Trinkgeld-Diskussionen

Früher habe ich dann immer gesagt: "Ach lassen Sie mal, ich glaube Sie haben die 10 Cent nötiger als ich" und habe das Geld einfach liegen lassen.

8O
Also diese Antwort finde ich ja mal wirklich frech.

. Der Gast wird dennoch wie immer gut und zuvorkommend bedient. Immerhin bin ich keine Servicekraft, sondern ein gut ausgebildeter Restaurantfachmann und habe Etikette gelernt.

:roll:
Willst du damit sagen, dass eine Servicekraft nicht freundlich ist, keine Etikette hat und den Gästen keinen guten Service liefern kann? Wie hochtrabend ist denn diese Aussage?
Also mir wäre deine o.g. Antwort gegenüber einem Gast nicht eingefallen.

Ich stelle persönlich immer wieder und viel zu oft einen falschen Umgang mit Trinkgeld bei vielen Gästen fest. Da wird einer Kellnerin, die ihre Arbeit grottenschlecht macht und auch unaufmerksam ist, nur wegen ihrer Oberweite und ihrer funkelnden Augen mal eben ein 20er zugesteckt. Der andere Kellner, der die Feier ebenso betreute und aus fachmännischer Sicht wirklich alles besser, zügiger und Gastorientierter gemacht hat, bekommt 5 Euro. Das ist ungerecht und ebenfalls nicht angemessen.

Ich glaube ich kann von mir behaupten, dass ich meinen Job nicht grottenschlecht mache und ich bin aufmerksam, dennoch kommt es mitunter vor, dass ich mehr Trinkgeld bekomme als meine Kollegen. Nur bei uns wird damit anders umgegangen. Und gerade bei einer Feier sollten Trinkgelder geteilt werden. Wäre jetzt meine Meinung. Da geht es doch nicht darum, wer nun wie toll war, sondern allgemein darum, dass die Gäste sich wohlfühlen.



Der Koch und die Bar (sofern Barpersonal vorhanden) haben doch auch ihren Anteil am schönen Abend des Gastes. Sie haben daher auch ihren Anteil vom Tip verdient. Es gibt ein sogenanntes Tronc-System, dass anteilig Trinkgeld nach Prozenten auf die verschiedenen Positionen aufteilt. Das wird aber fast nie verwendet. Meist bekommt die Küche 10-20% vom Trinkgeld oder in manchen Betrieben auch genau die Hälfte. Allerdings ist es auch wiederrum so, dass der Kellner dem Gast die größte Freude und bereiten kann und meist auch tut. Mit seiner Aufmerksamkeit und seinem "Für den Gast da sein", ist er das Aushängeschild und nur wenn er gut genug ist, wird die gesamte Restaurantleistung entsprechend honoriert.

Tut mir leid, sehe ich überhaupt nicht so. Du schanzt dem Kellner/Servicekraft/ausgebilderte Restaurantfachkraft - egal wie du jetzt die Tellertaxis nennen möchtest - einfach zu viel "Macht" zu.

Der Service kann noch so toll sein, wenn das Essen mist ist, die Gäste ewig warten müssen, die Getränke nicht richtig, Extrawünsche nicht berücksichtigt werden usw. dann kannst du als Kellner die Unzufriedenheit nicht mehr einfach weglächeln und kassierst noch ordentlich Trinkgeld.

Ich selbst als Gast bewerte einen Restaurantbesuch als Ganzes. Küche, Theke, Service, Ambiente, Sauberkeit. Und nur weil da mein ganz persönlicher Adonis mich 1A bedient, werde ich das grottenschlechte Essen und die warmen Kaltgetränke nicht einfach vergessen. ;)

Und ich denke mal, dass viele Gäste den Anteil von Küche und Theke schon zu schätzen wissen, ich werde nicht gerade wenig gefragt, ob das Trinkgeld auch mit Küche und Theke geteilt wird.
Küche ja, Theke bei uns jetzt nicht, weil Theke hat selber Trinkgeldeinnahmen. Aber dennoch finde ich es nur fair und richtig, dass Kellner abgeben müssen. Denn wir machen die Arbeit beim Essen nicht. Wir tragen "nur" die Teller. ;)
 
Ich runde auf auf den nächsten Euro + 1 Euro, also

17,80 = 19 Euro
12,10 = 14 Euro
15,00 = 16 Euro, oder wenn es gut/schnell geliefert wurde auch 17 Euro

Ist nicht soviel, aber da die meistens sehr spät liefern (ich denke die warten ein paar Bestellungen ab für unser Dorf) denke ich ist es ok.

Als Student hatte ich nachts Zeitungen ausgetragen...4 Monate an jedem Tag der Woche ohne einen Tag Pause neben 39 Wochenstunden an der Uni. Eine Doppeltour mit 60-90 Etagen Treppen steigen pro Tag in unter 2 Stunden geschafft (Berlin).
Kurz vor Heiligabend konnte ich nicht mehr, ich war körperlich und wegen Schlafentzug total fertig.

Meine Vertretung hat freudestrahlend über 1000 DM Weihnachtsgeld eingesammelt, weil ich seit Jahren der einzige zuverlässige Zusteller war und ich hätte mir in den Hintern beissen können...

Aber so ist es halt das Trinkgeldgeschäft.

Wenn ich mir so einige meist deutsche Restaurants (bzw. bessere Kneipen) ansehe und vor allem mit welcher Fresse die Bedienungen herumlaufen, müsste man als normaler Gast eigentlich nicht Trinkgeld geben, sondern Schmerzensgeld bekommen.

An der A24 Wittenburg (wo die Skihalle ist) bin ich mal statt zum dortigen McDonalds zu dem American-Restaurant gegangen, welches auf dem Gelände der Aral-Tankstelle liegt.

Völlig dunkel, muffig riechend und obwohl es fast leer war haben die zwei Bedienungen erstmal noch 5 Minuten weitergequatscht bevor ich die Karte bekam.

Als ich einen grossen Hamburger bestellte, den aber ohne Pommes wollte, wurde gesagt, dass man die Pommes auch mitzahlen muss wenn man sie nicht nimmt (...???...ok...).

Nach ca. 15 Minuten war der Koch fertig, packte das Essen unter die Wärmelampe und dann erfuhr ich weshalb: die Bedienungen (obwohl immer noch nichts los war) quatschen munter weiter und nach weiteren knapp 10 Minuten konnte ich Hamburger essen, der durchaus ok schmeckte.

Trotzdem gehe ich das nächste Mal wieder zu McDonalds. Und nun ratet mal wieviel trinkgeld die Bedienung für ihre Arbeitsleistung bekommen hat...
 
Das ist deine Sicht. Und in den folgenden Sätzen führst du ja noch weiter aus, was du für angemessen hältst und was nicht. Und dass du absolut nicht nachvollziehen kannst, dass es viele Menschen gibt, die trotz deiner Sicht, was angemessen zu sein hat und was nicht, "falsches" Trinkgeld geben.
Genau, meine Sicht. ;)

Ich bin nicht Jekyll und Hyde oder sonstwie doppelt vorhanden. Dennoch teilen sehr viele Kollegen in den Betrieben meine Meinung. Ein gutes Duzend Arbeitsstätten habe ich schon hinter mir (nicht weil es nicht gefiel, sondern weil es für unsere Berufe in jungen Jahren gut ist, viele Betriebe und Arbeitsweisen kennenzulernen). Und immer wieder kommen da auch ähnliche Töne bzgl. Trinkgeld zum Vorschein. Also kann ich mir auch ungefähr eine fast schon allgemeingültige Denkweise zum Thema bei Kollegen vorstellen. Andersdenkende gibt es auch hüben wie drüben überall genauso.

Dass du es als beleidigend und erniedrigend empfindest, wenn die Leute so "falsches" Trinkgeld geben.
Wenn mir jemand 10 Cent hinknallt und meint, ich solle nicht alles auf einmal ausgeben und dabei noch von oben herab bzw. erniedrigend anschaut, dann ist es eine Beleidigung. Ob du das wahrhaben willst oder nicht.

Schon mal auf die Idee gekommen, dass es Leute gibt, für die 10 Ct Trinkgeld viel sind, die dir trotzdem den Respekt erweisen wollen, indem sie dir diese 10 Ct geben?
Ja klar. Und ich schubse die Oma schnell und stark von hinten an, damit sie ja über die Ampel kommen um nicht überfahren zu werden. Ich wollte ja nur helfen und ihr auch den Respekt erweisen...
(Wenn ich bei einer Tasse Kaffee für 1,90Euro diese 10 Cent bekomme, stecke ich sie gerne ein. Auch wenn überhaupt nichts gesagt wird bei einem Rechnungsbetrag in angemessener Höhe.)

Selbstherrlich bist du überhaupt nicht, stimmts ;) ?
Aber das kannst du offensichtlich nicht verstehen. Ich glaube, dass du ein ziemlich egozentrisches Weltbild hast.
Warum bist du keine Psychologin geworden?

Ähm ... heul doch? Sorry, aber so ist das eben. Das Leben ist kein Ponyhof, und alles ist ungerecht. Isso, nur ist es irgendwie total müßig, so ausführlich und wiederholt darüber zu heulen. Das sehe ich als Zeit- und Energieverschwendung an ;).
Scheinbar gehe nicht nur ich dir in letzter Zeit auf die Nerven, du mir genauso. Fast schon in der Art wie von mir nächst kommentierte. ;)

Grüße gehen raus an's Bernstein
Ein paar Monate dort gearbeitet. Sehen und gesehen werden. Vom Gast über den Koch bis zum Kellner. Ein schrecklicher Laden. Trinkgeld war allerdings sehr hoch. Viel können muss man da allerdings nicht, einfach nett sein und bedienen.

8O
Also diese Antwort finde ich ja mal wirklich frech.
Also mir wäre deine o.g. Antwort gegenüber einem Gast nicht eingefallen.
Tja, heute leiste ich mir das auch nicht mehr. Im fast schon jugendlichem Leichtsinn ging mir das öfter über die Lippen. Allerdings bin ich da ebenfalls sicherlich nicht der einzige. ;)
Frech ist auch so mancher Gast. Gefallen lassen muss ich mir das nicht. Es gibt ein Sprichwort: "Der Gast ist König, aber nur dann, wenn er sich auch königlich benimmt".

Ich war selber einige Jahre ungelernte Servicekraft. 1) Würde niemals den Beruf schlecht reden, du suggerierst mir einfach irgendwas rein. 2) Ich weiß, was eine Servicekraft an Wissen hat und was ein gut ausgebildeter Refa an Wissen hat. Keine Servicekraft lernt Etikette, außer, sie bringen sie schon von woanders her mit. Aber auch dort hat man nicht gelernt, welche professionellen Mittel eingesetzt werden um die verschiedensten Gästeklientel zufriedenzustellen. Letztlich gehört immer die eigene Persönlichkeit maßgeblich dazu. Manche lernen Etikette bis zum umfallen, beherrschen sie dennoch nicht.

Und gerade bei einer Feier sollten Trinkgelder geteilt werden. Wäre jetzt meine Meinung. Da geht es doch nicht darum, wer nun wie toll war, sondern allgemein darum, dass die Gäste sich wohlfühlen.
Darum gehts auch nicht, sondern wie du schon sagst, um den allgemeinen Wohlfühlfaktor. Dennoch berücksichtigt man auch andere Faktoren, nicht als Gast, sondern als Kellner.

Tut mir leid, sehe ich überhaupt nicht so. Du schanzt dem Kellner/Servicekraft/ausgebilderte Restaurantfachkraft - egal wie du jetzt die Tellertaxis nennen möchtest - einfach zu viel "Macht" zu.
Es kommt immer darauf an, in was für einem Betrieb man arbeitet. Je hochwertiger das Restaurant, umso gewichtiger werden die Fähigkeiten des gut ausgebildeten Refas und um so mehr Etikette wird verlangt. Eine ungelernte Servicekraft ist meinetwegen Tellertaxi. Habe mich selber so genannt und keine Probleme damit gehabt. Als professioneller Restaurantfachmann bin ich um einiges mehr als nur Tellertaxi. Ob du dich als Servicekraft nun deswegen vor den Kopf gestoßen fühlst oder nicht. Oder kannst du auch so wie ich eine Gans am Tisch fachmännisch tranchieren, ein Tartar zubereiten, eine Marinade, einen Fisch filetieren, am Flambierwagen arbeiten, kennst extrem viele alkoholische Getränke und deren Herstellung, kannst aus dem FF 10-20 Cocktails mixen (das Minimum für einen Refa was er auswendig wissen muss), kannst du unter Berücksichtigung der Jahreszeiten, des Anlasses, des Alters der Gäste, der Menge der Gäste, unter Berücksichtigung der klassischen Menüregeln ein Menü planen, bewerten und Preise ermitteln? Kennst du dich professionell mit Tischschmuck und Blumen aus und weißt, welche Blumen wie gesteckt werden? Bist du geschult im Umgang mit Gästen verschiedener Coleur? Und vieles mehr.
Wenn du das alles mit ja beantworten kannst, dann darfst du dich auch Gastroprofi nennen. Ansonsten bist du "nur" Tellertaxi. Und das ist nicht schlechtgeredet, sondern Fakt. Und wie gesagt, ich war selber jahrelang nur Tellertaxi und fand und finde auch heute noch, diesen Begriff nicht schlimm.

Der Service kann noch so toll sein, wenn das Essen mist ist, die Gäste ewig warten müssen, die Getränke nicht richtig, Extrawünsche nicht berücksichtigt werden usw. dann kannst du als Kellner die Unzufriedenheit nicht mehr einfach weglächeln und kassierst noch ordentlich Trinkgeld.
Stimmt, hast du Recht.

Ich selbst als Gast bewerte einen Restaurantbesuch als Ganzes. Küche, Theke, Service, Ambiente, Sauberkeit. Und nur weil da mein ganz persönlicher Adonis mich 1A bedient, werde ich das grottenschlechte Essen und die warmen Kaltgetränke nicht einfach vergessen. ;)
So sollte man bewerten, genau. Die Hauptfaktoren warum ein Gast wiederkommt sind diese drei und zu gleichen Prozenten aufgeteilt: Küche, Service, Ambiente.

Und ich denke mal, dass viele Gäste den Anteil von Küche und Theke schon zu schätzen wissen, ich werde nicht gerade wenig gefragt, ob das Trinkgeld auch mit Küche und Theke geteilt wird.
Küche ja, Theke bei uns jetzt nicht, weil Theke hat selber Trinkgeldeinnahmen. Aber dennoch finde ich es nur fair und richtig, dass Kellner abgeben müssen. Denn wir machen die Arbeit beim Essen nicht. Wir tragen "nur" die Teller. ;)
Genau, jeder im Restaurant hat seinen Anteil verdient.

Ps für alle: Es gibt Trinkgeldknigges für die Länder der Welt. Hier ein Beispiel: https://karriere-journal.monster.de...kgeld-knigge-international-39261/article.aspx

Daran sollte man sich auch tatsächlich orientieren. Für Deutschland sind in Restaurants 5-10% angemessen. In anderen Ländern, zb. in den USA, werden oft DIREKT vom Kellner bereits 20% Tip abgezogen, das ist dort normal und da hat keiner was gegen. Sie leben aber auch noch stärker vom Tip als wir in Deutschland.

Niemand muss sich an diese Knigges halten, genauso wenig, wie man sich an Benimmregeln halten muss, wofür es auch Knigges gibt. Aber es gibt eine "Üblichkeit" und so etwas wie "angemessenes Trinkgeld". Die meisten Gäste die ich bisher bedient habe, kennen diese Üblichkeit.
 
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Wow, interesannte Diskussion hier ;)

Ich bin der Meinung, dass es jedem selbst überlassen ist, ob er Trinkgeld gibt oder nicht.
Genauso wichtig finde ich auch, dass man respektvoll miteinander umgeht. D.h. einerseits für den Kunden: wenn er schon Trinkgeld gibt, dann sollte das nicht lächerlich erscheinen (wie z.b.22 cent bei einem Betrag von über 28 Euro.
Andererseits für den Dienstleister: Er sollte das Trinkgeld zuschätzen wissen aber nicht damit rechnen um dann enttäuscht zu sein. Außerdem gehört es sich für mich, dass das Trinkgeld am Ende des Tages aufs gesamte Team verteilt wird, denn das fördert ein Team und schafft keinen unangebrachten Konkurrenzdruck und neid innerhalb eines Teams.
Ich gebe gerne ein wenig Trinkgeld, wenn mir z.b. bei meinem Friseur die Dienstleistung gut gefallen hat, auch wenn ich nicht sehr wohlhabend bin, der Verdienst der anderen ist mir dabei ziemlich egal. Wenn nicht, dann gibt es kein Trinkgeld sondern eine höfliche Ansprache, was mir missfallen hat.

Wenn jeder sich nicht ganz so wichtig nimmt, klappt das auch ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Immerhin bin ich keine Servicekraft, sondern ein gut ausgebildeter Restaurantfachmann und habe Etikette gelernt.


Donnerlütchen das die Frittenbuden so einen hohen Anspruch habe wusste ich gar nicht. :ugly:
Von Etikette sehe ich allerdings nicht viel hier, ist mehr so Hochnäsigkeit bis Eitel verklemmt.
 
Von Etikette sehe ich allerdings nicht viel hier, ist mehr so Hochnäsigkeit bis Eitel verklemmt.
Hm, denke ich von dir und deinen Kommentaren auch immer. Immer von oben herab und mit der Spur Arroganz versehen, dass fast nur lächerlich erscheint. Konstruktiv sind deine Beiträge mir gegenüber noch nie gewesen. ;)

Ich arbeite übrigens nicht in einer Frittenbude, aber ich mag die drei Damen vom Grill "Generotzki" um die Ecke sehr.
 
Niemand muss hier was. Wo aber siehst du einen Ratschlag? 8O

@ Drangi, ich passen mich halt nur deinen Beiträgen an. Hab sonst Angst das du mich nicht verstehst....
 
Oder kannst du auch so wie ich eine Gans am Tisch fachmännisch tranchieren, ein Tartar zubereiten, eine Marinade, einen Fisch filetieren, am Flambierwagen arbeiten, kennst extrem viele alkoholische Getränke und deren Herstellung, kannst aus dem FF 10-20 Cocktails mixen (das Minimum für einen Refa was er auswendig wissen muss), kannst du unter Berücksichtigung der Jahreszeiten, des Anlasses, des Alters der Gäste, der Menge der Gäste, unter Berücksichtigung der klassischen Menüregeln ein Menü planen, bewerten und Preise ermitteln? Kennst du dich professionell mit Tischschmuck und Blumen aus und weißt, welche Blumen wie gesteckt werden? Bist du geschult im Umgang mit Gästen verschiedener Coleur? Und vieles mehr.

Der "Gast" gibt dir das Trinkgeld nicht fuer diese Kompetenzen.
Dafuer bezahlt dich dein Arbeitgeber, ebenso bekommt ein Stationsarzt keinen Bonus vom Chefarzt seiner Abteilung fuer eine aufmerksame und menschliche Betreuung, sondern eine Flasche Wein, Blumen, Grusskarten oder auch "nur" ein herzliches "Vielen Dank!" vom Patienten.

Ich mache das Trinkgeld abhaengig vom Auftreten des Kellners (vom Ausbildungsgrad unabhaengig) mir gegenueber, weshalb die oben genannten Kompetenzen irrelevant sind, wenn du mir meine Speise mit einem unnatuerlichen Dauergrinsen oder genervt verdrehten Augen servierst.
Ich moechte weder uebertriebene Hoeflichkeit - ich bin nicht die Queen -, noch dreiste Unfreundlichkeit, ebenso keine Quasselstrippe, oder einen zungenlosen Piraten, der den Papagei ("Fuer euch Landrrratten gibt es Kabeljau! Kra, kra!") auf seiner Schulter fuer sich sprechen laesst.

Zudem wird eine schoene Tischdekoration, sofern sie nicht essbar ist, nicht als Ausgleich fuer eine laengere und, vor allem, unentschuldigte sowie unangekuendigte Wartezeit reichen.

Der Kellner mag dafuer nicht die Schuld tragen, ist jedoch die erste Anlaufstelle, als Repraesentant, fuer den Gast und traegt somit die Verantwortung, diesem den Restaurantbesuch moeglichst angenehm zu gestalten, was ueber gelernte Etikette und ein umfangreiches Wissen auf dem Gebiet der kulinarischen Lore hinaus geht.

In Abhaengigkeit dieser Softskills gebe ich Trinkgeld.
 
Der "Gast" gibt dir das Trinkgeld nicht fuer diese Kompetenzen.
Doch das tut er. Stelle ich doch immer wieder fest. Wenn mir die Crepes Suzettes besonders gut gelingen, oder wenn ich dem Gast aus 250 verschiedenen Weinen genau denjenigen heraussuche, der ihm super schmeckt und perfekt zum Essen passt, dann bekomme ich um einiges mehr an Tip.

Dem Rest stimme ich dir zu.
 
[...]
Ich mache das Trinkgeld abhaengig vom Auftreten des Kellners (vom Ausbildungsgrad unabhaengig) mir gegenueber, weshalb die oben genannten Kompetenzen irrelevant sind, wenn du mir meine Speise mit einem unnatuerlichen Dauergrinsen oder genervt verdrehten Augen servierst.
Ich moechte weder uebertriebene Hoeflichkeit - ich bin nicht die Queen -, noch dreiste Unfreundlichkeit, ebenso keine Quasselstrippe, oder einen zungenlosen Piraten, der den Papagei ("Fuer euch Landrrratten gibt es Kabeljau! Kra, kra!") auf seiner Schulter fuer sich sprechen laesst.
[...]

Talk like a pirate day, arr!
Du machst also dein Trinkgeld nicht von seinen Arbeitszeugnissen, Ausbildungsnoten und dem Lebenslauf abhängig? Ganz schon unverschämt eigentlich, wie willst du den 'Refa' dann richtig beurteilen können in Bezug auf die Trinkgeldhöhe? Denk' da nochmal drüber nach, aye!

Drangi: heute dann mit ner Buddel voll Rum unterm Arm am Tisch servierend?
 
@Drangi

ich könnte jetzt hier seitenweise schreiben unterlasse es aber, weil es nicht zum Thema gehört.

Was mir nur auffällt, ist dein Einfordern von Knigge und Höflichkeitsumgangsformen und selbst bist du nicht in der Lage bzw. sehr wenig, diese umzusetzen. Ich lese es immer wieder hier im Forum. Ich kann für deine Gäste (ob nun selbst höflich oder nicht) nur hoffen, dass du auf Arbeit professioneller in deinem Umgang mit Menschen bist.

Denn als Gast erwarte ich das einfach. Ob nun ungelernt, bei Ausfahrern, an der Imbissbude um die Ecke oder auch beim gehobenen Ambiente: das ich freundlich und höflich bedient werde.
 
Ja, Drachenjenny. Da kann was dran sein. --> Ursache und Wirkung.

Gleiches frage ich mich auch von sehr vielen anderen hier desöfteren.
 
Ja, Drachenjenny. Da kann was dran sein. --> Ursache und Wirkung.

Die einfachste Variante, die Verantwortung von sich fort und auf andere zu schieben.
Nur weil mir einer "blöd" kommt, muss ich mich noch lange nicht auf sein Niveau begeben.;)

Wird sich nicht immer und überall zu 100 % umsetzen lassen, aber es wird dich erstaunen, wie viele Situationen man so entschärfen kann, wenn man selbst nicht in die gleiche Bresche wie sein Gegenüber springt.
 
Ich begebe mich auch nicht auf gleiches Niveau. Aber meine Art zu handeln/sprechen/schreiben hat sich doch ab und an mal verändert.

Die Darstellung meiner Person gehört hier ebenfalls nicht hin.