Also mir fällt schon auf wieviele Polen besonders Freitag Abend im Real hier einkaufen, ist doch schwer in Ordnung das sie das Geld gleich hierlassen :)
 
Wollte ich auch grade fragen. De EU-Freizügigkeit im Arbeitsmarkt wird mit keiner einzigen Silbe erwähnt... :think:
 
Oder man nimmt Meldungen wie diese

Schleswig-Holstein wird Billiglohn-Land

einfach nicht mehr wahr, weil diese eine unter ganz vielen ist.
Nein, sowas lese ich schon. Ich schüttle dann meinen Kopf und widme mich besseren Berichten.

Wenndort davon die Rede ist, dass Billiglöhner alle sind, die unter 1800 Euro brutto verdienen und dann lese, das dann auch Teilzeitkräfte und 400 Euro Jobber mitgezählt werden und nicht nur Vollzeitjobs, dann weiß ich, dass solch eine Zahl genau nichts aussagt.

Marty
 
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Wollte ich auch grade fragen. De EU-Freizügigkeit im Arbeitsmarkt wird mit keiner einzigen Silbe erwähnt... :think:

Auch wenn es mit keinem Wort erwähnt wird - der Trend stimmt aber leider. Alleine durch das potentielle Reservearbeitsheer wird der Druck im Niedriglohnbereich weiter nach unten gedrückt.

Hätte jetzt jemand ernsthaft gedacht, mit dem Datum würden die Arbeitgeber von heute auf morgen ganze Belegschaften auswechseln? Ziemlich naiv. Das das ein schleichender Prozess wird, sollte eigentlich klar sein.
 
Kann mal jemand Bilanz ziehen, wie sich nun die Freizügigkeit auf die Arbeitslosenzahlen und die Gehaltshöhen ausgewirkt hat?
Die Bundesregierung sagt nein.

Also "nein" = es kann noch keiner sagen, weil die Datenlage noch zu dürftig ist. Erste genaue Antworten soll es im Laufe des Jahres geben.
https://www.bundestag.de/presse/hib/2012_01/2012_009/02.html

Andere hingegen haben schon eine Antwort gegeben. Demnach ist die Flut ausgeblieben, dass beiderseitige Interesse hält sich in Grenzen. Man rechnet mit ca. 60.000 Arbeitnehmern aus dem Ausland.
https://www.iab.de/194/section.aspx/Publikation/k111208n01

Zum Vergleich: Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit, hat mit jährlich 140.000 gerechnet, manch Mitforist mehr (s. erste Seite des Threads).
 
Auch wenn es mit keinem Wort erwähnt wird - der Trend stimmt aber leider. Alleine durch das potentielle Reservearbeitsheer wird der Druck im Niedriglohnbereich weiter nach unten gedrückt.

Wo sind sie denn, die Reserveheere?

Hätte jetzt jemand ernsthaft gedacht, mit dem Datum würden die Arbeitgeber von heute auf morgen ganze Belegschaften auswechseln? Ziemlich naiv. Das das ein schleichender Prozess wird, sollte eigentlich klar sein.

Selbst wenn es ein schleichender Prozess ist, warum gibt es gerade weniger Arbeitslose als im Mai?
Spätestens die Stellen hätte man doch mit den Lohndumpern aus Polen besetzen können.

gruss kelle!
 
Spätestens die Stellen hätte man doch mit den Lohndumpern aus Polen besetzen können.

Das mit den Lohndumpern ist eh Quark, die kommen doch nicht her um wirklich wenig zu verdienen immerhin haben sie erhebliche Mehrausgaben für Unterkunft und Fahrtkosten. Familie und Freunde bleiben zu Hause und man hat insgesamt viel mehr logistischen/ Papierkramaufwand oder Kosten weil man einfach zu Hause fehlt.

Das durchschnittliche Gehalt liegt in Polen bei 810 Euro brutto, selbst wenn man da erheblich drunter liegt, muss man hier auch mindestens 1300-1400 brutto verdienen und für das Geld bekommt man auch billige Ossis (ich darf das sagen ich bin einer).
 
Zuletzt bearbeitet:
Selbst wenn es ein schleichender Prozess ist, warum gibt es gerade weniger Arbeitslose als im Mai?
Ausländische Zeitungen schreiben davon, dass D so wenige Arbeitslose hätte wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.
Dafür steigen die Raten in anderen EU-Ländern sprunghaft an.
https://www.telegraph.co.uk/finance...an-unemployment-lowest-since-unification.html

Ob jetzt aber EU-Ausländer nach D kommen werden, nur weil sie im Heimatland arbeitslos sind. Schließlich haben sie kaum die Voraussetzungen dazu hier eine qualifizierte Stelle zu besetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmmm, deutsche Hochseefischer haben im deutschen Thüringen keine Chance auf nen Job als Bergführer.

Man kann somit sagen, dass es deutschen Arbeitnehmer an Voraussetzungen fehlt, in Deutschland ne qualifizierte Stelle zu besetzen.

gruss kelle!
 
Was bin ich froh, dass wir die Porgrammierer direkt im Ostblock bezahlen, dann müssen die gar nicht erst nach hier kommen. Und bevor jemand meckert: In Deutschland haben wir keine gefunden!

Marty
 
Hmmm, deutsche Hochseefischer haben im deutschen Thüringen keine Chance auf nen Job als Bergführer.

Man kann somit sagen, dass es deutschen Arbeitnehmer an Voraussetzungen fehlt, in Deutschland ne qualifizierte Stelle zu besetzen.
Quatsch. Es gibt Stellen für Fischer.
Noch ein Beispiel, ein spanischer Jurist kennt sich mit deutschem Recht nicht aus und kann deshalb in D nicht als Jurist arbeiten.
Es betrifft viele Berufsgruppen.
 
Quatsch. Es gibt Stellen für Fischer.
Noch ein Beispiel, ein spanischer Jurist kennt sich mit deutschem Recht nicht aus und kann deshalb in D nicht als Jurist arbeiten.

Ein spanischer Arzt kennt sich nicht mit deutschen Krankheiten aus? Ein portugiesischer Maurer kennt sich nicht mit deutschen Backsteinen aus? Eine polnische Kindergärtnerin kennt sich nicht mit deutschen Kindern aus? Ein irischer Webdesigner kennt sich mit dem deutschen Internet nicht aus? Ein griechischer Banker kennt sich mit deutschem Geld... :oops: ok, dummes Beispiel... :shifty:
Es betrifft viele Berufsgruppen.
Wahrscheinlich weniger, als du denkst.

Ich gehe auch stark davon aus, dass ein deutscher Jurist keine Umfangreiche Kenntnis vom Deutschen recht hat, sondern sich auf ein oder ein paar Fachbereiche spezialisiert. Warum soll das ein zugewanderter spanischer Advokat nicht auch hin bekommen? :think:
 
Ein spanischer Arzt kennt sich nicht mit deutschen Krankheiten aus? Ein portugiesischer Maurer kennt sich nicht mit deutschen Backsteinen aus? Eine polnische Kindergärtnerin kennt sich nicht mit deutschen Kindern aus? Ein irischer Webdesigner kennt sich mit dem deutschen Internet nicht aus? Ein griechischer Banker kennt sich mit deutschem Geld... :oops: ok, dummes Beispiel... :shifty:

Meiner Mutter wurde damals (1996) ihr Lehramtsstudium (indischer Abschluss) in den Fächern Sport und Mathematik nicht anerkannt.

Interkontinentale Differenzen sind scheinbar eine noch größere Hürde.