Geldanlage Aktien - Strategien, Tipps und Smalltalk

sowas könntest Du Dir selbst bauen aber soviel Sicherheit kostet doch nur unnötig Geld und frißt die Rendite schon vorher auf, das heißt falls es bei der eigentlichen Wette eine geben sollte :ugly:
 
also es geht darum, dass ich grade am überlegen bin ob ich in Rohöl investieren soll. Und der Dollar ist mir jetzt gerade zu hock gegenüber dem Euro. Da ich aber trotzdem einteigen will wenn das Öl unter 40Dollar fällt, suche ich eine Möglichkeit wie ich die Devisenschwankungen umgehen kann. Was meint ihr, macht das Sinn?
 
Ich sehe aktuell weder ein Top beim Dollar noch einen Boden beim Öl.

Du kannst auf beides wunderbar mit Optionsscheinen setzen. Das ist aber eine reine Wette, keine Investition.

Marty
 
was denkt ihr als realistischen Boden für das Öl? Ich hatte mir vorgenommen ab 35-38Dollar einzusteigen.

Die Chartkurve wird flacher, charttechnisch könnte sich da bei knapp 40 US-Dollar ein Boden bilden. Ich vertraue solchen Chartlinien aber lieber nicht. Gerade bei Öl kommen soviele Faktoren hinzu. Die OPEC könnte morgen ihre Fördermengen drosseln, dann steigt der Preis. Russland oder Venezuela haben gerade enorme Probleme, wenn die ihre Förderung hochfahren, dann sinkt der Preis weiter.

Geht die Wirtschaftskrise noch weiter und weitet sich aus? Dann kann ich mir auch Preise um 20$ vorstellen, irgendwer muss das ja auch kaufen.

Einen Einstieg in Öl würde ich zur Zeit nur unter Einhaltung eines ganz engen Stoppkurs in Angriff nehmen.

Hier hast Du was schönes zum Zocken mit dem Ölpreis: https://optionsscheine.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=22871137

Marty
 
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Welche Erfahrungen habt ihr mit Managed Futures gemacht? Jetzt kümmere ich mich um Privatkredite, aber ich würde es testen. Wenn man über managed futures leist klingt das wie eine Wunderanlage aber genau das macht mich skeptisch. Ich weiss dass man da nu große Summen investieren kann, aber es soll ja auch Lösungen für einen kleineren Einstieg geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was verstehst Du darunter? Im Grunde doch nichts anderes als ein Hedge-Fonds. Und wie gut die Manager dieser Fonds waren, kannst Du an deren Einsätzen bei VW sehen, als dort die Kurskapriolen stattgefunden haben.

Frage ist, was möchtest Du erreichen und welches Risiko möchtest Du eingehen?

Marty
 
aber es soll ja auch Lösungen für einen kleineren Einstieg geben.

gibt es, Du kannst die z.B. als Zertifikate kaufen

Hedge Fonds dienen aber in allererster Linie dazu dem Eigentümer und gutbezahlten Finanzjongleuren die Tasche vollzustopfen aber das Risiko bei den Anlegern zu belassen

es ist einfach nur sagenhaft was die sich an Gebühren gönnen :roll:
 
Leider bin ich zu spät auf diesen Thread gestoßen.

Nachdem ich ihn mir durchgelesen hatte, habe ich mich selber dabei erwischt, wie ich auf meinen Vermögensberater "reingefallen" bin.

Empfohlen hat er mir zwei Fonds.

Nummer 1: https://www.finanzen.net/fonds/UniCommodities
Nummer 2: https://www.finanzen.net/fonds/UniGlobal_-net-

Investiert habe ich in jeden Fond 3000 Euro und zwar im September 2008. Schaut euch selber an was nun passiert ist... mittlerweile weiß ich, dass das ein Griff ins Klo war. Ich war besonders von den UniCommodities angetan, da diese auf natürliche Ressourcen setzen. Würde ich jetzt auszahlen, hätte ich von meinen 6000 Euro nur noch knapp über 3000. Was würdet ihr mir empfehlen? Das Beste was man machen kannst ist warten würde ich sagen.
 
Der Commodities-Fonds dürfte eine Nummer spekulativer sein als der UniGlobal-net. Deshalb ist die Wertentwicklung auch nicht verwunderlich. Aber ich kann Deinen Berater zumindest ein wenig verteidigen. Im September schien das doch, vor der "grossen" Wirtschaftskrise, eine gute Entscheidung zu sein. Rohstoffe wurden immer teurer, der Verbrauch stieg, das Angebot aber nicht. Das die Nachfrage so wegbricht hat doch damals fast niemand geahnt.

mittlerweile weiß ich, dass das ein Griff ins Klo war.
Du hättest, ausser mit Tagesgeld, mit fast jeder Investition Miese gemacht in dem Zeitraum. Der Dax hat auch 40% verloren. Das Risiko der Börse halt.

Was würdet ihr mir empfehlen? Das Beste was man machen kannst ist warten würde ich sagen.
Das kommt auf Deine Erwartungshaltung an. Geht die Krise weiter? Verschärft sie sich noch? Dann werden die Kurse weiter fallen. Ist die Krise bald beendet, werden als erstes die Rohstoffe anziehen.

Der -net-Fonds ist ein Standardinvestment. Einmal alle grossen Firmen im Topf. Sowas lässt sich schwerlich selber nachbilden mit dem Geld. Wieviel Zeit bist Du bereit zu opfern, um die Sache selber in die Hand zu nehmen?

Marty
 
Soviel wie nötig ist, um mindestens das investierte wieder raus zu haben. Auf das Geld bin ich zurzeit nicht angewiesen und in absehbarer Zeit ebenso nicht.

Problem ist folgendes: Zur Zeit zahlst Du ungefähr 1,5% Deines Depotwertes für den Fondsmanager.

Da ich nicht sicher sagen kann, wie fit Du in Börsendingen (Bewertung, Abläufe, Kosten) bist, sollte man für ein solides Grundwissen mal so 30-40 Stunden einplanen.

Ich komme wöchentlich mit 2-3 Stunden Zeit hin, was die Bewertung meiner Anlagen und Entscheidungen angeht. Ich bewege aber ein wenig mehr Geld.

Wenn Du langfristig orientiert bist, reichen vielleicht auch 1-2 Stunden pro Monat. Absicherungen kann man automatisch einstellen.

Wenn Dir diese Zeit die 1,5% Ersparnis pro Jahr wert ist, dann leg los. Wenn nicht, lass es den Manager weiter machen.

Marty
 
Ich weiß dass es ein gewisses Risiko braucht und ich bin bereit es einzugehen. Ich würde gern eine gute Rendite haben, also mehr als 15%, das wäre mir wichtig im Moment.
Eine Rendite über 15% pro Jahr ist nur mit sehr risikoreichen Investments möglich und die Chance auf einen Totalverlust ist jederzeit gegeben, dass muss klar sein.

Ich würde folgendes mal zur Diskussion stellen:
https://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=21593037

Ein Discount-Zertifikat auf den Dax, Laufzeit bis 26.02.2010, also knapp 1 Jahre.

Preis aktuell: 36,33 Euro
Renditechance: 15,7% (14,8% pro Jahr)

Voraussetzung: Der Dax steht am 26.02.2010 (Schlusskurs) über 4.200 Punkten.
Steht er darunter, gibt es pro Zertifikat 1/100 des Dax-Kurses, bei 4.000 Punkten also 40 Euro.

Verlust wird gemacht, wenn der Dax am 26.02.2010 unter 3.633 Punkten steht, also wenn er ab heute 19% verliert.

Dieses Zertifikat beinhaltet weniger Risiko als ein Direktinvestment in den Dax, dafür ist die Chance begrenz bei 15%.

Wenn die Deutsche Bank pleite geht, gibt es nichts.

Marty
 
Da ich nicht sicher sagen kann, wie fit Du in Börsendingen (Bewertung, Abläufe, Kosten) bist, sollte man für ein solides Grundwissen mal so 30-40 Stunden einplanen.

Ich komme wöchentlich mit 2-3 Stunden Zeit hin, was die Bewertung meiner Anlagen und Entscheidungen angeht. Ich bewege aber ein wenig mehr Geld.

Wenn Du langfristig orientiert bist, reichen vielleicht auch 1-2 Stunden pro Monat. Absicherungen kann man automatisch einstellen.

Hi,

leider bin ich gar nicht so fitt in solchen Sachen, was sich jedoch in den nächsten Monaten ändern wird.

Du sprachst davon, dass du wöchentlich 2-3 Stunden Zeit damit verbringst. Was genau machst du denn dann in dieser Zeit mit deinen Investitionen?
 
Du sprachst davon, dass du wöchentlich 2-3 Stunden Zeit damit verbringst. Was genau machst du denn dann in dieser Zeit mit deinen Investitionen?
News lesen, Meinungen überdenken und neue Investmentchancen suchen.

Ich kaufe z.B. eine Aktie. Dann habe ich natürlich eine Erwartungshaltung. Ich vermute diverse Dinge und gehe davon aus, sie steigt. Ich lege mir also meinen persönlichen "fairen" Wert fest. Dazu lege ich einen Stoppkurs fest, bei dem die Aktie wieder rausfliegt, um den Verlust zu begrenzen.

Erreicht jetzt eine Aktie den Stoppkurs, wird sie automatisch verkauft. Kein "aber sie könnte doch wieder steigen" möglich. Das bewahrt vor Verlusten.

Erreicht sie den Zielkurs, muss ich mir überlegen, ob meine Kriterien sich geändert haben. Wenn nicht, Aktie verkaufen. Wenn ich Chancen für einen Fortgang des Anstiegs sehe, dann behalte ich die Aktie und ziehe den Stoppkurs nach.

Habe ich neue News zu einer Aktie, dann ändere ich diese Werte entsprechend. Und ab und zu brauch ich ja auch was Neues zum Investieren.

Im Moment investiere ich hauptsächlich in Discount-Zertifikaten. Die Volatilität (Schwankungsbreite) bei einigen Aktien ist hoch, die Ertragschancen bei den Zertifikaten relativ gut. Ich streue über mehrere Anbieter, falls doch mal eine Bank pleite geht.

Im Moment ist das hauptsächlich abwarten und beobachten, mehr bleibt nicht. Die Börse zeigt keine klare Richtung, Einzelwerte ebenfalls nicht. Ich lese halt mal die Jahresergebnisse der Unternehmen durch, heute ist die Deutsche Bank ja ganz interessant.

Marty