Filmkritik - Bin ich sexy? (0)
 
 

Bin ich sexy?

DVD / Blu-ray :: IMDB (5,9)
Regie: Kathrin Feistl
Darsteller: Birge Schade, Marie-Luise Schramm
Laufzeit: 89min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: ?????
Verleih: Arsenal Filmverleih
Filmstart: 23. Juni 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Die 15-jährige Mareike lebt mit ihrer allein erziehenden Mutter Jutta, ihrer Schwester Franca, ihrem Bruder Tim und einigen Hühnern in einem Vorort von Mannheim. Angespannt ist die Stimmung zuhause, seitdem Juttas Mann gestorben ist – er fehlt einfach an jeder Ecke. Jutta verdient in ihrem Job als Detektivin eines lokalen Kaufhauses nicht viel, deshalb ist auch das Geld in der Familie immer knapp. Da sind Mareikes ehrgeizige Pläne, Model zu werden und eine teure Schulung mitzumachen, ein Problem. ”1.000 Euro für einen Modelkurs? Dafür kriegen wir `ne neue Waschmaschine", schimpft Jutta. Dass die pubertierende Realschülerin, die vom Titel der ”Miss Baden-Württemberg" träumt, zudem pummelig ist und nicht gerade wie eine klassische Schönheit aussieht, macht es nicht leichter. Einzelhandelskauffrau soll die Älteste werden, wenn es nach ihrer ständig gestressten Mutter geht. Trotzdem ist Mareike wild entschlossen, ihren Kopf durchzusetzen: Sie lässt beim Abendbrot den fetten Auflauf stehen, hängt permanent an der Massagemaschine, strampelt sich auf dem Fahrrad ab. Leider nur mit mäßigem Erfolg. Sie schreibt Bewerbungen – und wird überall nicht zuletzt wegen ihres Gewichts abgelehnt. Aber sie lässt sich noch mehr einfallen, um ihrem Traum näher zu kommen. Beispielsweise mit einem Job auf dem Wochenmarkt, wo ihr Opa – Dietz-Werner Steck alias Kommissar Bienzle – einen Stand als Gemüsehändler hat: Mareike will so das Geld für ihre Modelausbildung selbst verdienen und Jutta beweisen, dass es ihr verdammt ernst damit ist. Dort arbeitet auch Samir, ein arabischstämmiger Junge, für den Mareike sofort zu schwärmen beginnt. Um ihm zu imponieren, belegt sie auf Anraten ihrer besten Freundin Basma einen Bauchtanzkurs. Misstrauisch beobachtet von Jutta, der die ganze Körperfixierung ihrer Tochter auf die Nerven geht. Überhaupt hat Mareike den Eindruck, dass ihre Mutter sie nie ernst nimmt, sie immer nur belächelt. Wenn doch ihr Stiefvater noch lebte... Heimlich geht sie mehrmals auf den Friedhof, um an seinem Grab mit ihm zu sprechen. Oder liegen Juttas Ablehnung, Desinteresse und Zerstreutheit eher darin begründet, dass sie sich gerade in ihren Arbeitskollegen Winnie verliebt? Dass sie diese Entwicklung vor ihren Kindern geheimhalten will, aus Rücksicht vor deren Gefühlen, und weil sie sich selbst noch nicht von ihrem verstorbenen Mann gelöst hat? Mareike jedenfalls bekommt durch das Tanzen einen wahren Schub an Lebensfreude und Zuversicht, den Jutta einfach positiv zur Kenntnis nehmen muss. Doch dann fangen plötzlich Mareikes Haare an auszufallen. Eine Autoimmunstörung wird festgestellt, gegen die die Ärzte machtlos sind. Ein Leben mit Glatze? Für den Teenager bricht die Welt zusammen. Und die kleine Familie – vor allem die Beziehung zwischen Mutter und Tochter – wird auf eine harte Probe gestellt...

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