Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Ich bezweifle, dass der sich momentan für die deutsche Energiepolitik interessiert. :roll:

Du verstehst anscheinend den von mir dargestellten Zusammenhang nicht. Bitte nochmal genau lesen :roll:

Politik soll gar nicht auf der Straße gemacht werden. Es gilt genau das zu verhindern, indem man nach vernünftigen Lösungen sucht und sich mit Missständen differenziert auseinandersetzt, bevor sie unbeherrschbar werden, statt sie gezielt unbeherrschbar zu machen.

Aha. Gut gebrüllt. Selten so ne leere Phrase gelesen. Werd mal konkreter. Wo genau sind denn in deinen Augen die vernünftigen Lösungen um mit der Ressourcenknappheit von Energieträgern umzugehen? Die unzähligen "Bürgerkriege" in Nahost, zufälligerweise alles politisch-strategisch wichtige Punkte wenn es um genau diese Ressourcen geht? Ist das alles beherrschbar solange wir das in Deutschland nicht von den Medien vor die Füße gekotzt kriegen?

Ich weiß, dass der Einfluss der Energielobby hier weit über die Grenzen der deutschen Politik rausgeht. Mach die Augen auf und guck dich um.

Mein Punkt ist, dass jeder durch sein Verhalten, seine Einstellung und sein Verständnis der Zusammenhänge auf dem Gebiet weitaus mehr als nur seine eigenen Stromkosten beeinflusst. Wacht auf. Die Energiewende ist keine Repressalie, die euch höhere Strompreise auferzwingt. Sie ist ein Mittel für eine Autonomie, die langfristig für globale Gerechtigkeit sorgen kann. Wer das versteht und trotzdem über 50€ mehr auf der Abrechnung meckert, verdient mein Mitleid.

Die Aufgabe der Politik ist es in so einem Szenario auf Bundesebene für ausgleichende Gerechtigkeit zu sorgen und DAS wird gnadenlos verkackt. Und HIER ist die Schmerzgrenze anscheinend noch nicht erreicht (s.o.).
 
Ich versteh dich schon. Ich Teile nur deine Meinung nicht.

Du willst durch Preissteigerung eine Energierevolution übers Knie brechen und die Konsequenzen ignorieren. Etwas mit weniger Weitsicht hab ich noch nicht gelesen. Ich bin für kontrollierten Fortschritt. Alternative Energien müssen sinnvoll zur Marktreife geführt werden und gegenüber fossilen Energieträgern konkurrenzfähig werden, ohne die bereits bestehenden sozialen Verwerfungen noch drastisch zu verschärfen. Energiepolitik ist nicht das einzige Thema und sie greifen alle ineinander. Das ist nicht unmöglich, aber etwas, dass über eine Legislaturperiode hinaus geht und damit außerhalb der Vorstellungskraft unserer heutigen Politiker liegt. Halte mich nicht aufgrund knapper Ausführungen für einen Befürworter des modernen Raubbaus, ich hab nur einfach keine Lust ständig in langen Aufsätzen zu wiederholen, was hier vor deiner Zeit bereits diskutiert und vorgeschlagen wurde.
 
Seehofer will die Energiewende voran bringen. Bayern und Sachsen planen im Bundesrat eine Initiative einzureichen, dass Windräder nur dort aufgebaut werden dürfen, wo im im Umkreis von mind. 10fachen der Höhe der Anlage kein Wohnhaus stehen. Dürfte die möglichen Standorte erheblich einschränken. Ob man damit erfolgreich sein wird, muss man abwarten. Stehen ja nicht wie in Bayern in jedem Bundesland Wahlen an.
 
Ich versteh dich schon. Ich Teile nur deine Meinung nicht.

Du willst durch Preissteigerung eine Energierevolution übers Knie brechen und die Konsequenzen ignorieren. Etwas mit weniger Weitsicht hab ich noch nicht gelesen. Ich bin für kontrollierten Fortschritt. Alternative Energien müssen sinnvoll zur Marktreife geführt werden und gegenüber fossilen Energieträgern konkurrenzfähig werden, ohne die bereits bestehenden sozialen Verwerfungen noch drastisch zu verschärfen.

Du bist halt ein Befürworter der Politik, so wie sie zur Zeit gemacht wird. Und ich versuche dir nur zu erklären, dass das bei ein bisschen "Weitsicht" einfach nicht gut gemacht wird.

Sag mir mal konkret, was für Konsequenzen du meinst. In meinen Augen muss die Förderung der Forschung und der Produktion einhergehen mit einer Subvention der Preise, meinetwegen durch selektive Energiesteuern, die eben das soziale Ungleichgewicht angreifen.

Ich sage nur, dass die Energiewende nur aus diesem Grund auf Widerstand stößt, weil die hohen und ungerechten Steuern für Missmut sorgen. Und wenn du die Kausalkette bis ganz nach hinten zurück verfolgst muss dir klar werden, wo das Problem liegt. Und die Lösung ist NICHT AKWs weiterlaufen zu lassen.

Bemühe mich, Meinungen in Diskussionen leben zu lassen aber diese hier ist einfach nicht vertretbar. Du verteidigst ein System, das es nicht verdient.

P.S.: Was die Marktreife angeht: Als die ersten Braunkohle-Kraftwerke ans Netz gingen: Wie Marktreif war dein Produkt da? Wie Marktreif die ersten AKWs? Verbesserung und Fortschritt kommt nur während der Nutzung eines neuen Produktes - Das ist bei reg. Energien auch nicht anders.
 
Du bist halt ein Befürworter der Politik, so wie sie zur Zeit gemacht wird.
:LOL: Wir missverstehen uns hier gewaltig.
Sag mir mal konkret, was für Konsequenzen du meinst. In meinen Augen muss die Förderung der Forschung und der Produktion einhergehen mit einer Subvention der Preise, meinetwegen durch selektive Energiesteuern, die eben das soziale Ungleichgewicht angreifen.
Dann sag das doch. Du hast bisher nur pauschale Preiserhöhungen gefordert um an die Schmerzgrenze aller Deutschen zu gehen und ich bemängelt, dass das zu undifferenziert ist.

Bemühe mich, Meinungen in Diskussionen leben zu lassen aber diese hier ist einfach nicht vertretbar. Du verteidigst ein System, das es nicht verdient.
Das hab ich gar nicht. Das hast du einfach so reininterpretiert. Ich will AKWs gar nicht weiter laufen lassen und Braunkohle ist NICHT mein Produkt. Im Gegenteil: Es gibt nur wenig was mich mehr fasziniert als die Vorstellung von einem Energie-Autarken Deutschland.

Das Funktioniert aber einfach nicht rund, wenn wir alle 4 Jahre aussteigen, vom Ausstieg aussteigen, vom ausgestiegenen Ausstieg aussteigen und übermorgen Netzausbau haben müssen damit vor der nächsten Wahl die Energiewende "fertig" ist. Die gewaltige Subventionsblase in der Solarbranche ist schon geplatzt weil wir keinen langfristigen Plan haben. Die Politik heute ist dafür einfach zu kurzsichtig geworden und die amtierenden Koalitionen zu egoistisch, weil sie die Lorbeeren, die sie säen auch vor der Wahl unbedingt noch ernten müssen.
 
Die Politik heute ist dafür einfach zu kurzsichtig geworden und die amtierenden Koalitionen zu egoistisch, weil sie die Lorbeeren, die sie säen auch vor der Wahl unbedingt noch ernten müssen.
Wobei die aktuelle Koalition damals in den Wahlkampf zog, dass es mit ihnen einen Ausstieg vom Ausstieg geben wird. Den hat sie ja dann auch Umfragen zu folge unter der Zustimmung eines Großteils der Bevölkerung (unter bestimmten Bedingungen) vollzogen. Dann kam die Katastrophe in Japan, Landtagswahlen in BW und das Stimmvieh wandte sich ab hin zu den Grünen. Was in diesem Fall auch deutlich wird: Die Kurzsichtigkeit resultiert daraus, dass ein Weitblick bei den häufigen Wahlen schwierig ist. :roll:
 
Dann sag das doch. Du hast bisher nur pauschale Preiserhöhungen gefordert um an die Schmerzgrenze aller Deutschen zu gehen und ich bemängelt, dass das zu undifferenziert ist.


Das hab ich gar nicht. Das hast du einfach so reininterpretiert. Ich will AKWs gar nicht weiter laufen lassen und Braunkohle ist NICHT mein Produkt. Im Gegenteil: Es gibt nur wenig was mich mehr fasziniert als die Vorstellung von einem Energie-Autarken Deutschland.

Dann entschuldige bitte :) Neige dazu bei dem Thema zu leidenschaftlich zu reagieren... :ugly:
 
[...] Die Kurzsichtigkeit resultiert daraus, dass ein Weitblick bei den häufigen Wahlen schwierig ist. :roll:
Ja, das ist wirklich schwierig. Es gibt ja keine Reform, die nicht dem einen oder anderen weh tut, während sie anderen nutzt und darüber hinaus meist viel Zeit braucht, bis die Saat aufgeht (von endlosen Diskussionen und vErhandlungen, die dann in kontraproduktiven Kompromissen im Vorfeld gipfeln, schon mal abgesehen). Aber unter dem Strich sind 4 Jahre genug viel Zeit, um vieles kaputt zu machen. Mursi hat dafür nicht mal die 4 Jahre gebraucht. Und deutsche Politiker würden das auch schaffen, wenn sie weniger phlegmatisch wären.

Aber so lange wir nicht einen guten König wieder bekommen können, halte ich eine 4-jährige Legislaturperiode für das Maximum, das ich mir derzeit antun möchte. Ich persönlich würde auch gern jedes Jahr zur Wahl stiefeln...
 
Seehofer will die Energiewende voran bringen. Bayern und Sachsen planen im Bundesrat eine Initiative einzureichen, dass Windräder nur dort aufgebaut werden dürfen, wo im im Umkreis von mind. 10fachen der Höhe der Anlage kein Wohnhaus stehen.
Wir in NRW hätten so eine Regelung gerne für Braunkohlegruben gehabt... Gebuddelt werden darf nur dort, wo keine Menschen leben... hat man auch drauf geschissen.

Marty
 
Wir in NRW hätten so eine Regelung gerne für Braunkohlegruben gehabt... Gebuddelt werden darf nur dort, wo keine Menschen leben... hat man auch drauf geschissen.

Sieht in Sachsen nicht anders aus. Hier werden in den nächsten Jahren (in der Nähe von Borna) weitere Tagebaue eröffnet. Aber irgendwo muss der Strom ja herkommen :( .

Aber naja, verpesten wir weiter unsere Umwelt mit CO2, Quecksilber und Radionukleiden. <- und sowas nennt sich Energiewende.:wall:
 
Sieht in Sachsen nicht anders aus. Hier werden in den nächsten Jahren (in der Nähe von Borna) weitere Tagebaue eröffnet. Aber irgendwo muss der Strom ja herkommen :( .

Aber naja, verpesten wir weiter unsere Umwelt mit CO2, Quecksilber und Radionukleiden. <- und sowas nennt sich Energiewende.:wall:

Bei diesem Prozess ist es vor allem wichtig einfach die Diskussion darum in die Öffentlichkeit zu bringen. Es wird sich eher eine kleine Minderheit daran stören, dass weitere Windkraftanlagen in die Landschaft gebaut werden und aller Warscheinlichkeit nach kostet die EEG und die Verpflichtungen der Betreiber auch nicht so viel, dass es den Preisanstieg rechtfertigen würde. Auch sind viele Ausnahmen der EEG durch nichts zu rechtfertigen. Worum es aber geht ist, die Diskussion prominent zu platzieren. Dadurch versuchen die Stromerzeuger sich in eine politische Position zu manövrieren in der sie Forderungen stellen, Steuergesetze beeinflussen und Subventionen einstreichen können indem sie die Energiewende über den Preis zu einem sozialen Thema machen.

Das sind gewiefte Leute. Deren PR-Profis haben schon für alles gesorgt. Deswegen ist der Atomausstieg noch längst nicht so sicher wie immer getan wird.
 
Achtung, ich bin kein Mitarbeiter der gleich verlinkten Firma, sondern habe das erstbeste Suchergebnis genommen ;)

Kein Mensch wird weniger Energie verbrauchen, wenn er dadurch auf Komfort verzichten muss!!! Fazit: Energie anders gewinnen, oder vorhandene Energie, anders nutzen ... ich für mich überlege Tageslicht besser ins Haus zu lassen: Tageslichtsysteme
 
Irgendeiner hier hatte vor längerer Zeit mal gefragt wieviel Subventionen es für AKW-S gibt.
Gestern stand es im Videotext, leider nur für die gesamte EU.

Akw = 35 Milliarden

ÖKO = 30 Milliarden

Kohle = 26 Milliarden

alles pro Jahr.
 
Irgendeiner hier hatte vor längerer Zeit mal gefragt wieviel Subventionen es für AKW-S gibt.
Gestern stand es im Videotext, leider nur für die gesamte EU.

Akw = 35 Milliarden

ÖKO = 30 Milliarden

Kohle = 26 Milliarden

alles pro Jahr.

Ich sehe den Videotext nicht gerade als verlässliche Quelle an. Mich würde mal wieder interessieren auf welche Quellen die sich berufen. Sind am Ende wieder solche blödsinnigen Rechnungen wo Dinge reingezählt werden die da nicht reingehören.
Aber selbst wenn man sich diese Zahlen ansieht, wenn man dazu noch die installierten Leistungen betrachtet dann steht die Kernkraft wieder super da.
 
Ich sehe den Videotext nicht gerade als verlässliche Quelle an. Mich würde mal wieder interessieren auf welche Quellen die sich berufen. Sind am Ende wieder solche blödsinnigen Rechnungen wo Dinge reingezählt werden die da nicht reingehören.


Aber selbst wenn man sich diese Zahlen ansieht, wenn man dazu noch die installierten Leistungen betrachtet dann steht die Kernkraft wieder super da.

die zahlen stammen aus einem EU Papier welches der dpa vorliegt, so stand es im Videotext.
Folglich sollte die Quelle schon OK sein.


nunja, das sehe ich anders, hier geht es ja nicht um die KOSTEN sondern um die direkten Subvensionen.
 
nunja, das sehe ich anders, hier geht es ja nicht um die KOSTEN sondern um die direkten Subvensionen.

Da sind wir wieder bei dem Problem mit den direkten Subventionen ^^ , wie definiert man das ? (x Cent pro kWh Einspeisevergütung ?) Es wäre echt mal angebracht jegliche Subventionen abzuschaffen um zu sehen was am günstigsten ist.

Und man benötigt für diese Zahlen auch die installierte Leistung. Als Bsp, wenn die Ökoenergie mit 30Mrd subventioniert wird, die aber nur halbsoviel installierte Leistung vorweisen können, dann sind auf die kWh immernoch weniger Subventionen für Kernenergie geflossen. <- nur ein Bsp da ich gerad keine Zahlen habe.

Das gerede hat aber in D eh keinen Sinn mehr, Atommausstieg koste es was es wolle. Bei dieser "grünen" Ideologie kommt es gar nicht mehr drauf an was weniger Menschenleben fordert, was die Umwelt mehr zerstört oder was billiger ist. Mit Knernkraft kann man eben z.t. unbegründete Angst aus Unwissenheit schüren um seine eigenen Ziele durchzusetzen.
 
Alle Subventionen abzuschaffen wäre eine super sache!
Dabei aber nicht vergessen die indirekten mit abzuschaffen.

Dann noch die Verpflichtung einer Versicherung für den Unglücksfall und natürlich auch die kosten der "Müllentsorgung" mitberechnen.
 
Ist schon interessant, dass in GB keiner ein AKW bauen möchte, dass sich selber (= ohne Staatliche Zuschüsse) tragen soll, nicht wahr? Es ist ein Faktum, dass Ökostrom am (Strom-)Markt billig zu haben ist und AKWs nicht schnell zuschaltbar sind oder unflexibel in der Leistungssteuerung sind (https://lak.gruene-bayern.de/blog/a...1_21_ww_hintergrund_atomkraftwerke_und_ee.pdf).

Da das aber sowieso wieder nur Öko-Propaganda ist...:sing:

Im gleichen Zug könnte man sagen "es ist schon interessant das China, Russland etc. stark auf Kernkraft setzen anstatt alles auf erneuerbare Energien auszurichten". Oder warum setzen selbst die arabischen Emirate zukünstig auf Kernkraft, ist denen ihr Öl zu teuer oder haben die zu wenig Sonne ? Und "grüne" Enrgie ist z.t. nur günstig weil die kommen wann se wollen z.t. auch wenn man se nicht benötigt. Und bei den Subventionen verschenkt man halt lieber anstatt abzuschalten (kann man keinem vorwerfen).

Das in GB keiner ein AKW bauen will ohne Subventionen, gut ka. Aber mir stellt sich die Frage, wer würde in D erneuerbare Energien bauen ohne Subventionen ? Aus Sorge um die Umwelt macht's wohl keiner.

Und ein Kernkraftwerk muss auhc nicht schnell regelbar sein da man damit die Grundlast abdecken kann.