Filmkritik - Swimfan (2002)
 
 

Swimfan

DVD / Blu-ray :: IMDB (4,9)
Regie: John Polson
Darsteller: Jesse Bradford, Erika Christensen
Laufzeit: 81min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Thriller, Drama (USA)
Filmstart: 15. Mai 2003
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Wie jeden Morgen trifft sich die Clique vor dem Unterricht in der Eingangshalle der High School. Der smarte Ben (Jesse Bradford), seine hübsche und intelligente Freundin Amy (Shiri Appleby), die Freunde Josh (Clayne Crawford), Randy (Jason Ritter) und Rene (Kia Joy Goodwin) sind Seniors und freuen sich darauf, bald ihre Kleinstadt in New Jersey zu verlassen um aufs College zu wechseln. Für das Bilderbuchpaar Ben und Amy schwingt jedoch ein bisschen Wehmut mit, denn Ben hat gute Aussichten auf ein Stipendium an der Westküste, während seine erste große Liebe Amy an der Ostküste studieren wird. Ben muss zum Schwimmtraining und will gerade seine Sachen aus dem Schrank nehmen, als eine schöne Unbekannte vor ihm steht. Madison Bell (Erika Christensen) ist neu an der Schule und hat Probleme, das Schloss ihres Schranks aufzukriegen. Charmant bittet sie Ben um Hilfe und schenkt ihm zur Belohnung ihre silberne Haarnadel, mit der er die Tür geknackt hat. Der Schwimmtrainer (Dan Hedaya) empfängt Ben mit guten Nachrichten: Es scheint zu klappen mit seinem Stipendium, aber vorher muss er noch einen Wettkampf gewinnen und der Coach erwartet, dass Ben jede freie Minute dem Training widmet. Auf dem Heimweg läuft ihm Madison direkt vors Auto und nur mit einer Vollbremsung kann er einen Unfall verhindern. Er fährt sie nach Hause. Später findet er ein Buch, das Madison in seinem Auto vergessen hat. Als er es ihr vorbeibringen will, stellt er fest, dass die attraktive Blondine die Cousine eines Mitschülers ist, der aufgrund seines merkwürdigen Verhaltens bei allen unbeliebt und in gewisser Weise das schwarze Schaf der Schule ist. Ben und Madison gehen essen und da die attraktive junge Frau ihm unübersehbare Avancen macht, geht der treue Ben in die Offensive und schwärmt ihr von seiner wundervollen Freundin Amy vor. Madison scheint zu verstehen. Später schaut er noch schnell bei Amy vorbei, die eine Lösung für ihr College-Problem vorschlägt: Würde sie statt nach Rhode Island nach Berkeley gehen und er das Stipendium in Stanford bekommen, könnten sie sich eine gemeinsame Wohnung nehmen. Amy ist enttäuscht über Bens eher verhaltene Reaktion und darüber, dass er gleich wieder aufbricht und noch mal zum Schwimmbad geht. Nachts ist es menschenleer dort und Ben hat ideale Trainingsmöglichkeiten. In einer Verschnaufpause entdeckt er Madison am Beckenrand, die ihn bittet, ihr das Schwimmen beizubringen. Eigentlich will Ben nur in Ruhe seine Runden drehen, aber er staunt dann doch nicht schlecht, als sie beginnt, sich auszuziehen und in Unterwäsche zu ihm ins Wasser springt. Doch aus dem Schwimmunterricht wird nichts, denn Madison hat es darauf angelegt, Ben nach allen Regeln der Kunst zu verführen. Und diese Regeln beherrscht sie so perfekt, dass sein anfänglicher Widerstand bald gebrochen ist. Sie haben schnellen, leidenschaftlichen Sex im Pool und Bens schlechtes Gewissen meldet sich erst zurück, als alles vorbei ist. Als er sie nach Hause bringt, versprechen sie sich gegenseitig, niemals und mit niemandem über dieses selbstverständlich einmalige Erlebnis zu sprechen. Noch ahnt Ben nicht, was für ein Albtraum für ihn jetzt ganz allmählich beginnt. Madison entwickelt sich zu seinem persönlichen Fan und setzt alles daran, ihn für sich alleine zu haben: In der Hoffnung Amy eifersüchtig machen zu können, versteckt sie einen Slip in seinem Auto. Sie terrorisiert ihn mit unzähligen Anrufen, SMS und E-Mails mit Nacktfotos ihres verführerischen Körpers. Sie besucht heimlich seine Mutter und lässt nichts unversucht, ihn in kompromittierende Situationen zu bringen. Der ohnehin gestresste Ben hat keine ruhige Minute, kein ruhiges Gewissen mehr – zumal seine Amy wegen dieser College-Geschichte neulich ohnehin ein wenig beleidigt ist und sich fragt, ob er sie denn wirklich liebt. Aber das ist erst der Anfang … Madisons Aufdringlichkeit führt dazu, dass er sein Training vernachlässigt und kaum noch Zeit für Amy findet, denn nach der Schule hat er noch seinen Job im Krankenhaus, der ihm viel Spaß macht und den er mit großer Gewissenhaftigkeit ausübt. Als eines Abends fast ein Patient zu Schaden kommt, weil die Medikamente, die Ben austeilt, von irgend jemand vertauscht worden sind, wird er gekündigt. Und in Ben keimt ein schlimmer Verdacht. Er stellt Madison zur Rede, doch sie streitet alles ab. Amy führt Bens Nervosität auf seinen Stress zurück und hofft, dass nach dem Wettkampf alles wieder wird wie früher. Noch einmal besucht Madison Ben am Pool. In der Hoffnung, seine Leidenschaft doch noch mal anheizen zu können, platziert sie sich in sehr eindeutiger Pose am Beckenrand und bietet ihm sehr tiefe Einblicke. Als Ben unbeeindruckt bleibt, schnappt sie sich seinen Freund Josh und versucht Ben mit einem heftigen Kuss eifersüchtig zu machen. Der aber ist erleichtert und hofft, endlich das Problem Madison vom Hals zu haben. Doch als er am nächsten Morgen Amy und die Clique in der Schule trifft, reagieren alle sehr zurückhaltend auf den sonst so beliebten Ben. Was folgt, ist eine schallende Ohrfeige von seiner zutiefst verletzten Amy, denn Madison hatte zwischenzeitlich dafür gesorgt, dass sie von Bens Fehltritt erfährt. Für Amy bricht eine Welt zusammen, nie wieder will sie etwas mit Ben zu tun haben. Am Tag des für ihn so bedeutenden Wettkampfs wird Ben wegen eines Dopingvorwurfs disqualifiziert. Er vermutet, dass Madison und Josh dahinter stecken, denn wer sonst hätte ein Motiv, die Urinproben zu vertauschen? Besonders brenzlig wird die Situation für Ben, da er früher schon wegen Drogenproblemen verurteilt worden war und alle, selbst seine Mutter (Kate Burton), nun glauben, er sei rückfällig geworden. Als dann auch noch sein Freund Josh mit eingeschlagenem Schädel im Pool aufgefunden wird, gerät Ben unter Mordverdacht. Er weiß, dass er Madison zur Strecke bringen muss, denn nicht nur für ihn geht es um Leben und Tod. Heimlich durchsucht er ihr Zimmer und findet eine Schachtel mit Ben-Devotionalien: Sie sammelt alles, was sie über ihr Idol findet. Madisons Cousin macht ihm klar, dass er nicht das erste Opfer seiner Cousine ist: Ein ehemaliger Freund von ihr liegt in New York nach einem schweren Unfall im Koma. Gemeinsam fahren sie zu seinem Pflegeheim, um mehr über die offensichtlich wahnsinnige Madison zu erfahren. Währenddessen versucht diese Amy zu beseitigen, indem sie sie mit Bens Auto von der Straße abdrängt. Doch sie überlebt und kommt ins Krankenhaus. In der Klinik versucht Madison ihr Werk zu vollenden, doch es gelingt Ben mit einem verzweifelten Plan, Amy zu retten und Madison zu überlisten. Sie wird verhaftet und endlich kann Ben durchatmen und versuchen, der Polizei, seiner Freundin und seiner Mutter zu erklären, was eigentlich in der letzten Zeit passiert ist. Doch Madison hat ihr Pulver noch nicht verschossen. Auf dem Weg ins Revier gelingt es ihr, an den Colt eines Cops zu kommen. Sie erschießt ihre Bewacher und flüchtet. Dann schleicht sie sich in Bens Haus, schlägt ihn und seine Mutter nieder, entführt Amy und lockt Ben später mit einer zynischen SMS ins Schwimmbad. Wie besessen versucht sie ihn zu zwingen, ihr seine Liebe zu erklären. Als er sich weigert, versenkt sie die an einen Rollstuhl gekettete Amy im Pool. Schließlich kommt es zu einem Unterwasser-Showdown, den Ben in letzter Sekunde mit der Haarnadel, die Madison ihm bei ihrem ersten Treffen geschenkt hatte, für Amy entscheiden kann. Und während es ihm gelingt, seine Freundin wiederzubeleben, ertrinkt sein größter Fan. Denn Madison hatte nie Schwimmunterricht …

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