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Gelöschtes Mitglied 2069
Nun, als Politikerbonze ist es natürlich leicht daher geredet. Als Polizist ist es aber was ganz anderes, auf wegrennende Menschen oder auf sie zudrängende Menschengruppen zu schießen. Und das bei der Überlastung der Polizisten.
Gehört der Waffeneinsatz aus Sicht der AfD(-Anhängerschaft) auch zum Ultima Ratio, wenn es hier zu Unruhen kommen sollte (wie manch besorgter Bürger befürchtet oder gar prophezeit)?
Nein das darf unter gar keinen Umständen passieren. Das wird auch gar nicht gefordert.
Die CDU fordert allerdings den Einsatz der Bundeswehr im Inneren, wogegen ich mich stark wehre. Es hat schon ein Sinn warum Polizei und Bundeswehr getrennt sind. Für die Außengrenzen bin ich aber schon für, dass Bundeswehr eingesetzt werden darf, sofern die Polizei überfordert wird.
Flüchtlinge sollten zunächst in ein Auffangbecken nahe der Grenze kommen, bevor sie in die Länder durchgereicht werden. Dann entscheidet man über den Asylantrag so wie es sich gehört und dann gehts weiter oder wieder zurück. Wenn die wieder ausgewiesen werden muss aber gewährleistet werden, dass die dort wo sie hingehen körperlich unversehrt bleiben. Das kann man z. B. machen indem man die Hilfe vor Ort massiv aufstockt. Es ist immer noch billiger für den Staat den Leuten in ihrem eigenen Land zu helfen als wenn sie in Deutschland untergebracht werden. Das muss man auch bedenken. Die Lebenshaltungskosten sind in Deutschland weit höher als in Syrien.
Wäre die Kompetenz bei der Flüchtlingsfrage in Brüssel gäbe es vielleicht bereits einen europäischen Verteilungsschlüssel und Merkel hätte vielleicht nicht die Grenzen aufgemacht bzw. aufmachen müssen.
Schön wärs ja. Aber alle anderen EU-Staaten lehnen diesen Schlüssel eben ab das geht sogar in Tschechien, Slowenien, Ungarn, Frankreich und Großbritannien über alle Parteigrenzen hinweg, dass sie keine Flüchlinge aufnehmen und dagegen klagen werden, wenn die EU-Kommission dies beschließen sollte. Wir sind also auf uns allein gestellt uns um die Menschen zu kümmern. Der Staat kann uns nicht mehr angemessen schützen und das heißt eben, dass wir wohl auf uns alleine gestellt sind. Nun sind die Flüchtlinge ja da. Die große Frage wird sein, was nun passiert. Werden sie abgeschoben oder bekommen sie eine Duldung? Werden sie nicht abgeschoben könnte das gewisse Spannungen mit sich bringen, die eine Dynamik annehmen könnte, die wir jetzt noch nicht abschätzen können. Die Dinge entwickeln sich ja immer weiter. Problem sind nicht die 1,3 Millionen Zuwanderer/Flüchtlinge, sondern die Nachzugsregelung. In ein paar Jahren werden wir dadurch vielleicht das 5-8 Fache an Menschen haben, weil alle die Menschen ihre Familie ersten Grades nachholen können, wenn dem jeweiligen Asylantrag bewilligt wird. Im Nu haben wir also nicht 1,3 (da ist die Dunkelziffer schon drin enthalten) sondern 6-10 Millionen. Das aber können wir nicht leisten. Das weiß auch Frau Merkel deshalb wird sie auch handeln müssen und das wird sie auch.
Wenn man seine eigene Identität stark an der Nationalität festmacht, ist man natürlich der Gelackmeierte. Für die Menschen, für die das eine untergeordnete Rolle spielt, ist es weitesgehend egal, ob "die da Oben" nun in Berlin oder Brüssel sitzen. Lobbyisten sind schließlich keine Amateure. Außerdem unterschätzt man bei der AfD(-Anhängerschaft), wie stark Berlin seinen Einfluss in Brüssel nutzt, um nationale Interessen (primär Wirtschaft) durchzusetzen.
Nun unsere Politiker sind ja in erster Linie für ihre Bürger da, die in einem Land eine Wertegemeinschaft und Sprachgemeinschaft bilden. Da alle wesentlichen Entscheidungen von der Bundespolitik entschieden werden, schaut man in erster Linie erst einmal auf die Menschen die im eigenen Land (bzw. in den Bundesländern oder in den Regionen) leben. Wir haben in Deutschland einen Rattenschwanz an Problemen, die nicht gelöst sind - und es wird noch viel schwieriger, wenn wir all die Probleme aus dem Ausland auch noch übernehmen müssen. Die DDR-Integration hat schon enorme Kraftanstrengungen gekostet; bei der Griechenland-Rettung wurde ein Mehrfaches des deutschen Jahresbudjets verbürgt... Ich könnte noch viel mehr Beispiele nennen in denen wir uns in einer Schieflage befinden (Rente, Bildung, Gesundheit, Verkehr, Hartz 4, Euro, Überwachung, Waffenexport etc.). Wie sollen wir denn all das was jetzt noch dazu kommt schultern? Wir können uns nicht selbst ruinieren und schon gar nicht all die falschen Hoffnungen erfüllen. Diese Menschen haben mein vollstes Verständnis. Allerdings muss man auch sagen, dass Grenzen gibt bei dem was man schaffen kann und dem was man leisten kann. Wenn man den sozialen Frieden im Land behalten will, muss man nun handeln und zwar in einer Weise, die menschenwürdig abläuft. Es darf kein Tabu sein, Menschen abzuschieben. Andere Länder machen das doch auch. Unsere Politik wehrt sich mit Händen und Füßen die Realitäten zu sehen. Wir schaffen das - so heißt es. Ich glaube wir schaffen das nicht, wenn jetzt nicht gehandelt wird.
Berufspolitiker wie ein gewisser Herr Gauland? Und strebt die Kandidaten der AfD nicht genau diesen Beruf an? Oder wollen die bloss vorübergehend ihre möglichen Mandate wahrŕnehmen und nach einer Legislaturperiode den Platz für jemand Neues frei machen?
Da hast du vollkommen recht. Die AfD ist nicht das Allheilmittel, sondern das kleinere Übel. Ich werde die AfD auf Bundesebene auch nicht wählen, weil ich da generell zu Hause bleibe. Ich stelle mir ein demokratisches System vor wie es die Schweiz hat. Die Berufspolitiker - auch die die jetzt in der AfD Berufspolitiker werden, gehören natürlich kritisiert. Da bin ich voll bei dir!
Das selbe Fazit konnte man letztens nach dem Auftritt von Petry in solch einer Quatschrunde ziehen. Inhalte?! Fehlanzeige!
Da stimme ich dir ebenfalls zu. In der Maischberger-Sendung hat keiner eine besonders gute Figur gemacht. Außer der Meinungsforscher vielleicht. Ich bin auch kein Freund von solchen verbalen Attacken, die rückwärtsgewandt sind. Politiker wollen immer recht haben. Wenn da mal einer sitzen würde der sagt, komm wir setzen uns jetzt mal alle an einen Tisch (nicht vor der Kamera) und versuchen Lösungen herbeizuführen oder einer lädt den anderen ein zu einem Meinungsaustausch. Das wäre mal was. Oder ein Politiker der Fehler zugibt. Aber nein, sowas muss noch geboren werden. Also die ganze Polemik bringt uns nicht weiter. Ich bin auch polemisch und polarisiere gerne. Allerdings bin ich auch bereit meine Meinung zu ändern und höre mir auch bessere Vorschläge an. Nur Dummköpfe ändern ihre Meinung nicht. Ich bin auch kein schlechter Mensch oder ein Nazi, sondern jemand der abwägt zwischen dem was möglich wäre und dem wo wir an die Grenze der Belastbarkeit kommen.
Deutschland muss allerdings als Ganzes schon sehen, den inneren Frieden zu bewahren und die Interessen der Menschen die hier leben zu schützen. Die innere Sicherheit ist für den sozialen Frieden unheimlich wichtig, wenn man keine Volksaufstände haben will. Ich bin auch gegen jede Form von Gewalt und ein Menschenfreund. Also man muss immer für sich selbst schauen wo man steht. Eine Nazi-Diktatur sehe ich nicht, auch die AfD bewegt sich im demokratischem Spektrum und klar scheuert sie mit ihren Äußerungen manchmal ganz nah an der Grenze zum Extremen entlang. Das liegt daran, dass diese Menschen meist nicht politisch ausgebildet sind und nicht genau wissen oder nicht genau überlegen was sie sagen. Auf Menschen zu schießen an der Grenze hätte ich nicht als vorgeschlagen, weil es unklug ist. Allerdings muss auch Frau Petry sich mehr distanzieren von Leuten, die rechtsextrem argumentieren und Menschen strenger bestrafen für Äußerungen, die gewisse Menschen aufgrund ihrer Herkunft als minderwertig ansehen. Das geht so nicht. Zudem wäre Frau Petry besser dran, wenn sie auf Inhalte setzt, statt sich auf Beleidigungen einzulassen. Wenn man eine feste Meinung hat, die verbissen ist wie die SPD, dann wird man sie auch nicht überzeugen können in politischen Talkshows. Ich hätte gerne mal gewusst, was die SPD für Antworten hat oder die CDU?
Diese Menschen haben doch den Hebel zur Entscheidung und hätten etwas tun können. Machen sie aber nicht. Es betrifft sie selbst ja auch gar nicht. Mir zeigt das eigentlich wie weit sich die Politik von den Menschen entfernt hat. Man hat das Gefühl, der unmündige Wähler zu sein. Die die Entscheidungen treffen, die betrifft es ja nicht. Wieso brauchen wir 600 Abgeordnete im Bundestag? Reichen nicht auch 300? Wieso gibt es keine Volksentscheide bei wichtigen Fragen? Wieso lügt der Staat bei der Arbeitslosenstatistik? Wie wollen wir eigentlich leben? Es stört also die Komfortzone und man hat offenbar den Bezug zur Realität verloren. 1,3 Millionen Flüchtlinge zu schultern ist schon eine enorme Kraftanstrengung vieler ehrenamtlicher Menschen. Mich freut diese Bereitschaft auch. Allerdings geht das Leben ja weiter und wir können nicht allen hier eine Perspektive geben. Darüber machen sich wenig Menschen wie z. B. Claudia Roth Gedanken. Wir setzen mit leichtsinnigen Gutmenschentum unsere Zukunft aufs Spiel und das vergessen diese Menschen.
Eine Obergrenze bedeutet, dass man Gesetze nicht mehr anwendet und Artikel des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt wird. Keine Ahnung, ob die AfD eine Obergrenze fordert, aber abgeneigt dürfte sie nicht sein.
Ja die AfD würde die Zahl von Horst Seehofer befürworten 200.000 pro Jahr, einige fordern Minus 200.000 also keine. Ich halte von einer Obergrenze auch nix. Stattdessen bin ich für ein Punktesystem. Natürlich muss man politisch Verfolgte - also wenn die Todesstrafe in dem Land droht, hierbleiben dürfen oder z. B. in der EU aufgeteilt werden. Für die Wirtschaftsflüchtlinge muss dann ein Punktesystem her, nach dem man selektiert nach Berufen, die wir hier in Deutschland brauchen. Die anderen müssen wieder zurück.
Zu Hitlers Zeiten hatte man bestimmt keine Probleme mit rechter Hetze und Populismus. Die Wahrheit ist, dass die AfD eine rechtspopulistische Partei mit einer Entwicklung zum rechten Rand hin ist. Ich hoffe, dass darf man sagen...
Da sind wir völlig einer Meinung. Rechts ist sie - und es gibt auch in dieser Partei rechtsextremes Gedankengut. Rechts und Rechtsextrem ist aber ein Unterschied. Die CDU war ja auch mal rechts. Heute ist sie nicht mehr so konservativ, sondern eher SPD-Grün-ähnlich.
Die AfD wird die grundlegenden Fragen, die ich oben genannt habe auch nicht lösen, weil sie die Mehrheiten nicht kriegt und weil ich der Meinung bin, dass Politiker im Kern eh nichts zu entscheiden haben. Es gibt keine Partei, die auf Dauer eine wirtschaftsfeindliche Politik machen kann oder eine die gegen die Interessen großer Konzerne oder Banken gerichtet ist. Sie wird binnen weniger Tage oder Monate hinweggefegt, wenn die Bürger es spüren. Es ist vielleicht eine Verschwörungstheorie aber als wir die Eurokrise erlebt haben, hat sich die hässliche Fratze der Machthaber gezeigt. Banken und Versicherungen haben den größten Sozialismus der Geschichte erhalten. Daher bin ich Realist. Die AfD wird aber Belebung reinbringen bei denen, die ihre Komfortzone noch nicht verlassen haben. Wir werden es sehen - oder sie verschwindet halt wieder wie die Republikaner in der Versenkung.
Ich brauche keine politischen Parteien für mich, für mein Leben. Politik macht für mich sowieso immer nur im regionalen Einflussgebiet Sinn, da wo man konkret etwas gestalten kann. Ich glaube nicht, dass Bundestagsabgeordnete (egal welcher Partei) wissen, was die Region aus der sie ihr Direktmandat haben, für Belange hat, um sich gekümmert werden müsste. Sitzt man erstmal in Berlin, verliert man sehr schnell den Bezug zu den Menschen. Also muss jeder sich selbst helfen. Man darf sich nicht auf die Politik verlassen.
Oder wie in Deinem Fall trotz Widerlegung weiterhin diese Propaganda ablassen nichts anderes als Populismus (und nicht polemisch).