Zeichen der La Niña: Die kühle Schwester des El Niño
Die Weltwetterorganisation (WMO) beobachtet erste Anzeichen für das natürliche, alle paar Jahre auftretende Wetterphänomen La Niña, das im Gegensatz zu seinem heißblütigen Bruder El Niño typischerweise eine kühlende Wirkung auf das weltweite Klima hat. Ab September könnten diese Anzeichen spürbar werden, wie die WMO berichtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Oberflächentemperatur des äquatorialen Pazifiks sinkt, liegt demnach bei 55 Prozent. Eine bevorstehende El Niño-Periode erscheint dagegen von September bis Dezember eher unwahrscheinlich.
La Niña, was im Spanischen so viel bedeutet wie 'das Mädchen', ist bekannt dafür, Winde, Luftdruck und Regenmuster weltweit zu beeinflussen und so in manchen Regionen zu Dürren, in anderen zu überdurchschnittlich starken Regenfällen zu führen. Während El Niño für eine Erhöhung der globalen Durchschnittstemperaturen verantwortlich gemacht wird, bewirkt La Niña das Gegenteil und sorgt für einen kühlenden Trend.
Die WMO hebt hervor, dass tausende Menschenleben gerettet und Millionen Dollar eingespart werden könnten, wenn sich Länder frühzeitig auf diese Phänomene einstellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen würden. Anpassungen und präventive Strategien könnten die schwerwiegenden Auswirkungen auf Umwelt und Wirtschaft erheblich mildern.

