Zunehmende Spannungen im Gazastreifen: Israelische Offensive zieht internationale Aufmerksamkeit auf sich
Die israelischen Bodeneinsätze im Gazastreifen haben einen neuen Höhepunkt erreicht, da die Armee Bestrebungen verfolgt, eine größere Pufferzone entlang der Grenze zu errichten. Infolge dieser Offensive sind laut UN-Angaben Hunderttausende Palästinenser gezwungen, sich in zunehmend kleineren Gebieten entlang der Mittelmeerküste zurückzuziehen. Anwohner des Zentrums von Gaza wurden durch die Armeeaufgefordert, bestimmte Viertel zu verlassen, nachdem von dort aus Schüsse auf Israel abgefeuert und Raketen erfolgreich abgefangen wurden.
Unbestätigten Berichten zufolge wurde im Zuge der Angriffe ein Krankenhaus in Gaza-Stadt beschädigt. Die israelischen Streitkräfte vertiefen ihre Einsätze, um die Infrastruktur der Hamas zu zerstören und eine "Sicherheitszone" zu festigen. Dutzende Mitglieder der Hamas wurden bereits eliminiert. Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor die Erweiterung der Militäraktionen im Gazastreifen angekündigt und betont, dass große Gebiete in "Sicherheitszonen" umgewandelt werden sollen.
Die Stadt Rafah im Süden wurde bereits als Teil dieser strategischen Zone deklariert. Mit dieser Entwicklung sehen sich Palästinenser gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Dies geschieht vor dem Hintergrund wiederholter Aufforderungen vonseiten der israelischen Armee, wonach Zivilisten aus den umkämpften Gebieten fliehen sollen. Gleichzeitig führte das Wiederaufflammen der Kämpfe nach einem zweimonatigen Waffenstillstand zur Vertreibung von fast 400.000 Menschen innerhalb des Gazastreifens, so die Schätzungen des UNRWA.
Das Büro der Vereinten Nationen für Menschenrechte zeigte sich besorgt über die Zwangsvertreibungen und warnte davor, dass die fortlaufenden Maßnahmen Israels zur Schaffung einer Pufferzone gegen internationale Konventionen verstoßen könnten. Diese dramatische Lage wird weiter durch das Verbot von humanitären Hilfsgütern verschärft, da die israelische Regierung Druck auf die Hamas ausübt, israelische Geiseln freizulassen, die im Zuge der Angriffe auf Israel am 7. Oktober 2023 entführt wurden.
Während des Pessach-Festes erinnerten Hunderte Israelis in Tel Aviv an die noch in Gefangenschaft befindlichen Geiseln, indem sie leere Stühle an ihren Tafeln beließen. In der Zwischenzeit reiste eine Delegation der Hamas nach Kairo, um mit der ägyptischen Regierung über einen möglichen Austausch von Geiseln gegen inhaftierte Palästinenser zu verhandeln. Trotz der internationalen Bemühungen bleibt die israelische Führung bei ihrem Ziel, die Hamas endgültig zu zerschlagen.

