Trinkgeld-Diskussionen

Wow, wäre das toll. Nur einmal am Sonntag etwas Stress haben und 20 Kunden abfertigen...

Schnell liefern musst du auch im Restaurant.
Die Abnutzung deiner Sohlen zahlt dir auch kein Arbeitgeber.
Pausen? Die meisten Servicekräfte arbeiten ohne Pause - höchstens mal eine Zigarette. Nur in wenigen Restaurants oder gastronomischen Betrieben werden Pausenzeiten wirklich eingehalten.
8 Stunden Tag in der Gastronomie? - Kenne niemanden, der um 15 Uhr kommt und um 23 Uhr geht. Fast alle arbeiten mehr. Vorbereitung (Mise en place und sonstiges) wie Säuberung nach dem schließen kommen zum Stress und der vielen Arbeit noch dazu.

Du monierst die alten Schleudern der Fahrer. Sicherlich schlucken die dann auch keine 15 Liter wie ein Hummer oder 3 Tonnen schwerer Benz.

Ich sage nicht, die Fahrer hätten keinen Tip verdient. Ich sage nur: Im Vergleich mit anderen Trinkgeldnehmern erhalten sie ungleich mehr und die Tip/Leistungs-Vergleiche sind unangemessen.

Keine Lust irgendwelche Lektüre zu lesen. Ich kenne meinen harten Beruf in und auswendig, sogar Lieferdienste. Solche waren bei manchen meiner früheren Arbeitgeber angeschlossen.

@Semmelkuh: Per Paypal Pizzataxi bezahlen? Kenne ich nicht. Aber grundsätzlich kann man auch mit Kreditkarte aufrunden und Trinkgeld geben. Der Kellner oder Fahrer muss ja nur hinterher seinen Umsatz davon abziehen. Wird aber i.d.R. sehr ungern von den Chefs gesehen, da Tip auf Kreditkarten oft zu Problemen mit den Finanzämtern führt und die Kartenabrechnungen ohnehin Kosten für den Gastronomen bedeuten.
 
Wow, wäre das toll. Nur einmal am Sonntag etwas Stress haben und 20 Kunden abfertigen...

Schnell liefern musst du auch im Restaurant.
Die Abnutzung deiner Sohlen zahlt dir auch kein Arbeitgeber.
Pausen? Die meisten Servicekräfte arbeiten ohne Pause - höchstens mal eine Zigarette. Nur in wenigen Restaurants oder gastronomischen Betrieben werden Pausenzeiten wirklich eingehalten.
8 Stunden Tag in der Gastronomie? - Kenne niemanden, der um 15 Uhr kommt und um 23 Uhr geht. Fast alle arbeiten mehr. Vorbereitung (Mise en place und sonstiges) wie Säuberung nach dem schließen kommen zum Stress und der vielen Arbeit noch dazu.

Du monierst die alten Schleudern der Fahrer. Sicherlich schlucken die dann auch keine 15 Liter wie ein Hummer oder 3 Tonnen schwerer Benz.

Ich sage nicht, die Fahrer hätten keinen Tip verdient. Ich sage nur: Im Vergleich mit anderen Trinkgeldnehmern erhalten sie ungleich mehr und die Tip/Leistungs-Vergleiche sind unangemessen.

Keine Lust irgendwelche Lektüre zu lesen. Ich kenne meinen harten Beruf in und auswendig, sogar Lieferdienste. Solche waren bei manchen meiner früheren Arbeitgeber angeschlossen.
[...]

Lieferdienste haben nicht nur Sonntags geöffnet, allerdings ist da der Tag, an dem die meisten Bestellungen eintreffen :roll: 20 Kunden PRO Stunde. Lern doch bitte lesen, nur etwas :(

Altfahrzeuge die keine 15 Liter verbrauchen, du hast weder Führerschein, noch ein Auto, oder? Selbst mit meinem Neuwagen, kleinem Motor und sparsamer Fahrweise komme ich hier im Stadtverkehr auf 9 Liter und kompensiere nur auf Landstraße so dermaßen, dass ich mit knapp 7 Liter pro 100km fahre.
Ein Pizzadienst hat allerdings ausschließlich Kurzstrecken, überwiegend im Stadtverkehr, zu bewältigen.

Die Abnutzung der Sohlen.. jetzt ist der Punkt gekommen, wo es nur noch lächerlich wird und ich keine Lust mehr habe, zu diskutieren. Du hast Fachliteratur gezeigt bekommen, willst aber lieber auf Stammtischniveau bleiben - ich nicht. Such dir bitte wen anders.

Edith hat sich gerade noch eine kleine Frage ausgedacht:
Wenn du nur so wenig Geld verdienst, dass es nicht für einen Neuwagen reicht, bist du auf alte Gebrauchtwagen angewiesen. Es ist daher nicht "die Sache des Lieferanten", wenn er eine alte Karre fährt, sondern ein Umstand, der u.a. durch den Job verursacht wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieferdienste haben nicht nur Sonntags geöffnet, allerdings ist da der Tag, an dem die meisten Bestellungen eintreffen :roll: 20 Kunden PRO Stunde. Lern doch bitte lesen, nur etwas :(
Zeig mir mal den Boten, der 20 Kunden in einer Stunde abfertigt. ;)
Sprich: 3 Minuten pro Kunde, inklusive An- und Abfahrt...

Die Abnutzung der Sohlen.. jetzt ist der Punkt gekommen, wo es nur noch lächerlich wird und ich keine Lust mehr habe, zu diskutieren. Du hast Fachliteratur gezeigt bekommen, willst aber lieber auf Stammtischniveau bleiben - ich nicht. Such dir bitte wen anders.
Was ist daran lächerlich? Kosten gute Arbeitsschuhe kein Geld? Noch habe ich keinen Arbeitgeber kennengelernt, der mir meine Arbeitsschuhe bezahlt, genauso wie den Rest der Arbeitskleidung, falls es keine Kleidung vom AG selbst ist.

Steuerlich absetzbar? Ja das sind die Schuhe bis zu einem gewissen Grad bei den Werbungskosten. Genauso aber auch einiges was das private Arbeitsauto des Fahrers betrifft, ebenso seine Kilometerleistungen.

Ein Auto was 9 Liter verbraucht, bei einem beispielhaften Preis von 1,35 Euro pro Liter macht: 0,1215 Euro pro gefahrenen Kilometer. Was glaubst du was die Fahrer an Kilometergeld oder Benzinpauschaule bekommen? Einen Cent?

Sachliche Diskussion mache ich nicht an deiner komischen Fachliteratur fest, die du zu fast jedem Thema beisteuerst.

Edit:
Da die meisten Fahrer auf 400 Eurobasis arbeiten, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie sich um einen Job bewerben, wo ein Auto gebraucht wird, wenn vorher kein Auto vorhanden war. Übrigens haben sehr viele Lieferdienste auch eigene Firmenwagen.
 
Ich gebe immer Trinkgeld, weil ich Mal Zeitweise in einem Lieferdienst gearbeitet habe. Ich brauche halt noch für das Wochenende einen Nebenjob neben der Ausbildung, damit ich Kohle für Autokosten hatte.

Mein Trinkgeld war im Monat damals um die 150€ umgerechnet. Allerdings musste ich dafür den Kopf her halten, wenn der Chef am Telefon unfreundlich war, beim letzten Mal der Knoblauch fehlte usw. Ist kein angenehmer Job.


Heute gebe ich zwischen 0,50cent - 1€ immer Trinkgeld. Doch nur dann, wenn man freundlich ist und sonst nicht
 
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Ein Auto was 9 Liter verbraucht, bei einem beispielhaften Preis von 1,35 Euro pro Liter macht: 0,1215 Euro pro gefahrenen Kilometer. Was glaubst du was die Fahrer an Kilometergeld oder Benzinpauschaule bekommen? Einen Cent? [...]

Lol, ich mag deine Realität, da wäre ich gerne. Ich habe heute morgen nämlich für 1,71€/Liter getankt.
9l/100km. Bei deiner Rechnung komme ich jedoch auf 15ct, aber vielleicht rechne ich das auch einfach falsch.
Rate mal, wie weit du damit an einem Sonntag kommst..
 
Entspricht also in etwas dem Lohn, den jede "einfache" Servicekraft in gastronomischen Betrieben auch erhält. Allerdings kannst du 3 Etagen steigen doch nicht mit der harten Maloche einer Servicekraft vergleichen (vorrausgesetzt, die Servicekraft arbeitet nicht in einem 3-Tisch-Lokal mit 10 Gästen am Tag). In einem gut gehenden Betrieb läuft eine Servicekraft am Tag oft nicht weniger als 15-20 Kilometer. Und das ist nur der Laufeinsatz. Möchtest du mal eine Woche Praktikum machen? Ich würde mich für dich einsetzen. Dann würde ich gerne noch mal hören, was nun wirklich harte Arbeit ist und ob du die Tätigkeiten mit denen eines Fahrers vergleichst.

Natürlich ist es letztlich immer die eigene Entscheidung, ob und wie viel Trinkgeld man gibt. Jedoch ist und bleibt eine Ungerechtigkeit bei der Höhe des Trinkgeldes für die Fahrer im Vergleich zu dem, was man anderen Trinkgeldnehmern gibt. Und ich bin mir sicher, die wenigsten machen sich über diese Faktoren ihre Gedanken.

Irgendwie finde ich deine Aussagen sehr Arrogant. Du erwartest mehr Trinkgeld, weil du (deiner Meinung nach), mehr arbeitest als ein Pizzalieferant? Ich gebe Trinkgeld wenn jemand nett oder lustig ist, in dem Moment in dem er/sie mich bedient. Trinkgeld muss man sich ja auch irgendwie verdienen, da langt es nicht, wenn man rumheult das man viel mehr Stunden als andere arbeitet. Ich finde diese Erwartungshaltung nicht gut und ich finde es auch nicht gut, dass du deine Arbeit über die der anderen stellst und deshalb meinst, du hättest mehr Trinkgeld verdient. Wenn ich bei uns mal die Pizza persönlich abhole und nicht liefern lasse, sehe ich wie die Leute da am arbeiten sind, ich glaube du hast eine sehr vereinfachte Vorstellung der Lieferanten.
 
Für mich ist Arbeit = Arbeit.

Sicherlich ist ein Polizist mehr am Arbeiten als ein Lieferant, aber deswegen arbeiten beide nicht weniger gut oder schlecht. Das macht für mich kein Unterschied. Ein Bürofuzie arbeitet auch. Arbeit ist Arbeit und soll nur dann honoriert werden, wenn man diese gut macht und nicht weil einer mehr oder schwerer Arbeitet.


Ein Lieferfahrer muss sich oft beleidigen lassen, den Frust anderer anhören. Eine Call Center Agentin und eine Polizistin auch. Da interessiert mich die Stundenzahl herzlich wenig. Ich gebe Trinkgeld, wenn der Fahrer genau in diesem Moment zu mir freundlich, locker und cool ist und nicht weil er heute von mir aus schon 10Std geackert hat - das ist mir egal! Dafür kriegt er ja einen Stundenlohn :)
 
@Semmelkuh: Per Paypal Pizzataxi bezahlen? Kenne ich nicht. Aber grundsätzlich kann man auch mit Kreditkarte aufrunden und Trinkgeld geben. Der Kellner oder Fahrer muss ja nur hinterher seinen Umsatz davon abziehen. Wird aber i.d.R. sehr ungern von den Chefs gesehen, da Tip auf Kreditkarten oft zu Problemen mit den Finanzämtern führt und die Kartenabrechnungen ohnehin Kosten für den Gastronomen bedeuten.

PayPal wird mittlerweile eigentlich von so gut wie allen bei den einschlägigen Lieferserviceportalen gelisteten Bringdiensten akzeptiert. Soweit ich weiß kann man aber nicht ohne weiteres die Endsumme erhöhen, zwecks Trinkgeld. Daher bezahlt man das eben dann doch Bar an den Lieferanten.
Daher auch meine Frage wie ihr das handhabt. ;) Tendentiell mehr oder weniger? Usw...
 
PayPal wird mittlerweile eigentlich von so gut wie allen bei den einschlägigen Lieferserviceportalen gelisteten Bringdiensten akzeptiert. Soweit ich weiß kann man aber nicht ohne weiteres die Endsumme erhöhen, zwecks Trinkgeld. Daher bezahlt man das eben dann doch Bar an den Lieferanten.
Daher auch meine Frage wie ihr das handhabt. ;) Tendentiell mehr oder weniger? Usw...

Ich bezahl meistens auch über Sofortüberweisung und drück ihm dann noch 1-2 Euro in die Hand, wenn er vorbeikommt. Meist entspricht das 10%. Wenn wir aber für 50€ oder so bestellen, bekommt er ehrlich gesagt keine 5€. Mein Cap liegt wohl bei 3€ Trinkgeld.
 
Irgendwie finde ich deine Aussagen sehr Arrogant. Du erwartest mehr Trinkgeld, weil du (deiner Meinung nach), mehr arbeitest als ein Pizzalieferant? Ich gebe Trinkgeld wenn jemand nett oder lustig ist, in dem Moment in dem er/sie mich bedient. Trinkgeld muss man sich ja auch irgendwie verdienen, da langt es nicht, wenn man rumheult das man viel mehr Stunden als andere arbeitet. Ich finde diese Erwartungshaltung nicht gut und ich finde es auch nicht gut, dass du deine Arbeit über die der anderen stellst und deshalb meinst, du hättest mehr Trinkgeld verdient. Wenn ich bei uns mal die Pizza persönlich abhole und nicht liefern lasse, sehe ich wie die Leute da am arbeiten sind, ich glaube du hast eine sehr vereinfachte Vorstellung der Lieferanten.

Das möchte ich unterschreiben. Von mir bekommt jeder erstmal Trinkgeld egal ob nun Lieferdienst oder stationärer Betrieb. Meistens 1,xx Euro bis 3,xx Euro abhängig vom glücklichen Zufall wie weit die nächsten 5 Euro entfernt sind.

Kommt jetzt irgendwer und meint er würde zuwenig Trinkgeld bekommen und die anderen zuviel oder wird irgendwie pampig dann bekommt derjenige nie wieder einen Cent und abgehakt ist die Sache.
 
Ps: 3-5 Euro für eine Lieferung - wenn ich den Arbeitseinsatz mit einer Servicekraft im Restaurant vergleiche bei gleichem Rechnungsbetrag, dann wären für gleichen Rechnungsbetrag genauso 15-20 Euro Trinkgeld "angemessen". 3-5 Euro Tip für einen Fahrer sind zuviel, ganz ehrlich.


Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso du Servicekräfte mit Auslieferer vergleichst.

Jeder sollte das Trinkgeld geben, was einem selbst als angemessen erscheint.
Und ich denke schon - auch wenn ich da keinen großen Einblick habe - dass man es nicht gerade einfach hat als Ausfahrer. Garantiert braucht man Nerven, Treppen steigen wird bestimmt auch nicht wenig sein. Dann soll derjenige auch pünktlich sein, muss vielleicht noch Hausnummern suchen, Namen suchen oder wie auch immer, ggf. vielleicht die Nummer des Bestellers parat haben, die richtige Lieferung bei haben usw. Da kommt m.b.M. nach eine Menge zusammen.


Und was Servicekräfte anbelangt: hast du eigentlich noch Freude an deinem Beruf? Irgendwie hört sich das alles sehr krampfhaft an, was du so schreibst.
Klar ist der Beruf nicht einfach, aber ich sehe das irgendwie nicht so verbissen wie du. Wenn ich mir anständige Schuhe kaufe, damit ich keine Fußschmerzen nach 12 h laufen habe, dann tue ich das für mich. Es ist das das Gleiche wie wenn ich mir als Sekretärin eine anständiges Outfit für das Büro kaufe oder zum Friseur regelmäßig gehe usw. Das Geld gibt mir auch kein AG wieder.
Es gibt viele Berufe, wo du in Klamotten "investierst", auch wenn dir das kein AG wiedergibt.
 
Habe früher selbst mal ausgefahren, sowohl mit dem Auto der Pizzeria als auch mit meinem Privatwagen.

Wenn ich mein AUto genutzt habe, gab es dafür keine "Entschädigung", lediglich die Tankkarte der Pizzeria durfte ich nutzen.

Trinkgeld war damals eher dürftig, zumal ich die Hälfte davon auch noch an den Koch abgeben musste :(

Außerdem gibt es ein gewisses Klientel, was auch noch versucht, zu bescheißen.
Mit nem 10er Zahlen, und hinterher beschweren, es wäre ein 20er gewesen...



Zum Thema selbst: Da ich inzwischen nurnoch online bestelle und auch online zahle, bekommt der Lieferant als Trinkgeld, was ich gerade klein habe - 50ct, 1€ oder 2€, was irgendwo zwischen 5% und 20% liegt.

Wenns lange dauert, oder der Lieferant unfreundlich ist, habe ich komischerweise manchmal auch gar kein Kleingeld zur Hand :think:
 
Trinkgeld war damals eher dürftig, zumal ich die Hälfte davon auch noch an den Koch abgeben musste :(

Warum denn so "traurig". Steht doch dem Küchenpersonal auch zu oder nicht?

Außerdem gibt es ein gewisses Klientel, was auch noch versucht, zu bescheißen.
Mit nem 10er Zahlen, und hinterher beschweren, es wäre ein 20er gewesen...:

Kann man umgehen, wenn man den Zahlschein immer außen von der Kellnerbörse in den Fingern hält und erst einsteckt wenn das Wechselgeld gegeben wurde. So mach ich das immer und bisher hatte ich noch nie Beschwerden.
 
Ich gebe jedem Lieferanten, sofern er nicht unglaublich unhöflich ist, mindestens 2,00 € Trinkgeld.

Ich habe zwei Jahre bei einem großen Pizza-Service gearbeitet und dort 3,25 € pro Stunde erhalten. Das heißt, ich habe meinen Lebensunterhalt vorwiegend durch das Trinkgeld bestritten und so ist es nunmal bei den meisten Lieferanten. Und meist können die auch recht wenig für verspätete Lieferung oder den Zustand der ausgelieferten Ware, aber das interessiert ja leider die wenigsten. All sowas sieht man eben erst anders, sobald man mal in diesen Beruf reingeblickt hat.
 
Mal ganz ehrlich, deine Arbeitsmoral in Ehren. Aber wenn die genug Leute finden, die für 3,25€/h sich zum Affen machen, warum sollten die jemals den Lohn erhöhen?
 
Mal ganz ehrlich, deine Arbeitsmoral in Ehren. Aber wenn die genug Leute finden, die für 3,25€/h sich zum Affen machen, warum sollten die jemals den Lohn erhöhen?

Glaub mir, in der Stadt war das noch vergleichweise viel.
Kurz bevor ich gegangen bin, wurde der Lohn übrigens auf 4,00 € pro Stunde erhöht. *g*

Aber ich glaube, das trifft hier nicht wirklich das eigentliche Thema.
 
So ein Schmarrn.. :roll:

Trinkgeld sollte immer angemessen sein.
Und ja, die meisten Kellner ärgern sich über manch andere Jobs, wo die Tätigen für viel weniger Leistung teilweise viel mehr Trinkgeld bekommen. Dennoch soll sich doch jeder über seinen Tip freuen können, ich spreche es doch niemanden madig. Doch die Relation zwischen Umfang der Aufgaben und die Höhe des Tips ist oft einfach nicht angemessen. Gleiches kann man sagen, wenn beispielsweise der Kellner eine Veranstaltung den ganzen Abend betreut, sich krumm und buckelig für seine Gäste macht, vielleicht 500 Euro Umsatz schiebt und dann als Dank einen einzigen Euro rübergeschoben bekommt. Das ist beleidigend, da will man lieber gar nichts. Genauso unangemessen ist es, einem Kellner 50 Euro Tip zu geben. Wofür hat er das verdient? Ich habe bisher selber ein paar mal solche Beträge bekommen, mein höchstes waren sogar mal genau 108,30 Euro für eine Geburtstagsfeier einer 80jährigen. Habe ich soviel verdient und ist es angemessen? Definitiv nein. Dennoch habe ich mich natürlich drüber gefreut.

Ich arbeite nicht fürs Trinkgeld, ich liebe meinen Beruf... Dennoch ist es auch fakt, dass wir ohne den Tip auch nicht wirklich gut gestellt sind. Garantiert beschwere ich mich bei keinem Gast über eine Höhe des Tips. Obwohl, früher habe ich manchmal reagiert. Und zwar dann, wenn man mir einen Cent Trinkgeld gegeben hat, oder 10 Cent und dann noch meinte, ich solle nicht alles auf einmal ausgeben. Gibt immer wieder Gäste, die solche doofen Scherze machen. Früher habe ich dann immer gesagt: "Ach lassen Sie mal, ich glaube Sie haben die 10 Cent nötiger als ich" und habe das Geld einfach liegen lassen. Heute mache ich sowas nicht mehr, heute nehme ich die 10 Cent und stecke sie in den Wechselgeldtopf, will davon selber nichts sehen. Der Gast wird dennoch wie immer gut und zuvorkommend bedient. Immerhin bin ich keine Servicekraft, sondern ein gut ausgebildeter Restaurantfachmann und habe Etikette gelernt. Wenn ich meinen Beruf auf so etwas reduzieren würde, wäre ich im falschen Beruf.

Ich stelle persönlich immer wieder und viel zu oft einen falschen Umgang mit Trinkgeld bei vielen Gästen fest. Da wird einer Kellnerin, die ihre Arbeit grottenschlecht macht und auch unaufmerksam ist, nur wegen ihrer Oberweite und ihrer funkelnden Augen mal eben ein 20er zugesteckt. Der andere Kellner, der die Feier ebenso betreute und aus fachmännischer Sicht wirklich alles besser, zügiger und Gastorientierter gemacht hat, bekommt 5 Euro. Das ist ungerecht und ebenfalls nicht angemessen.

Die meisten Trinkgeldnehmer haben wohl eine Denkweise wie ich selber. Ist ja auch immer wieder Gesprächsthema unter Kollegen.

Mir gehts um einen angemessenen Umgang mit Trinkgeld. Dennoch gönne ich jedem seinen Obolus.

Der Koch und die Bar (sofern Barpersonal vorhanden) haben doch auch ihren Anteil am schönen Abend des Gastes. Sie haben daher auch ihren Anteil vom Tip verdient. Es gibt ein sogenanntes Tronc-System, dass anteilig Trinkgeld nach Prozenten auf die verschiedenen Positionen aufteilt. Das wird aber fast nie verwendet. Meist bekommt die Küche 10-20% vom Trinkgeld oder in manchen Betrieben auch genau die Hälfte. Allerdings ist es auch wiederrum so, dass der Kellner dem Gast die größte Freude und bereiten kann und meist auch tut. Mit seiner Aufmerksamkeit und seinem "Für den Gast da sein", ist er das Aushängeschild und nur wenn er gut genug ist, wird die gesamte Restaurantleistung entsprechend honoriert.
 
Doch die Relation zwischen Umfang der Aufgaben und die Höhe des Tips ist oft einfach nicht angemessen.
Das ist deine Sicht. Und in den folgenden Sätzen führst du ja noch weiter aus, was du für angemessen hältst und was nicht. Und dass du absolut nicht nachvollziehen kannst, dass es viele Menschen gibt, die trotz deiner Sicht, was angemessen zu sein hat und was nicht, "falsches" Trinkgeld geben. Dass du es als beleidigend und erniedrigend empfindest, wenn die Leute so "falsches" Trinkgeld geben. Selbstherrlich bist du überhaupt nicht, stimmts ;) ? Schon mal auf die Idee gekommen, dass es Leute gibt, für die 10 Ct Trinkgeld viel sind, die dir trotzdem den Respekt erweisen wollen, indem sie dir diese 10 Ct geben? Aber das kannst du offensichtlich nicht verstehen. Ich glaube, dass du ein ziemlich egozentrisches Weltbild hast.

Ich stelle persönlich immer wieder und viel zu oft einen falschen Umgang mit Trinkgeld bei vielen Gästen fest. Da wird einer Kellnerin, die ihre Arbeit grottenschlecht macht und auch unaufmerksam ist, nur wegen ihrer Oberweite und ihrer funkelnden Augen mal eben ein 20er zugesteckt. Der andere Kellner, der die Feier ebenso betreute und aus fachmännischer Sicht wirklich alles besser, zügiger und Gastorientierter gemacht hat, bekommt 5 Euro. Das ist ungerecht und ebenfalls nicht angemessen.
Ähm ... heul doch? Sorry, aber so ist das eben. Das Leben ist kein Ponyhof, und alles ist ungerecht. Isso, nur ist es irgendwie total müßig, so ausführlich und wiederholt darüber zu heulen. Das sehe ich als Zeit- und Energieverschwendung an ;).
 
Wenn man die Zeit doch hat..

Trinkgeld ist für mich nicht Mittel um die fachmännische Qualität zu beurteilen (dann wäre ich nicht Gast, sondern selber Kellner), sondern Mittel um einen Anreiz zu schaffen und zu belohnen, wenn etwas besonders gut war. Und wenn das nur die hübschen Brüste, Fingernägel, Kleidchen, der Humor, die Tattoos (Grüße gehen raus an's Bernstein) oder sonstwas sind.
 
trinkgeld?

machen wir uns nix vor: der job als pizzabote ist tendentiell beschi**en und ich bin froh, dass ich ihn nicht machen muss, profitiere aber durchaus davon, dass leute das machen. viele machen das tatsächlich auch (von den fest angestellten mal abegesehen) als nebenjob, weil sie die kohle einfach brauchen und das als eine sehr befristete tätigkeit betrachten. klar geht mich das nix an, wie die leben und mit welcher (schrott-)krarre die unterwegs sind, aber zumeist sind das die privaten fahrzeuge und die kosten sind, weil oft eben alt, recht hoch.

generell gebe ich (bei kleineren beträgen) ca. 10% trinkgeld, aber auch nur, weil ich denke, dass ich es mir leisten kann und selbst dienstleistungen erbringe und zum einen weiß, wie schwer diese leistungen zu bewerten sind und ich (wie oben bereits erwähnt) das produkt für einen euro mehr auch gekauft hätte.

5 € trinkgeld ist mir zu viel und ich siedle mich eher bei der 3 € - Fraktion an, wobei die meisten lieferleute das als absolut ausreichend zu empfinden scheinen. würde der betrag höher sein, käme ich mir auch großkotzig vor. wenn ich mit karte zahle, gebe ich meist 2 euro bar dazu, besser als nix.

meine motivation trinkgeld zu geben ist eher, die leistung des lieferanten anzuerkennen, als eine bewertung seiner freundlichkeit. klar, wenn jemand total blöde kommt, gibt es eben auch mal nix, aber das ist nur sehr selten der fall. außerdem kann ich die qualität der produkte nicht im moment der übergabe bewerten, weil ich die pizza oder so da nicht inspiziere, sondern erst nachdem der fahrer schon weg ist einschätzen kann, ob ich mit dem produkt zufrieden bin oder nicht. das zieht nach sich, dass bei schlechter qualität, eben keine bestellungen mehr erfolgen und pustekuchen.
 
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