Zwischen Diplomatie und Respekt: Pistorius kritisiert Trumps Äußerungen über NATO-Einsätze
In einer aktuellen Debatte um die Rolle der NATO in Afghanistan und die jüngsten Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat sich Verteidigungsminister Boris Pistorius klar positioniert. In der Sendung "Caren Miosga" sprach der SPD-Politiker über die Notwendigkeit einer Entschuldigung Trumps an die Familie gefallener Soldaten, welche durch des Ex-Präsidenten Bemerkungen betroffen wurden. Trump hatte kürzlich in einem Interview auf Fox News die NATO-Staaten und ihre Einsätze nach den Ereignissen des 11. September 2001 in Frage gestellt.
Er behauptete, dass Truppen aus NATO-Staaten, die nach Afghanistan geschickt wurden, abseits der Frontlinien agiert hätten. Diese Äußerungen führten zu einer Welle der Empörung, nicht zuletzt seitens Europäischer Politiker. Pistorius betonte, dass die Rolle Amerikas in der Stärke und Beständigkeit der NATO unbestritten sei.
Doch Respekt und Anstand müssten auf Gegenseitigkeit beruhen, und die Kommentare Trumps bezeichnete er als "unanständig und respektlos". Auf die Frage, ob er das Thema mit Trumps damaligem Verteidigungsminister Pete Hegseth erörtern werde, machte Pistorius deutlich, dass dies auf seiner Agenda stehe, sobald ein Treffen zustande kommt.

