Zurück in die Zukunft: DSM Firmenichs Verkäufe polarisieren Anleger

Der aktuelle Schritt von DSM Firmenich, sein Tierernährungs- und Tiergesundheitsgeschäft für 2,2 Milliarden Euro mehrheitlich an den Finanzinvestor CVC zu veräußern, stößt auf Skepsis bei Investoren europäischer Aromen- und Duftstoffhersteller. In Amsterdam erlebte die Aktie des schweizerisch-niederländischen Konzerns einen Rückgang von nahezu sechs Prozent. Auch die Beteiligungen von Symrise und Givaudan wurden mit Kursrückgängen von bis zu einem Prozent in Mitleidenschaft gezogen.
Die Verkaufsabsicht, die zuvor bereits durch die anhaltende Konkurrenz aus China ins Gespräch gebracht wurde, sorgt weiterhin für gemischte Reaktionen. Analyst Sebastian Satz von der Citigroup äußerte Zweifel daran, ob der Verkauf tatsächlich die erhoffte Wertsteigerung für die Aktionäre bringt, insbesondere da DSM knapp 20 Prozent der Anteile am Geschäft behält. Sein Urteil verwies auf die komplizierte Struktur des Deals, die zusätzlich Verwirrung stiftet.
Auch die Bewertung des Geschäfts gibt Anlass zur Diskussion. Wim Hoste von KBC stellte seine frühere Einschätzung des Wertes auf drei Milliarden Euro infrage, während Chris Counihan von Jefferies auf die zunächst erhaltenen 0,6 Milliarden Euro in Bar und die unsicheren, erfolgsabhängigen Zahlungen hinwies. Positive Erkenntnisse hob jedoch Alex Sloane von der Barclays Research hervor, der die bislang schleppenden Fortschritte anerkannte. Jedoch sieht auch er Handlungsbedarf für DSM, um die Investoren nachhaltig zu überzeugen und äußerte zudem seine Enttäuschung über die angekündigten Aktienrückkäufe, die mit einer Summe von 0,5 Milliarden Euro hinter seinen Erwartungen zurückbleiben.

