Wirtschaft entspannt: Zollsenkungen treiben Dax auf neue Höhen
In einer bemerkenswerten Entwicklung im andauernden Handelsstreit zwischen den USA und China haben beide Nationen beschlossen, ihre gegenseitigen Zölle vorübergehend zu senken. Diese Entscheidung hat den deutschen Aktienindex Dax gleich zu Wochenbeginn beflügelt und ihn kurz nach Handelsstart um 1,54 Prozent auf ein Rekordhoch von 23.861,01 Punkten katapultiert. Erst am Freitag hatte er die Schwelle von 23.500 Punkten erstmalig überwunden.
Die Bekanntmachung der anstehenden 90-tägigen Zollsenkungen wurde von den Märkten mit großer Erleichterung aufgenommen. Auch die bevorstehenden Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sowie die Waffenruhe zwischen Indien und Pakistan sorgen für positive Vorzeichen an den asiatischen Börsen, wie Thomas Altmann, Portfoliomanager von QC Partners in Frankfurt, betont.
Noch vor wenigen Monaten, Anfang April, war der Dax auf knapp 18.490 Punkte gefallen, verursacht durch die Ankündigung massiver Zollmaßnahmen durch die USA und den Gegenmaßnahmen Chinas. Seither zeigt der Dax jedoch eine beeindruckende Erholungsphase und konnte um etwa 29 Prozent zulegen. Im Jahresverlauf ist der Index damit fast 20 Prozent im Plus.
Der EuroStoxx 50, das Pendant für die Eurozone, steht noch etwas unter seiner Rekordmarke, konnte jedoch um 1,49 Prozent auf 5.393,19 Punkte steigen. Der MDax, wichtiger Indikator für mittelgroße Unternehmen in Deutschland, verzeichnete einen Anstieg um 1,10 Prozent auf 30.056,18 Punkte. Dennoch bleibt er noch ein gutes Stück von seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2021 entfernt, das über 36.000 Punkten liegt.

