Zoll-Regularien im Fokus: USA verabschieden sich von der De-minimis-Schwelle
In einem strategischen Schachzug hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump die Abschaffung der Zollfreiheit für Importe unter 800 Dollar aus China initiiert und weist nun per Erlass an, dass diese Regelung ab dem 29. August auch für den Rest der Welt gilt. Mit der Neuregelung sind Zölle zwischen 80 und 200 Dollar pro Artikel vorgesehen, was insbesondere bei Direktbestellungen günstiger Produkte aus dem Ausland für amerikanische Verbraucher weniger attraktiv sein könnte.
Die bisherige De-minimis-Regelung erwies sich besonders vorteilhaft für chinesische Online-Händler wie Shein und Temu. Diese konnten bislang billige Waren ohne zusätzliche Zollkosten in die USA versenden und hatten durch den Wegfall dieser Privilegien bereits die Preise angehoben. Doch nicht nur Importe aus China, auch Lieferungen aus anderen Ländern erfuhren laut Regierungsdaten einen Anstieg, was die Notwendigkeit der neuen Maßnahme unterstreicht.
Gleichzeitig steht die Entscheidung zur Aufhebung der Zollerleichterungen für China vor rechtlichen Herausforderungen und wird derzeit vor Gericht angefochten. Diese Entwicklungen könnten weitreichende Auswirkungen auf die Dynamik des internationalen Handels mit den USA haben und in Zukunft die Preisgestaltung sowie Strategien der betroffenen Unternehmen prägen.

