Zollpolitik aus den USA treibt deutsche Staatsanleihen
Die aktuellen Zollbekundungen von US-Präsident Donald Trump verleihen den deutschen Staatsanleihen zum Ende der Woche neuen Schwung. Insbesondere konnte der richtungsweisende Euro-Bund-Future am Freitagmorgen um 0,07 Prozent zulegen und erreichte damit einen Stand von 129,64 Punkten. Im Zuge dessen verharrte die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen bei soliden 2,70 Prozent.
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht Trumps Ankündigung, der Europäischen Union pauschale Strafzölle zwischen 15 und 20 Prozent aufzuerlegen. Noch entschlossener zeigte er sich gegenüber Kanada, für das er bereits Zölle von 35 Prozent verhängt hat. Diese Politik der Erhöhung von Zöllen betrifft eine Vielzahl von Ländern und wirkt sich erheblich auf das globale Wirtschaftsklima aus, das zunehmend von Unsicherheiten geprägt ist.
Von der Konjunkturfront sind zum Wochenausklang allerdings kaum bedeutende Impulse zu erwarten. Lediglich die Veröffentlichung der Zweitschätzung zu den Verbraucherpreisen in Frankreich steht im Raum, während aus den USA keine maßgeblichen wirtschaftlichen Daten gemeldet werden.

