Zaghafte Entwicklungen an Wall Street: Warten auf Handelsdialoge
Die Wochenbilanz der US-Aktienmärkte zeigt sich vor den anstehenden amerikanisch-chinesischen Gesprächen unerwartet zurückhaltend. Der Dow Jones Industrial verabschiedete sich am Freitag mit einem moderaten Rückgang von 0,29 Prozent, was ihn auf 41.249,38 Punkte führte. Dies resultierte in einem minimalen Wochenverlust von 0,2 Prozent für den Index. Ein kaum veränderter S&P 500 notierte bei 5.659,91 Punkten, während der Nasdaq 100 zum Schluss auf einem unveränderten Stand von 20.061,45 Punkten verharrte.
Die Anleger scheinen eine Pause in ihrem Anlageverhalten einzulegen, um den Ausgang der bevorstehenden hochrangigen Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China abzuwarten. Bereits in den Monaten zuvor hatte der Zollkonflikt zwischen diesen beiden Wirtschaftsriesen die Stimmung mit sukzessivem Optimismus und Ernüchterung beeinflusst. Bis zu 145 Prozent Zusatzzölle auf Importe aus China wurden von den USA implementiert, während Peking im Gegenzug Tarifanpassungen von 125 Prozent auf amerikanische Produkte verlangte.
Besonderes Augenmerk lag auf Unternehmen aus dem Mid-Cap und Small-Cap Bereich, die mit ihren Quartalszahlen im Fokus der Investoren standen. Pinterest sah durch sein positives Zahlenwerk sowie dem optimistischen Ausblick einen Kursanstieg von 4,9 Prozent. Substanzielle Zugewinne konnten auch die Papiere von Lyft und The Trade Desk verzeichnen, die um 28 beziehungsweise 19 Prozent kletterten. Lyft profitierte von einem dynamischen Geschäft, gepaart mit einem erweiterten Aktienrückkaufprogramm. Ebenso überzeugte The Trade Desk durch starke Zahlen. Einen erfreulichen Ausblick präsentierte außerdem der Halbleiterhersteller Microchip, dessen Aktie dadurch um 13 Prozent zulegte.
Im Gegensatz dazu mussten Expedia und Wolfspeed empfindliche Kursverluste von 7 beziehungsweise 26 Prozent hinnehmen. Besonders Wolfspeed enttäuschte, nachdem Analysten der Bank JPMorgan die Aktie auf "Underweight" herabstufen. Zudem sieht Analyst Samik Chatterjee schwierige Verhandlungen auf das neu ernannte Management zukommen.

