Geldanlage Aktien - Strategien, Tipps und Smalltalk

Hab mich jetzt mal bisschen durch gelesen, hatte nämlich keine Ahnung was Genussrechte hier überhaupt genau bedeuten sollen und war etwas sehr skeptisch bei versprochenen 6% Garantiezins + Überschusszinsen.
Und das ist absolut OK und richtig.

Genussrechte sind wie Aktien ohne Stimmrecht. Man gibt zwar eine Mindestverzinsung an, muss diese aber nicht zahlen, wenn der Gewinn nicht dazu passt. Also ist es quasi wie bei Aktien, wo die Dividende sich auch am Gewinn orientiert.

Leider konnte ich mir jetzt noch kein rechtes Bild machen, wie wahrscheinlich da eine Pleite ist, bzw. wie solide das Unternehmen an und für sich aufgestellt ist.
Manche Kritiker behaupten, es handele sich um ein Schneeballsystem. Man verdiene gar nicht so viel Geld mit der Windkraft, die Eigenkapitalrendite sei niedriger als die Ausschüttung. Schöngerechnet werde das durch Einnahmen der Anleger, deren Geld direkt in ein Projekt investiert werde und dadurch Umsatz im Porojektgeschäft bringe...

Meine persönliche Einschätzung: Wenn jemand mit 8% wirbt, dann hat er es auch nötig und das Risiko ist entsprechend hoch. Man könnte auf die Idee kommen, die brauchen frisches Geld, weil das alte Geld zurückgezahlt werden muss... Kennst Du alles aus der Losewelt. Gibts bei Prokon schon Einzahlungsboni? :)

Marty
 
Meine persönliche Einschätzung: Wenn jemand mit 8% wirbt, dann hat er es auch nötig und das Risiko ist entsprechend hoch. Man könnte auf die Idee kommen, die brauchen frisches Geld, weil das alte Geld zurückgezahlt werden muss...

Das hab ich mir auch schon fast gedacht, danke für deine Einschätzung.


Kennst Du alles aus der Losewelt. Gibts bei Prokon schon Einzahlungsboni? :)

vllt. sollten wir uns da mal als Vertriebsberater ins Gespräch bringen :D
 
vllt. sollten wir uns da mal als Vertriebsberater ins Gespräch bringen :D
Brauchen die nicht, das Geschäft läuft anscheinend noch gut genug.

Die haben zwei Sparten: Die eine betreibt Windräder, die andere wickelt die Projekte ab für neue Windräder. Die Betreibersparte holt jetzt Geld bei den Anlegern. Das Geld erzeugt ja erstmal keine Rendite. Also wird damit direkt die Projektsparte beauftragt, eine neues Windrad zu bauen.

Die Projektsparte schreibt dann erstmal der Windsparte eine Rechnung und erzielt damit einen Gewinn, der sofort eintritt. Man könnte jetzt argumentieren, dass die Betreibersparte ja Kosten in selber Höhe hatte und sich das ausgleicht. Ja, aber: Die Kosten sind Investiotionskosten, werden also über die Laufzeit eines Winrads abgeschrieben, keine Ahnung, vielleicht 20 Jahre.

Bei Projektkosten (nur für Planung, Leitung, Durchführung, ohne das Windrad) von z.B. 1 Mio. Euro macht die Projektsparte 1 Mio. Umsatz in 2012, die Betreibersparte aber in 2012 nur 50.000 Euro kosten. Deckungsbeitrag 950.000 Euro. Ohne einen Cent verdient zu haben durch Windenergie.

PS: Ob die das tatsächlich so machen, weiß ich nicht. Ich kenne die Bücher nicht und gebe hier nur wieder, wie man so etwas machen könnte, wenn man wollte.

Marty
 
Das ist dann doch so etwas wie die GK FINANZ AG? (Link)? Die bauen halt nicht nur auf Windkraft, sondern auch Solar, Wasser und Biomasse .. Habe irgendwie das Gefühl, dass es immer mehr solche "Vertriebe" gibt, die für mich relativ unseriös wirken ..

Und die suchen wohl auch noch Mitarbeiter @Requiem ;)

Grüßle, geissi
 
Das ist dann doch so etwas wie die GK FINANZ AG? (Link)?
Die scheinen aber eine Genossenschaft gegründet zu haben. In einer Genossenschaft hat jeder Genosse eine Stimme, kann also mitreden und mitbestimmen.
Die GK Finanz scheint da auch nur ein Finanzvermittler zu sein, der auch alles andere anbietet, was ein Finanzvermittler bietet.

Ansonsten kann ich dazu nichts sagen, ich kenne das nicht.

Marty
 
Ich habe mich mit dem Thema noch nicht befasst, sollte ich aber vielleicht mal machen....

[edit by darkkurt: Bitte mach Dich lieber mit den Forenregeln vertraut!!!]
 
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Ich war heute auf der Hauptversammlung der Munich Re.
Das Unternehmen hat dieses Jahr im 1. Quartal mehr verdient als im gesamten letzten Jahr. Ich hoffe dass es im laufe des Jahres weiterhin so ruhig bleibt wie von Januar bis März. Morgen wird die Dividende ausgezahlt und ich würde sie gerne reinvestieren, allerdings sind die guten Alternativen zu Munich Re sehr mager... Ich hoffe dass die Zinsen bald wieder steigen, damit ich meine Quote an Anleihen erhöhen kann.
 
Ich komme mir langsam vor wie ein Prediger, wenn ich immer mehr Leuten von den günstigen Einstiegsmöglichkeiten bei der Munich Re erzähle, was ich heute zum Anlass genommen habe, einen Blog zu schreiben, warum ich in Munich Re investiert bin. Kann mir jemand noch weitere Gründe nennen, außer den schon aufgeführten? Es ist schon fast 01:00 Uhr und mir gingen langsam die Ideen aus. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass der Eintrag so lang wird. :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe gerade deinen Blogbeitrag zum Thema Münchner Rück gelesen und fand Ihn ganz gut wobei ich mir noch ein paar mehr Kennzahlen wünschen würde um mich mehr für die Aktie zu begeistern ;) Wenn ich mir den Chart über die letzten 10 Jahre so anschaue dann scheint es sich wohl eher um einen Dividentenwert zu handeln da der Kurs schon seit einigen Jahren um die 100€ pendelt.
Aber du hast mein Interesse für die Aktie geweckt und ich werde Sie beobachten ;)
 
Das freut mich und das war auch das Ziel meines Blogs. Die Aktie ist in meinen Augen eine sehr sichere und im Moment auch rentable Anlage. Welche Kennzahlen hast Du denn vermisst?
P. S. Ich interessiere mich weniger für den Chart eines Unternehmens, da dieser ja nur den derzeitigen Preis eines Unternehmens darstellt, aber nicht deren Wert. ;)
 
Wahnsinn, Facebook heute schon -12%. Ich habe ja damit gerechnet und es war mir sogar einen Blog Eintrag wert, aber dass es gleich am 2. Handelstag so schnell bergab gehen würde hätte ich nicht gedacht. 8O
 
Hab auch überlegt, ob ich wenigstens ein paar Leerverkäufe machen sollte, so als ganz billige Wette auf den Kursabsturz… aber dann hab ich mich an mein Vorhaben erinnert, nicht mehr rumzuspekulieren und es gelassen :ugly:
 
Hab auch schon verkauft, aber da Leerverkäufe gegen meine generellen Handelsprinzipien verstoßen habe ich es auch gelassen. Wobei das heute wohl nur die Initialzündung war, langfristig wird der Kurs noch weiter purzeln denke ich.
 
Bitte - selbst Aktienlaien dürfte klar gewesen sein, dass dieser Börsengang fast schon kriminell überbewertet war...
 
Facebook-Aktie fällt weiter: Verluste auch am dritten Tag

Folgende News wurde am 22.05.2012 um 17:28:41 Uhr veröffentlicht:
Facebook-Aktie fällt weiter: Verluste auch am dritten Tag
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New York (dpa) - Der Facebook-Börsengang wird zum Milliardengrab für Anleger: Auch am dritten Handelstag fiel die Aktie kräftig. Mehr als 6 Prozent verlor das Papier am Morgen. Gestern war der Kurs um 11 Prozent abgesackt. Nicht einmal 32 Dollar kostete die Aktie im frühen Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq. Gekauft hatten sie die Anleger für 38 Dollar und teils noch darüber. Schon zum Börsenstart am Freitag deutete sich an, dass das Papier überteuert angeboten worden war. Nur Stützungskäufe der Banken hatten den freien Fall verhindert.
 
Google hatte 2003 einen Umsatz von 1 Mrd Dollar und 100 Mio. Gewinn, 2004 dann (nach dem Börsengang) 3,2 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 300 Mio Dollar. Da liegt Facebook schon höher.

Der Unterschied: Google hat damals beim Börsengang 25,7 Mio. Aktien versteigert für eine Spanne von 80-85 Dollar. Nochmal 2,7 Mio. Aktien gingen an Yahoo. Also in Summe knapp unter 3 Mrd. Euro.

Marty
 
Facebook - Facebook hat sich verzockt: Börsengang legt Negativ-Rekord hin

Folgende News wurde am 23.05.2012 um 20:00:00 Uhr veröffentlicht:
Facebook - Facebook hat sich verzockt: Börsengang legt Negativ-Rekord hin
Gaming-News

Das haben sich Mark Zuckerberg und Co. sicherlich etwas anders vorgestellt: Der Börsengang des Social-Networks Facebook legt zwar einen Rekordstart hin - allerdings einen negativen. Seit 2007 ist kein anderer US-Börsengang im Milliardenbereich mehr so schlecht verlaufen, wie der von Facebook. Das geht aus Daten des Börsen-Statistik-Anbieters Dealogic hervor. Nachdem die Facebook-Aktie bereits vergangene Woche einen äußerst turbulenten Start hinlegte, und nur durch massive Zukäufe der Investment-Bank Morgan Stanley vor einem radikalen Abstieg bewahrt werden konnte, sah es auch zum Wochenbeginn wenig rosig für Facebook aus: Auf eine Kursverfall von elf Punkten am Montag folgte am dritten Börsentag ein weiteres Absinken um neun Prozent. Nachbörslich fiel die Aktie am Dienstag, den 22. Mai 2012 gar auf einen neuen Tiefstand von 30,80 Dollar. Zur Erinnerung: Der Ausgabepreis lag bei 38 US-Dollar pro Papier. Nach dem Kursverfall liegt die Aktie zwar innerhalb der zuerst angepeilten Preisspanne von 28 bis 35 US-Dollar, allerdings weit unter der erst relativ spät durch Facebook initiierten Aufstockung des oben genannten Ausgabepreises - ein fataler Fehler, wie sich nun herausstellt. Neben dem massiven Wertverlust für alle mittlerweile vermutlich reichlich verärgerten Anleger droht nun auch noch weiterer Ärger: Wie sueddeutsche.de berichtet, prüfen amerikanischen Behörden aktuell, ob die den Facebook-Börsengang federführend begleitende Investmentbank Morgan Stanley große Investoren vor dem Börsengang durch eine "selektive Weitergabe von Information" unrechtmäßig bevorzugt hat. Ein Analyst soll die Gewinnprognose für Facebook nämlich kurz vor dem Börsengang des Unternehmens deutlich nach unten korrigiert haben, was die Verantwortlichen aber nur einigen wenigen Investoren mitteilten. Zuletzt erholte sich die Facebook-Aktie übrigens wieder ein wenig: Aktuell liegt ihr Wert bei 32,22 US-Dollar und somit einem Plus von 3,94 Prozent im Vergleich zum Vortag. Die rasante Talfahrt scheint also vorerst gestoppt.