Zölle bremsen DHL Group: Deutsche Bank Research senkt Daumen
Die Analysten von Deutsche Bank Research haben die Bewertung der DHL Group nach neuen Unsicherheiten auf dem globalen Frachtmarkt überarbeitet. Die bisherige Empfehlung "Buy" wurde auf "Hold" herabgestuft, während das Kursziel von ehemals 47 auf nunmehr 42 Euro reduziert wurde.
Auslöser für diese Neubewertung sind Änderungen im US-Zollsystem, die in Fachkreisen für Aufsehen sorgen. Insbesondere die Einführung von Zöllen und die Abschaffung der Zollfreiheit bei Warensendungen bis 800 US-Dollar stellen für Frachtunternehmen erhebliche Herausforderungen dar.
Analyst Andy Chu, der die Einschätzung am Freitag veröffentlichte, wies darauf hin, dass die schwachen US-Importe zwar durch starke Handelsrouten in anderen Teilen der Welt sowie durch firmeninterne Maßnahmen teilweise kompensiert wurden, dennoch bleibt Vorsicht geboten. In seiner Einschätzung geht Chu davon aus, dass die Jahresziele des Unternehmens unter diesen Voraussetzungen zu optimistisch erscheinen.
Mit dieser Herabstufung reagiert Deutsche Bank Research auf die veränderten Rahmenbedingungen im globalen Handelsgeschäft, die nicht nur DHL, sondern die gesamte Branche beeinflussen könnten. Die Marktteilnehmer beobachten die Entwicklungen mit Spannung, da sich die Handelsbeziehungen zwischen den USA und dem Rest der Welt in einer dynamischen Phase befinden.

