Nun gut, jetzt weiß ich aber immer noch nicht warum Du Deine Meinung plötzlich geändert hast.
Hätte ich nicht erwartet solch einen Beitrag aus Deiner Tastatur, besonders wenn man die davor die Du geschrieben hast mitverfolgt hat.8O
 
Dieser §1 macht das ganze nicht harmloser. Ich hätte schon längst eine Riesenklage verursacht, wenn mein Streitwert nicht so gering wäre.
Entscheidet das im Strafrecht nicht die Staatsanwaltschaft ob es zu einer Klage kommt?
Oder wie genau hättest du die dann verursacht wenn du einen größeren finanziellen Schaden erlitten hättest?
 
Ohne Kläger keine Klage, wenn sich beim Staatsanwalt keiner meldet, dann gibts natürlich nichts worüber er zu entscheiden hat.
 
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Das dein "Vermögen" geschädigt wurde ist Lukas Absicht und Schuld? Das will ich sehen :mrgreen:
 
Wer lesen kann ist im Vorteil ;)

In dem Paragraphen geht es nicht darum, das die Absicht besteht darin einen Schaden zu verursachen sondern die Absicht darin besteht sich einen Vorteil zu verschaffen, das liegt hier vor.

Und zusätzlich muß das Vermögen eines anderen beschädigt werden, durch.....

Da steht nichts davon, das die Beschädigung mit Absicht erfolgen muß!

*edit*
ulrich war schneller
 
Wer lesen kann ist im Vorteil ;)

[...]

Da steht nichts davon, das die Beschädigung mit Absicht erfolgen muß!

Mal abgesehen davon, dass Betrug ohnehin ein Vorsatzdelikt ist, steht hier doch sogar die Absicht explizit drin? Und natürlich erfasst die Absicht auch den Vermögensnachteil beim Gegenüber.

Aber meines Erachtens fehlt es eben an der erforderlichen Täuschungshandlung.

Klamm hat niemals versprochen, dass man mit Losen Gewinn erzielen kann. Im Gegenteil, er bezeichnet sie selbst als wertlos (Nummer 1 Loseregeln) und weist darauf hin, dass er keine Verantwortung übernehmen wird.

Nummer 3 der Loseregeln:
klamm.de übernimmt keine Verantwortung für den Umgang mit Losen. Teilnahme an Lose-Aktionen und externen Seiten jeglicher Art geschieht auf eigene Gefahr. Im Falle eines Betrugs muss der User ggf. selbstständig aktiv werden und sich mit der Gegenseite auseinandersetzen.

Nur wenn er Gewinne versprochen hätte, könnte man m.E. sein Verhalten und seine Lügen als Täuschungshandlung i.S.d. § 263 StGB begreifen.
 
Ohne Kläger keine Klage, wenn sich beim Staatsanwalt keiner meldet, dann gibts natürlich nichts worüber er zu entscheiden hat.
Anzeige wegen Betrug wird meines Wissens bei der Polizei gemacht und nicht beim Staatsanwalt. Zu dem geht es danach und der entscheidet dann ob Klage oder nicht.

Zum Thema Betrug: Der muss dann von der Staatsanwaltschaft nachgewiesen werden. Welche Beweise denkt ihr denn würde die Staatsanwaltschaft finden, dass sich Lukas durch Loseverkauf einen Vermögensvorteil verschafft hat?
 
Prinzipiell traue ich den Menschen jeden Schwachsinn zu. :ugly:

Aber schließlich wäre erst dann das Thema tatsächlich gegessen...
 
Und über was wollt Ihr euch dann in Zukunft aufregen wenn ein Gericht sagt "Seine Lose, seine Seite, seine Entscheidung"!
 
Mal abgesehen davon, dass Betrug ohnehin ein Vorsatzdelikt ist, steht hier doch sogar die Absicht explizit drin? Und natürlich erfasst die Absicht auch den Vermögensnachteil beim Gegenüber.

Ich sehe das so, das sich die Absicht auf den vermögensvorteil bezieht und nicht darauf jemanden das vermögen zu beschädigen.

Täuschung?
https://www.rechtswoerterbuch.de/recht/t/taeuschung/
->Irtum
https://www.rechtswoerterbuch.de/recht/i/irrtum/

Lukas hat sich so verhalten, das unsere Vorstellung zur Wirklichen Losemenge bestärkt dem der Wirklichkeit nicht übereinstimmte.

@Inskin
Ja in der Regel meldet man es der Polizei, schon alleine, weil man ja nciht weiß welcher Staatsanwalt zuständig ist. Aber wie der genaue Verlauf ist ist ja schnuppe, geht darum, wenn der davon ncihts erfährt kann er nichts machen!

Wer weiß, vielelicht hats ja wer schon gemacht und es dauert nur etwas, bei Biehl dauert es ja auch schon alles länger...
 
@Inskin
Ja in der Regel meldet man es der Polizei, schon alleine, weil man ja nciht weiß welcher Staatsanwalt zuständig ist. Aber wie der genaue Verlauf ist ist ja schnuppe, geht darum, wenn der davon ncihts erfährt kann er nichts machen!
Ja, das ist egal, mir ging es ursprünglich auch eher darum, dass total-anarchy meinte, dass er eine Riesenklage verursachen würde wenn es bei ihm um viel Geld gehen würde. Nur entscheidet das ja die Staatsanwaltschaft, ob sie nach ihren Ermittlungen Klage erhebt oder nicht.
 
Darum die Frage nach der Motivation der Leute. Und die war immer überdurchschnittlich viel Gewinn rauszuholen, unter Berücksichtigung einer gewissen Illegalität und/oder Verlustrisiken = Spekulation = Gier. Ich zweifele nicht am Wirtschaftssysstem, ich bin sogar ein stolzer Teil davon. Wenn ich aber - ich nenne es mal Marktunübliche Erträge - haben will, ohne mit Risiko leben zu können bzw. anfange zu heulen weil ich es dann auch irgendwann tragen muss, dann ist das für mich Gier.

Merkwürdig dass Du eigentlich so gut wie nie auf eine meiner Fragen eingehst. Aber ist ja auch Wurscht - Du wirst Dich vermutlich selbst von den besten Argumenten nicht überzeugen lassen. Ich hoffe Du gehörst nicht zu den Leuten die nicht mal dann in der Lage sind ihre Meinung zu ändern wenn sie festgestellt haben dass sie damit falsch liegen.

Angesichts der Rahmenbedingungen finde ich nicht dass man sagen kann dass es ein unüberschaubares Risiko gewesen ist ein wenig in Lose zu investieren. "Das System" als solches hat ja gut funktioniert und würde sicher auch heute noch gut funktionieren. Das der Chef plötzlich wie von Teufel geritten handelt kann ja keiner Ahnen. Und dieses "Risiko" trägt man so gesehen ja immer - auch bei jeder noch so vermeintlich sicheren Anlage.

Ich kann Dir in vielen Standpunkten ja zustimmen. Aber ein Punkt geht mir wirklich auf den Senkel. Du setzt das Spekulationsrisiko gleich mit dem Risiko das Lukas plötzlich ausrastet und die Druckerei startet bis die Maschinen glühen.

Und Du lässt in meinen Augen KEINEN Vergleich zu irgendwas zu. Deine Vergleiche sollen aber gleichzeitig immer zutreffend sein.

Ich bleibe dabei dass es durchaus ein Unterschied ist ob ich aufs falsche Pferd gesetzt und dabei verloren habe oder ob ich verloren habe weil jemand (kurz vor dem Start nach Platzierung meiner Wette) dem Pferd die Beine abgeschnitten hat. Klar... der vergleich "hinkt" :ugly:

Kaum einer würde "heulen" wenn er z.B. wegen Userschwund auf wertlosen Losen sitzen bleiben würde. Aber hier sieht es ja ganz anders aus. Der Preisverfall ist in erster Linie der Generierung geschuldet. Und damit hat Lukas kohle gescheffelt zum Nachteil anderer. Einige sprechen von Betrug.

Wenn Oma Ilse ihr erspartes bei der Sparkasse anlegt zu 0,5 Prozent Zinsen in einem sicheren Sparbuch und der Bankberater mit ihrer Kohle durchbrennt kannste ja auch schlecht sagen dass sie ja selbst schuld sei weil sie zu gierig war.


Das sind die waghalsigsten von allen. Wie kann ich meine Existenz (oder einen Teil davon) auf sowas wackeligem aufbauen? Man knüpft sein Einkommen an ein spielerisches Wohlwollen von ihm. Man kann ja gerne mit Klamm Werbegeschäfte machen, aber keine Währungsgeschäfte.

Du denkst für mein Verständnis zu eindimensional. Es gibt unzählige Möglichkeiten was Leute dazu bewegen könnte. Manchmal passiert sowas vielleicht auch aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus und man sieht darin eine Chance diese zu verbessern. Ob das nun der richtige Weg ist oder nicht kann von uns doch gar nicht beurteilt werden.

Natürlich kannst Du sagen "wie kann man nur...."
Aber was wäre denn wenn das ganze anders gelaufen wäre und heute nicht Facebook die Nr. 1 wäre sondern klamm? Und Lose wären im Wert so sehr gestiegen dass alle User die investiert haben heute reiche Leute wären? Dann würdest Du vermutlich nicht mehr sagen "wie kann man nur..." sondern "hätte ich doch auch damals..."

Es muss auch Menschen geben die den Mut haben mal was neues auszuprobieren - sonst würden wir alle auf der Stelle treten. Die Frage ist dabei nur ob man dabei zwangsweise berücksichtigen muss beschissen zu werden - und wenn das dann doch passiert ob man dann eine Schuld daran trägt.

Oder willst Du behaupten dass Du völlig immun dagegen bist auch mal Opfer eines Betrügers zu werden?


Du sagst es selbst: Sinnfrei. Die Bundesbank ist ein staatliches Institut mit festen Aufgaben und Richtlinien. Lukas kennt diese Richtlinien aber für Lose nicht. Keine Stetigkeit, keine kontrollierte Inflation, keine Aufsichtsorgane - nichts davon. Lukas ist eine selbstständige Privatperson mit ausgedachtem Spielgeld.

Lukas kennt durchaus solche Richtlinien. Nämlich die ihm von sich selbst auferlegten.

Du musst mir mal eines erklären (auch wenn Du auf meine Fragen scheinbar ungern eingehst sondern nur auf die von mir gemachten Vergleiche):

WARUM um alles in der Welt hat Lukas sich für das generieren von Losen entschuldigt und gesagt das er das nicht wieder tun wird?

Wenn doch alles richtig gelaufen ist und er nur das gemacht hat was er darf und wo ihm keiner reinreden darf... warum dann eine Entschuldigung? Warum das Zugeständnis nicht mehr zu generieren?


Ich weiß nicht ob es wirklich passende Beispiele gibt - ich denke nicht. Versuch es mit Monopoly oder einem Browsergame wo der Betreiber wie er möchte Rohstoffgott spielt und die Zocker dafür zahlen lässt, aber selbst das passt nicht vollständig.

Ich stimme Dir da zu. Der Betreiber kann Rohstoffe generieren wie er will. Und das ohne rechtliche Konsequenzen.

Ich bin mir aber sicher dass es in dem Augenblick wo er sagt "es gibt nur 3x das Zauberschwert" und dieses wird es auch nie häufiger geben und daher verkaufe ich es für 100,- Euro pro Stück" eine andere Situation ist. Würde es jetzt plötzlich doch vier geben kann das doch rechtlich nicht mehr einwandfrei sein. Besonders dann nicht wenn sich rausstellen sollte dass er durch das vierte Schwert einen finanziellen Vorteil erlangt hat.

Irgendwie habe ich das Gefühl dass Du gar nicht merkst dass ich Deine Meinung zum Großteil sogar teile. Wer spekuliert und sich dabei verzockt ist selbst schuld! Unterschreibe ich sofort.

Aber ich glaube Du sagst es ja eher so: "Wer abgezogen wird ist selbst schuld." Und das kann ich nicht unterschreiben. Dann kannste ja auch gleich sagen "wer bei grün über die Ampel geht und überfahren wird ist selbst schuld".
 
Ich sehe das so, das sich die Absicht auf den vermögensvorteil bezieht und nicht darauf jemanden das vermögen zu beschädigen. [...]

Mein Kommentar zum StGB sieht das aber anders. ;)

Täuschung?

[...]

Lukas hat sich so verhalten, das unsere Vorstellung zur Wirklichen Losemenge bestärkt dem der Wirklichkeit nicht übereinstimmte.

[...]

Voraussetzung für eine Strafbarkeit wäre m.E. mindestens folgende Kausalitätskette: Lukas kündigt wahrheitswidrig an, "es gibt in etwa XY Lose" und er will dadurch die User anhalten, die von ihm heimlich generierten Lose zu kaufen und dabei mindestens billigend in Kauf nehmen, dass den Usern ein finanzieller Schaden zu seinen Gunsten entsteht.

Zum einen wissen wir nicht, ob die Ankündigungen in dem jeweiligen Zeitpunkt falsch waren, zum anderen wissen wir nicht, wann und wieviele Lose tatsächlich generiert wurden.

Ebenso wissen wir nicht, ob und welchen Einfluß der Verkauf im Einzelnen auf den Losewert hatte.

Hinzu kommt, dass der Wert der Lose kontinuierlich gesunken ist seit klamm besteht. Um tatsächlich einen Irrtum zu erzeugen, hätte Lukas also eigentlich den Eindruck erwecken müssen, diese Situation werde sich irgendwann ändern. Das hat er meines Wissens nie getan.

Die Investitionen wurden trotz dieser Situation getätigt, weil darauf spekuliert wurde, dass sich der Losepreis ähnlich verhält wie in der Vergangenheit. Das hat er nicht getan. Die genauen Gründe dafür kennen wir nicht, bzw. wir können nur vermuten dass der Verkauf durch Lukas einen gewissen Einfluß darauf hatte.

Die Intransparenz des Losemarktes hätte jeder Investor kennen können. Die Tatsache, dass Lukas keine Verantwortung für den Losewert übernehmen wird, hätten sie sogar kennen müssen (Loseregeln).

Somit kann ich jedenfalls bisher nur feststellen, dass Lukas sich den Losemarkt zunutze gemacht hat, um einen Vermögensvorteil zu erzielen. Ob dieses Verhalten rechtswidrig i.S.d. § 263 StGB (und somit strafbar) kann ich nicht beurteilen.

Trotzdem kann ich verstehen, dass viele User darüber enttäuscht sind, dass sich Lukas diese Situation zunutze gemacht hat. Wenn man hauptsächlich aufgrund der Lose hier angemeldet war (ist), kann ich auch verstehen, wenn man nun nicht mehr teilhaben möchte, bzw. deutlich seinen Unmut zum Ausdruck bringt.

Was ich nicht verstehen kann ist lediglich, dass man hier dauernd jemandem eine Straftat unterstellt und dann nichts dagegen unternimmt. Die bloße Unterstellung in diesem Thread deutet für mich eher daraufhin, dass man Lukas zu einer Änderung seines Verhaltens drängen möchte (falls er es nicht schon geändert hat), um klamm.de nicht zu gefährden und wieder eine Möglichkeit zu haben, selbst an den Losen zu profititieren. Darauf deutet auch die ständige Forderung nach einer Gesamtmengenanzeige hin.