Xi Jinping warnt vor Bruch der Lieferketten – USA und China erzielen Teileinigung
Chinas führender Politiker Xi Jinping hat nach einem Treffen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump vor den Risiken eines Bruchs in den globalen Lieferketten gewarnt. Beim APEC-Gipfel in Südkorea betonte Xi die grundlegende Notwendigkeit, industrielle und logistische Ketten nicht zu unterbrechen, um das Wirtschaftswachstum zu sichern. Xi plädierte dafür, die Lieferketten zu verlängern und neue gemeinsame Interessen zu erschließen, um eine offene Entwicklung zu fördern.
Im Anschluss an das Gespräch zwischen Jinping und Trump, bei dem auch Finanzminister Scott Bessent die USA vertrat, wurde klar, dass die Vereinigten Staaten auf eine Diversifikation ihrer Lieferketten setzen. In seiner Rede stellte Bessent die amerikanischen Bemühungen heraus, widerstandsfähige Produktionsnetzwerke aufzubauen, um Risiken in sensiblen Sektoren zu minimieren. Sein Auftritt erfolgte hinter verschlossenen Türen, doch die zentrale Botschaft war eindeutig: Die USA und ihre Partnerländer investieren in Schlüsselbereiche von Rohstoffen bis hin zu Technologie.
In einem Signal der Entspannung haben sich China und die USA auf einen Teilerfolg geeinigt. China nimmt seine Exporte von Seltenen Erden wieder auf, während die USA die Importzölle auf chinesische Produkte wie Fentanyl auf ein erträgliches Maß senken. Beobachter sehen diese Vereinbarung als ein vorläufiges Ergebnis im Handelsstreit, das zwar den gegenwärtigen Druck mindert, aber dennoch anfällig für neue Spannungen bleibt. Analyst Gabriel Wildau von Teneo weist darauf hin, dass trotz der erreichten Zwischenlösung Unsicherheit herrscht, ob nicht neue Konflikte in den Bereichen Handel oder Sicherheit die fragile Einigung gefährden könnten.

