Wochenlanges Warten auf Werkstatt-Termine
Fahrzeugbestand wird seit Corona immer älter
Stuttgart, 09.09.2026 (lifePR) - Kurzfristig einen kleinen Schaden am Auto reparieren zu lassen, das war einmal: Heute muss man oft wochenlang auf einen Werkstatttermin warten. Jürgen Hasler, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), begründet in auto motor und sport die längeren Wartezeiten unter anderem mit dem deutlich gestiegenen Alter der Fahrzeuge, die auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. „Das Durchschnittsalter ist in den letzten fünf Jahren von rund zehn auf elf Jahre angestiegen, während die Neuzulassungen über die letzten sechs Jahre jedes Jahr zwölf bis 15 Prozent hinter den Zulassungszahlen vor der Coronakrise lagen.“
Zudem sind die technischen Anforderungen durch die wachsende Komplexität der Fahrzeuge gestiegen. „Treffen eine hohe Nachfrage, begrenzte personelle Kapazitäten und aufwendigere Arbeitsprozesse zusammen, dann müssen die Betriebe ihre Werkstatttermine entsprechend vorausplanen“, so Detlef Peter Grün, Bundesinnungsmeister und Vorstandsvorsitzender des Bundesinnungsverbands des Kfz-Handwerks (BIV-Kfz) gegenüber auto motor und sport.
Allerdings gibt es erhebliche regionale Unterschiede. „Vier oder sechs Wochen Wartezeit sind nicht überall üblich, aber dort, wo die Kapazitäten knapp sind, leider Realität“, räumt ZDK-Geschäftsführer Hasler ein. Umso wichtiger wird es, dass die Qualität der Werkstatt stimmt und nach langer Wartezeit und Reparatur das Auto wieder top in Schuss ist.

