Zinsanstieg und Preisrückgang in der Eurozone: Anleihen unter Druck
Die Kurse der deutschen Staatsanleihen gaben zum Wochenausklang nach. Der Euro-Bund-Future, der als bedeutender Indikator gilt, verzeichnete am Vormittag einen leichten Rückgang um 0,10 Prozent und notierte bei 128,30 Punkten. Diese Entwicklung ging einher mit einem Anstieg der Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,74 Prozent. Ein ähnlicher Trend war in der gesamten Eurozone zu beobachten, wo ebenfalls ein Anstieg der Renditen registriert wurde.
Gleichzeitig lieferte die deutsche Wirtschaft weitere Anzeichen für einen abnehmenden Preisdruck. Die Erzeugerpreise, die als Vorläufer der Verbraucherpreise gelten, fielen im August im Jahresvergleich um 2,2 Prozent. Ökonomen hatten im Vorfeld lediglich mit einem Rückgang um 1,7 Prozent gerechnet. Diese Entwicklung könnte auch die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer geldpolitischen Ausrichtung beeinflussen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks verlief der Tag ruhiger. In den USA standen am Nachmittag keine bedeutenden Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Gleichzeitig fand ein Gespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping statt, dessen Inhalte bislang nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind.

