Ist Sniper: Ghost Warrior 3 eine Shooter-Überraschung?
In der Masse an Shootern die derzeit den Markt dominieren, braucht es gewisse Alleinstellungsmerkmale, um die Gunst der Fans zu gewinnen. Die Sniper: Ghost Warrior-Reihe legte den Fokus auf den einsamen Scharfschützen, der seine Manöver planen und geeignete Plätzchen für sein Werk in der Umgebung ausfindig machen muss. Die ersten beiden Ableger waren in diesem Aspekt ihrem Ziel zwar treu, doch entwickelte es sich früher oder später doch zu einer schießwütigen Auseinandersetzung mit hohlen KI-Gegnern. Hier möchte CI Games wieder aufräumen und seinem Spiele-Titel wieder alle Ehre machen. Der Plan könnte voll aufgehen. Wieso? Das werden wir euch an dieser Stelle gerne erläutern.
Auf der gamescom wurden wir vom polnischen Entwickler-Studio zu einer kleinen Audienz mit Sniper: Ghost Warrior 3 eingeladen. In dieser knapp 20-minütigen Präsentation wurden viele neue Elemente zur Schau gestellt, die untermalen sollen, wieso dieser Titel den Namen Sniper redlich verdient hat. Der Anfang verlief noch sehr friedlich. Als Doppel-Agent, eingeschleust in der Crew eines Warlords, nehmen wir an einer sporadischen Hochzeits-Zeremonie des selbigen teil. Da die Uhr allerdings tickt und feindliche Truppen auf dem Vormarsch sind, gilt es das als Basis dienende Dorf mit zahlreichen Hilfsmitteln zu schützen.

Der erste Weg führt in einen kleinen Unterschlupf, in dem wir uns natürlich nach bestem Wissen und Gewissen ausrüsten dürfen. Da das kleine Dörfchen über verschiedene Zugänge verfügt, packen wir ein paar Landminen in die Tasche. Da wir aber auch kein Rambo sind, ist die Anzahl auf wenige Slots begrenzt. Etwas C4 und auch eine fliegende Drohne wird in den Rucksack gestopft. Von Oben lässt sich das Feld eben am besten unter die Lupe nehmen. Nun geht es an die primäre Bewaffnung, in der wir logischerweise auf ein namens gebendes Scharfschützengewehr zurückgreifen. Aus einer Vielzahl an Waffen, wird die favorisierte ausgewählt, modifiziert und über die virtuelle Schulter geschwungen. Als Nächstes folgt ein neues Spielelement: Das Bullet-Crafting.
Die Wahl der richtigen Munition ist in Sniper: Ghost Warrior 3 von großer Bedeutung. Denn um auf die bevorstehende Situation gefasst zu sein, ist die Wahl der richtigen Kugel essenziell. Jede Kugel unterscheidet sich von der anderen. Eigenschaften wie Geschwindigkeit, Reichweite und ob Panzerung durchdrungen werden kann, entscheiden über Leben und Tod. Da wir auch hier limitiert sind, stecken wir uns ein paar größere Patronen in die Tasche, die zwar ordentlich Bums haben, durch ihr Gewicht allerdings auch an Reichweite einbüßen. Dann noch ein paar reguläre Patronen hinterher und wir sind auf den bevorstehenden Kampf bestens vorbereitet.

Was nach Science-Fiction klingt, aber laut Entwickler gar keine ist, sind die so genannten DARPA-Patronen. Wurden diese erst einmal abgefeuert, können sie ihr Ziel verfolgen. Habt ihr also einen feindlichen Gesellen auf einem Motorrad anvisiert, kann dieser selbst durch geschickt Ausweichmanöver seinem Schicksal und der Kugel nicht entkommen. Klingt fies, ist es auch. Krieg macht eben erfinderisch.
Nun ist es unsere Aufgabe, die Gegend nach potenziellen Angriffspunkten abzusuchen und Verteidigungsmaßnahmen umzusetzen. Eine von zwei Brücken wird genauer untersucht, bevor wir über die Brüstung klettern, an ihr festhalten können und an schwächlichen Pfeilern etwas des explosiven C4 kleben. Fließend klettern wir wieder hoch und begeben und zurück ins heimische Dorf. Auch auf die zahlreichen Häuser können wir in guter Assassins Creed-Manier hinaufklettern und richten uns auf einem dieser unseren ersten taktischen Sniper-Spot ein. Der Blick auf die Umgebung ist ideal, wäre da nicht dieser nervige tote Winkel.

Also geht es weiter zur befestigten Straße, auf welcher wir ein paar der kleinen Landminen platzieren. Und die sollten möglichst unauffällig gelegt werden, da feindliche Truppen sie erspähen und locker flockig deaktivieren können. Taktisches Feingefühl ist also angebracht. Mit ein paar geschickten Parcour-Moves geht es eine kleine Felswand hinauf zu einem Turm, an dem wir unser zweites Scharfschützennest aufbauen. Sollte die Situation also brenzlig werden, können wir fix zum vorherigen Punkt sprinten und die Feinde von dort aus aufs Korn nehmen. Nahkampf ist natürlich vorhanden und wird beizeiten eingesetzt, aber als waschechter Scharfschütze agieren wir doch lieber aus dem Hinterhalt.
Das Dorf ist also mit allen Mitteln sicher gemacht, was wir auch unserem Vorgesetzten mitteilen möchten. Kaum angekommen werden wir in eine Cutscene geworfen, in derer wir leider feststellen müssen, dass wir nicht der einzige Doppel-Agent im Bunde sind und der Kampf nun auf zwei Seiten ausgetragen werden muss. Und im Hintergrund hören wir bereits die anrückenden Truppen des eigentlichen Gegners, der direkt in unsere Fallen tappt. Hier endet die uns gezeigte Präsentation zu Sniper: Ghost Warrior 3 und lässt uns mit einem zufriedenem Lächeln zurück. Wir sind guter Dinge, dass der dritte Ableger der Reihe seine beiden Vorgänger locker abhängen kann und für die ein oder andere Überraschung sorgen kann. Der Titel erscheint im Sommer 2016 für PC, PS4 und Xbox One.
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