Geldanlage Aktien - Strategien, Tipps und Smalltalk

Ich hätte eine Frage, mal wieder:-?
Und zwar wollte ich fragen, ob mir einer erklären kann weshalb z.B. Fielmann nur 60% Eigenkapitalquote hat und diese die letzten Jahre kontinuierlich gesunken ist (https://www.fielmann.de/downloads/fielmann_bericht_2007.pdf)?
Welche Faktoren (Investitionen / Filialen / Brillen als Austellungsstücke?) sorgen dafür, dass Fielmann (in meinen Augen) relativ auf viel Fremdkapital angewiesen ist?
Danke euch für Antwort
 
Und zwar wollte ich fragen, ob mir einer erklären kann weshalb z.B. Fielmann nur 60% Eigenkapitalquote hat
Warum "nur"? Eine Eigenkapitalquote von 60% ist schon ein richtig guter Wert und zeigt ein sehr solides Wirtschaften.

In der Industrie gibt es Unternehmen, die deutlich unter 40% Eigenkapital aufweisen können und trotzdem kerngesund sind.

https://www.foerderland.de/2081.0.html schrieb:
Die durchschnittliche Eigenkapitalquote lag im Mittelstand 2002 bei 18,7 Prozent. Drei Jahre später war sie auf 23,9 Prozent gestiegen. Je größer das Unternehmen ist, desto besser ist in der Regel auch seine Ausstattung mit Eigenkapital im Jahr 2005:

* Kleinstunternehmen: 20,1 Prozent
* Kleine Unternehmen: 19,2 Prozent
* Mittlere Unternehmen: 25,3 Prozent
* Großer Mittelstand: 27,2 Prozent

Die Eigenkapitalquote kann z.B. dann sinken, wenn man Neuinvestitionen tätigt, die fremdfinanziert werden. Kaum ein Unternehmen wird sich erst einmal Millionen zusammensparen, ehe es investiert.

Gruss
Marty
 
Bei Banken sind gute Eigenkapitalqouten schon bei 10% zufinden, weil das Kundengeld nicht der Bank gehört.

Hohe Eigenkaitalquoten sind für kleine Unternehmen auch gefährlich.
Die sogenannten "Heuschrecken" sind auf solche Unternehmen aus.
Bei Kodak war das gut zusehen. Die hatten sich eine gute Eigenkapitalquote aufzubauen und dann wollten die guten "Investoren" hohe Renditen und Sonderauszahlungen.
 
Hohe Eigenkaitalquoten sind für kleine Unternehmen auch gefährlich.
Die sogenannten "Heuschrecken" sind auf solche Unternehmen aus.
Sorry, aber das ist Bull- (im Wahrsten Sinne) -shit.
Ein Unternehmen wird bei seiner Finanzplanung kaum darauf achten, wie sich die ein oder andere Finanzierung auf die sog. Heuschrecken auswirkt.

Unternehmen die eine hohe Eigenkapitalquote haben, haben den Vorteil dass vom Gewinn mehr an die Investoren fließt, als bei Unternehmen, die eine hohe Fremdkapitalquote aufweisen, und es für die sog. Heuschrecken dadurch lukrativer ist. Außerdem haben solche Unternehmen den Vorteil, dass sie bei einem günstigen Aktienkurs relativ wenig Risiko aufweisen, im Gegensatz zu Unternehmen, die eine hohe Fremdkapitalquote haben, deren Bilanz im worst case unter den Fremdkapitalgebern aufgeteilt wird, und für die Investoren, die Eigenkapitalgeber, nix mehr übrig bleibt.
 
Naja, eine niedrige Eigenkapitalquote kann auch ein Hinweis auf die Nutzung des Leverage-Effekts sein. Im Endeffekt geht es dabei darum, dass es für das Unternehmen vorteilhafter ist, Investitionen mit Fremdkapital zu bestreiten, wenn der Zins hierfür günstiger ist, als für Eigenkapital.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, eine niedrige Eigenkapitalquote kann auch ein Hinweis auf die Nutzung des Leaverage-Effekts sein.
Das sollte sie auf jeden Fall sein, sonst macht man irgendetwas falsch, wenn die Zinsen des Fremdkapitals höher sind als die Rendite der Anlage. :ugly:
Das Problem ist nur, dass sich die Rendite ändern kann, die Zinsen jedoch gleich bleiben und dann steht man blöd da...
 
Das sollte sie auf jeden Fall sein, sonst macht man irgendetwas falsch, wenn die Zinsen des Fremdkapitals höher sind als die Rendite der Anlage. :ugly:
Nicht die Rendite der Investition!

Die Frage ist hier vielmehr, woher die Mittel für eine Investition stammt. Aus dem EK oder dem FK? Ist EK-Zins > FK-Zins, lohnt es sich für Unternehmen doch eher, die Investition mit FK zu bestreiten um so die EK-Rendite zu erhöhen.

Das Problem ist nur, dass sich die Rendite ändern kann, die Zinsen jedoch gleich bleiben und dann steht man blöd da...
Jo, das kann passieren. Frag mal bei der Hypo-Real-Estate nach... :ugly: :mrgreen: :ugly:
 
bzgl. Commerzbank - Teilverstaatlichung:

Wie kommt der Bund an seine 25% + 1 Aktie?
Steht eine Kapitalerhöhung von 1,8 Mrd. € an und der Bund bekommt dann die Jungen Aktien?
 
Evtl. hat die Commerzbank genug Optionen, die gezogen werden können.

Bei 92% Streuanteil sollte es auf dem markt genug Aktien geben.

gruss kelle!
 
Wie kommt der Bund an seine 25% + 1 Aktie?
Steht eine Kapitalerhöhung von 1,8 Mrd. € an und der Bund bekommt dann die Jungen Aktien?
Korrekt.

@Kelle: Das würde wenig Sinn machen, wenn der Staat die Aktien an der Börse kaufen müsste, dann wäre das Geld ja bei den Verkäufern und nicht bei der Commerzbank.

Und wenn die Commerzbank noch loiquide Mittel in Form von Optionen auf eigene Aktien hätte, dann hätten die die längst verkauft um Geld in die Kasse zu bekommen und hätten nicht beim Staat gebettelt.

Marty
 
Was haltet ihr allgemein von der Commerzbank? Bei dem Kurs grad ist das doch eigentlich ein Super Einstiegswert. Viel runter kann se nicht mehr und wenn sich alles etwas fängt wird se doch fast sicher wieder anziehen?!?

Ich beschäftige mich erst ne kurze Zeit mit Aktien.. Aber das sieht doch eigentlich (langfristig) nach nem guten Kurs zum einsteigen aus, oder?
 
Hach ja, der gute alte Einstiegswert.
Ich dachte vor ein paar Monaten bei der Deutschen Bank wären 50€ ein guter Einstiegskurs. Heute steht der Kurs bei 25€.


Ich würde von Bankaktien die Finger lassen, solang da nicht wirklich alles offen gelegt haben.
Als nächstes wird noch die Kreditkartenblase platzen und da gibts bei den Bankenwerten, bestimmt auch noch mal einen guten rutsch nach unten.

Die Commerzbank ist zur Zeit am Aktienmarkt mit 3,2 Mrd. bewertet.
2007 hatte die Commerzbank ein Eigenkapital von 15,1 Mrd.
Jetzt ist nur die Frage wieviel davon schon aufgebraucht wurde bzw. vernichtet wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich (Meinung eines relativen Neulings) würde eher die Finger von der Commerzbank lassen. Habe natürlich auch schon darüber nachgedacht einzusteigen, aber du kaufst ja hauptsächlich Aktien, weil du dir davon zukünftige Gewinne in Form der Dividende versprichst.

Ich persönlich denke diese wird für eine ganze Weile relativ klein ausfallen. Zum einen ist, wie bereits gesagt, noch nicht klar wie viel Geld im Zuge der Finanzkrise / Weltwirtschaftskrise noch abgeschrieben werden muss und zum Anderen wird die Commerzbank eine Weile brauchen bis sie das Geld an den Staat wieder zurückbezahlt hat.

Halte es auch für wahrscheinlich, dass der Kurs noch bei weitem nicht seinen TP gesehen hat. Ein Kumpel von mir ist bei der HRE bei 6€ eingestiegen und meinte "Die kann einfach nicht mehr weiter fallen"

-Seth