Zweiter Anlauf für Marianne Williamson im Präsidentschaftswahlkampf der Demokraten
In einem unerwarteten Schritt hat Bestsellerautorin Marianne Williamson ihre erneute Kandidatur für das höchste Amt im Staate bekanntgegeben. In einem Video, das am Mittwoch erschien, beschrieb sie die derzeitige politische Situation in den USA als 'Autounfall in Zeitlupe' und warnte energisch vor dem Vormarsch faschistischer Tendenzen, symbolisiert durch Donald Trumps erneute Bewerbung für die republikanische Präsidentschaftsnominierung. Um Trumps Ambitionen etwas entgegenzusetzen und den scheinbar unüberwindbaren Herausforderungen der Nation zu begegnen, forderte sie einen 'Waffenstillstand', ohne jedoch konkreter auf die Bedeutung dieser Metapher einzugehen.
Erst vor wenigen Wochen hatte sich Williamson aus dem Ringen um die Vorherrschaft in der demokratischen Partei zurückgezogen, doch nun sieht sie sich offenbar wieder in der Rolle der Herausforderin – gegen den Amtsinhaber Joe Biden und Dean Phillips, ein im politischen Spektrum wenig bekannter Kongressabgeordneter. Trotz geringer Erfolgsaussichten – bei den jüngsten Vorwahlen in Michigan erzielte Williamson lediglich 3 Prozent, Phillips 2,7 Prozent, während Biden auf eine dominante Mehrheit von 81 Prozent kam – bläst sie zum Angriff. Die 'unentschiedenen' Stimmen der Wahl stellen möglicherweise ein Zeichen des Unmuts über Bidens Position im Konflikt um den Gaza-Krieg dar.
Die 2020er Kampagne endete für Williamson vorzeitig, ihre Popularitätswerte reichten nicht aus, um sie durch die Vorwahlen zu tragen. Nun wagt sie einen zweiten Versuch, um den Weg ins Weiße Haus im Namen der Demokraten zu bestreiten. (eulerpool-AFX)

