Zölle drücken deutschen Exportüberschuss mit USA – Doch historische Rekorde bleiben
Der deutsche Exportüberschuss mit den USA, traditionell eine der tragenden Säulen des deutschen Außenhandels, zeigt Anzeichen von Schwäche. Grund dafür sind die von der Trump-Regierung eingeführten Zölle, die die Handelsbedingungen erschwert haben. Laut aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verzeichnete Deutschland in den ersten sieben Monaten des Jahres nur noch einen Überschuss von 34,6 Milliarden Euro im Handel mit den Vereinigten Staaten, was einem Rückgang von etwa 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
Der Gesamtexportüberschuss Deutschlands auf weltweiter Ebene fiel um 32,7 Milliarden Euro auf 121,3 Milliarden Euro. Ein Grund dafür ist der wachsende Import aus China, der die Exportbilanz belastet. Trotzdem bleiben die USA Deutschlands wichtigster Handelspartner im Hinblick auf den Exportüberschuss. Die Hürden für Geschäfte auf dem US-amerikanischen Markt sind jedoch gestiegen, nachdem die Zölle auf die meisten Importe aus der Europäischen Union auf 15 Prozent erhöht wurden, während Stahl- und Aluminiumprodukte sogar mit 50 Prozent besteuert werden.
In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres verzeichneten die deutschen Exporte in die USA einen Rückgang um 5,3 Prozent auf 89,9 Milliarden Euro. In derselben Zeit stiegen die Importe aus den USA um 2,2 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro an. Donald Trumps wirtschaftspolitische Maßnahme zielt darauf ab, ein vermeintliches Handelsungleichgewicht zu korrigieren. Ob diese Strategie nachhaltig Wirkung zeigt, bleibt abzuwarten. Eines steht jedenfalls fest: Deutschland konnte seit 1991 in jedem Jahr einen Exportüberschuss im Handel mit den USA erzielen.

