
20 April 2006
13.133
629
Na so weit solltest Du mich eigentlich kennen, dass ich die nicht lese. Aber ich lass' Dir Deine kleinen Stichelein, bin ja selbst nicht besser :D
War keine Stichelei, sondern der erste Treffer der Suche "Islam fester Bestandteil" - ich kanns nich ändern... :ugly::ugly::ugly:

Nun ist der gute Präsident aber nicht parteilos.

Wikipedia schrieb:
Gauck gehört keiner Partei an.

:roll::roll::roll::roll:
 

darkkurt

Buh!
ID: 35967
L
20 April 2006
13.133
629

Photon

MASSIVE AGGRESSIVE
ID: 131538
L
28 April 2006
5.243
356
"Zuletzt" war Gauck noch Präsident. Und ich ging davon aus, dass die folgenden Sätze auch auf den zuletzt "auffällig gewordenen" Amtsträger bezogen sind. Wulff ist ja schon seit ein paar Jahren nicht mehr im Amt. ;)
Goldwaage wieder? Na passt schon ;)

Also um etwaige Missverständnisse zu beseitigen - es bezog sich auf die Äußerungen des damaligen Bundespräsidenten Wulff, der, so vermute ich zumindest, nur der muslimischen Wählerstimmen für "seine" Union wegen diesen Satz zum Besten gab.

So, nun ist aber von meiner Seite auch gut für dieses Thema, bevor es wieder zum Kindergarten wird, ok? ;)
 

darkkurt

Buh!
ID: 35967
L
20 April 2006
13.133
629
Nein, Missverständnis.

Also um etwaige Missverständnisse zu beseitigen - es bezog sich auf die Äußerungen des damaligen Bundespräsidenten Wulff, der, so vermute ich zumindest, nur der muslimischen Wählerstimmen für "seine" Union wegen diesen Satz zum Besten gab.
Vielleicht hat er auch nur mal eine Tatsache ausgesprochen, die zugegebenermaßen unglücklich formuliert ist - Tastenkönig hat da einen sehr klugen Satz dazu geschrieben, den du ja auch so stehen lassen wolltest.

Im übrigen wählen türkischstämmige Deutsche (a.k.a. ehemalige Gastarbeiter) tatsächlich in Mehrheit SPD - in memoriam "Arbeiterpartei"... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Mone

Administratorin
Teammitglied
ID: 969
L
20 April 2006
26.737
1.388
Suche nach Überlebenden des Flüchtlingsdramas

Voriger Kommentar:
(11) Wir haben 18 Mio DDR-Bürger aufgenommen und es geht uns trotzdem gut. Ein paar Mio Afrikaner, Araber und Asiaten können schlimmer nicht sein. Also: die Grenzen auf und sichere Passagen auf einwandfreien Fährschiffe.
Gelöscht:
(12) @11 Das waren ja auch alles Menschen ohne Deutschkenntnisse und aus einer völlig anderen Kultur und fast alle ohne jegliche Bildung... Der Vergleich hinkt so sehr, dass er bei jedem Schritt auf die Schnauze fallen wird...
Wie ich schon im Kommentar schrieb: @12: Ich hatte lang und ausführlich über Verallgemeinerungen gesprochen. Sprache, Kultur, OK, aber alle Mitglieder einer Gruppe als "fast alle ohne jegliche Bildung" zu bezeichnen, empfinde ich als unzulässige Verallgemeinerung. Selbst als Überspitzung ist das ungeeignet. Ich bezeichne ja auch nicht alle Deutschen als strunzdumm.

Asylbewerber / Flüchtlinge können, genauso wie Deutsche, Hochschulabsolventen sein oder promoviert haben. Das sind auch einfach nur Menschen. Nicht nur in Deutschland kann man Schule, Hochschule oder Universität besuchen. (Ich frage mich, was manche für eine Vorstellung haben, wie es in den Länder, als denen die Flüchtlinge kommen, aussieht. :think: )

Danach gelöscht:
(15) @14 Brav weitermachen mit der Zensur und alles nach der drei Affen manier löschen.
Und:

26) @25 Es sind keine 18 Mio. Menschen über die Grenze gekommen wo der größte Teil weder ausgebildet war noch Deutsch sprechen konnte. Der Vergleich ist einfach nur lächerlich.
 

Mone

Administratorin
Teammitglied
ID: 969
L
20 April 2006
26.737
1.388
Eine neue Löschdiskussion.

  • (8 ) @3 Warum löschst Du Beiträge? So langsam kotzt mich diese ganze Klamm Scheisse an. Zensur wie im dritten Reich.
  • (10/Mone) @8: Ich weiß; du erwähntest es bereits :)
  • (11) zensur ist im scheisse
  • (12) @11 Dein deutsch ist auch Scheisse !
  • (16) @8 Richtig ! Und dagegen gehört endlich mal etwas unternommen. Ich hoffe, Lukas Klamm liest auf seinen eigenen Seiten mit (hat die Zeit dafür) und stellt diese untragbare Zensur endlich und nachhaltig ab!

Ich antworte aber nicht (OK, meistens nicht ;) ) in Kommentaren zu diesem Thema. Das tue ich hier.

Tagesthemen Kommentar

Und das hat mit der Löschdiskussion zu tun, weil Lukas hat mir den Link geschickt, mit Verweis auf diesen Thread hier.

Wenn hier (irgendwo auf klamm.de) Hassreden geführt, wenn Menschen verunglimpft, abgewertet und diskriminiert werden oder wenn gegen Menschen gehetzt wird, dann lösche ich das. Ich will sowas nicht auf klamm.de lesen müssen. In diesem Beitrag hatte ich vor ein paar Tagen auch erklärt, warum ich so übertrieben streng und pingelig mit Äußerungen bin.

Und ja, beim zuerst gelöschten Kommentar war ich wirklich übertrieben pingelig ;) Aber das geht dann nur den Schreiber und mich etwas an.
 

Mone

Administratorin
Teammitglied
ID: 969
L
20 April 2006
26.737
1.388
Tagesthemen Kommentar

https://www.facebook.com/panorama.de/videos/672503106220696/
Anja Reschke (@tagesschau):

Wenn ich mich jetzt hier hinstelle und öffentlich sage: Ich finde, Deutschland soll auch Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen – was glauben Sie, was dann passiert? Es ist nur eine Meinung, die darf man äußern. Schön wäre also, wenn darüber sachlich diskutiert würde.

Aber so würde es nicht laufen. Ich bekäme eine Flut von Hasskommentaren. 'Scheiß Kanacken, wie viel wollen wir noch aufnehmen, sollen abhauen, soll man anzünden ...', all sowas halt. Wie üblich.

Bis vor kurzem haben sich solche Kommentatoren noch hinter Pseudonymen versteckt. Aber mittlerweile wird sowas längst unter Klarnamen veröffentlicht. Anscheinend ist das nicht mal mehr peinlich. Im Gegenteil, auf Sätze wie 'Dreckspack, soll im Meer ersaufen' bekommen sie ja auch noch begeisterten Zuspruch und eine Menge Likes. Wenn man bis dahin ein kleiner rassistischer Niemand war, fühlt man sich da natürlich plötzlich ganz toll.

Jetzt kann man sagen: 'Ja gut, Idioten gibt es immer – am besten ignorieren.' Aber es sind ja eben nicht nur Worte. Sondern es gibt sie ja schon – die Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Die Hasstiraden im Internet haben ja längst gruppendynamische Prozesse ausgelöst. Die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten ist gestiegen.

So kann es nicht weitergehen. Nun ist die eine Möglichkeit Strafverfolgung – das wird auch zunehmend gemacht. Ein Facebook-Hetzer aus Bayern wurde gerade zu einer Geldstrafe wegen Volksverhetzung verurteilt. Das zeigt schon mal Wirkung.

Aber das alleine reicht nicht. Die Hassschreiber müssen kapieren, dass diese Gesellschaft das nicht toleriert. Wenn man also nicht der Meinung ist, dass alle Flüchtlinge Schmarotzer sind, die verjagt, verbrannt oder vergast werden sollten, dann sollte man das ganz deutlich kundtun.

Dagegen halten, Mund aufmachen. Haltung zeigen, öffentlich an den Pranger stellen: Einige sehr verdienstvolle Blogs tun das schon. Aber es sind noch zu wenige. Der letzte Aufstand der Anständigen ist 15 Jahre her. Ich glaube, es ist mal wieder Zeit. Und: Ich freue mich schon jetzt auf die Kommentare zu diesem Kommentar.
 

darkkurt

Buh!
ID: 35967
L
20 April 2006
13.133
629
Ein Zeichensetzen von klamm.de finde ich sehr gut.


So sehr ich das Engagement von Mone befürworte - ein Zeichen von Klamm(.de) ist es nur indirekt. Man sieht es doch am letzten von Mone zitierten Beitrag - der Pöbel glaubt immer noch, die Mods/Admins würden hier willkürlich und ohne Wissen des Betreibers handeln. Ein Zeichen von Klamm wäre eine eindeutige Aussage von ihm, dass Hetze und Diffamierungen nicht in seinem Sinne und auf SEINEM Portal entsprechend und mit seiner Billigung behandelt werden!