XRP könnte auf $1,19 oder $20 springen nach dem Zusammenbruch des Orderbuchs, warnt Analyst

Im chaotischen Nachspiel des marktwirtschaftlichen Zusammenbruchs letzte Woche sticht eine detaillierte forensische Analyse heraus: Die Tiefe des Orderbuchs auf wichtigen Plattformen hat sich auf „Luft“ reduziert, sodass relativ moderate Marktaufträge Preisniveaus fast ohne Widerstand durchdringen konnten.
Das Phänomen, festgehalten vom unabhängigen Marktanalysten Dom (@traderview2) auf X, steht nun im Zentrum einer klaren Einschätzung für XRP: Unter den gleichen Mikrostrukturbedingungen kann der Preis mechanisch genauso leicht auf $1,19 wie auf $20 springen. Es handelt sich nicht um eine Prognose, sondern um eine Aussage über das Verhalten von Angeboten, Liquidität und Matching-Engines unter Stress.
XRP Preis könnte auf $1,19 oder $20 springen
Doms post zur Rekonstruktion des XRP-Teils des Moves verwendet die Orderbuch-Tiefe von Binance Futures, um die Dynamik zu veranschaulichen. „XRP orderbook depth on Binance Futures during the crash. Prime example of ‘liquidity evaporation’“, schrieb er und bemerkte, dass für mehr als zwei Stunden vor dem Cascade-Event etwa „$50–60M in liquidity within 5% of price on both sides. Stable, deep book.“
Die Stunde, in der alles zusammenbrach, war anders. „Look closely right before 21:00 during that first leg down, nearly 20M USD market sold (shorts entering/longs liquidated). Bid side (blue) goes from $50M to near zero... At this point, XRP is near $2.50 while all liquidity under it is basically gone, air.“ Minuten später, mit „more sells... trickling into a basically air pocketed book,“ fiel der Preis von „$2.50 to $1.19. Nobody replenished the book. MMs either pulled or just walked away to protect. These markets really are more fragile than most think,“ schrieb er.
Das gleiche Thread und die folgenden Beiträge erweiterten die Perspektive auf das Verhalten über Plattformen hinweg. Dom hob eine bemerkenswerte Divergenz auf dem Dogecoin-Tape hervor: „DOGE nuked to $0.09 on Binance, OKX, Bybit and Kraken... Coinbase was trading over 40% higher. Their market makers were either running a completely different playbook or protecting the books. That divergence wasn’t random and someone kept the floor intact.“
Diese Darstellung beantwortet auch eine häufige Frage in den Analysen nach dem Ereignis von Händlern, die auf den kumulativen Volumendelta (CVD) starrten, das vertikal anstieg, obwohl die Preise fielen: Der Nettokaufdruck kann steigen, während der Preis dennoch sinkt, wenn die besten Angebote in Millisekunden abgezogen und niedriger neu angeboten werden, was die Käufer zwingt, einem sinkenden Angebot nachzujagen.
Wie Dom es in einem separaten Erklärungsbeitrag zu DOGE formulierte, „Liquidity was pulled and repriced lower in milliseconds, over and over again. Doesn’t matter how much you buy. The closest ask keeps sliding down faster than you can hit it... Price doesn’t fall because of ‘selling’—it falls because the ground itself keeps disappearing. […] My analysis so far supports the case this was happening with many coins...“
Die Logik ist symmetrisch: Wenn die Liquidität der Angebote über dem Preis verschwindet, können Aufwärtslücken ebenso abrupt sein wie Abwärtslücken—daher Doms Antwort auf die Frage, ob ein Sprung von $2 auf $10 oder sogar $20 „auf dem Weg nach oben“ geschehen könnte: „Technically speaking, yes.“
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelte XRP bei $2.46.

