Zusammenhalt der Alliierten: Verteidigungsminister betonen sicherheitspolitische Kooperation
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat angesichts der zunehmenden russischen Bedrohung zur Geschlossenheit unter den westlichen Verbündeten aufgerufen. Bei einem Treffen mit seinem dänischen Pendant Troels Lund Poulsen in Kopenhagen mahnte Healey daran, stets zu unterscheiden, wer die Gegner und wer die Alliierten seien. Seiner Ansicht nach sind es russische Angriffe, die die Ukraine instabil machen, und es sei die Rücksichtslosigkeit Russlands, die die NATO vor Herausforderungen stelle. Eine sichere Lage in Europa könne nur durch eine starke Ukraine gewährleistet werden, wofür Großbritannien und Dänemark sich gemeinsam engagieren.
Poulsen hob die intensivierte Sicherheitszusammenarbeit der beiden Länder sowie der NATO in der Ostsee und der Arktis hervor. Man sei sich einig, dass der Sicherheit im hohen Norden mehr Bedeutung zukommen sollte. Dies soll auch durch eine verstärkte Präsenz der NATO in diesen Regionen unterstützt werden.
Bevorstehende Manöver in Grönland unter Beteiligung der USA stehen ebenfalls auf der Agenda. Poulsen kündigte an, dass für dieses Jahr weitere Übungen auf Grönland geplant seien, zu denen auch die Amerikaner eingeladen sind. Obwohl die USA bislang keine endgültige Zusage erteilt haben, äußerte Poulsen die Hoffnung auf deren Mitwirkung.
US-Präsident Donald Trump, der seine Ansprüche auf Grönland bekräftigt hatte, lehne jedoch Gewalt ab und setze stattdessen auf Diplomatie. Healey begrüßte diesen Dialog und bezeichnete Trumps Rede als Schritt in die richtige Richtung.

