Zitterpartie an den US-Börsen: Zölle trüben Optimismus
Nach einem Höhenflug an den amerikanischen Börsen hat sich die Stimmung zum Wochenausklang merklich eingetrübt. Die Rückkehr der Zollsorgen, befeuert durch die neuesten Entscheidungen von US-Präsident Donald Trump, sorgt für Unruhe. Sein Plan, pauschale Zollerhöhungen von 15 bis 20 Prozent gegen zahlreiche Länder zu verhängen, wirft einen düsteren Schatten auf den Handel. Besonders drastisch betroffen ist Kanada, gegen das Trump gar eine Zollschraube auf 35 Prozent ansetzt, nachdem die bilateralen Handelsgespräche bereits im Juni abrupt gestoppt wurden.
Inmitten dieser unruhigen Gemengelage verbuchte der Dow Jones Industrial einen Rückgang von 0,63 Prozent und schloss bei 44.371,51 Punkten. Auf Wochensicht entspricht dies einem Verlust von einem Prozent. Weniger stark fielen die Verluste bei den weiteren wichtigen Indizes aus: Der S&P 500 verlor 0,33 Prozent und der Nasdaq 100 sank um 0,21 Prozent. Trotz der Dämpfer konnten beide weiterhin auf kurzfristige Rekordhöhen zurückblicken, im Gegensatz zum Dow Jones.
Marktbeobachter wie Rajeev De Mello vom Gama Asset Management in Genf hatten bereits Gewinnmitnahmen aufgrund der Zollerhöhungen erwartet. Diese neue Handelsspannung führe zu erneuter Unsicherheit unter den Anlegern. Doch trotz der nervösen Grundstimmung blicken Investoren bereits gespannt auf die bevorstehende Berichtssaison, die neue Impulse bringen könnte. Die Hoffnung auf positive Unternehmenszahlen bleibt ungebrochen, während das Dauerthema Zölle für viele Anleger mittlerweile zu ausgeleiert erscheint.

