Winter-Sportartikel boomen: Skihändler erleben Absatzsprung

Das anhaltende Winterwetter der letzten Wochen hat in Deutschland den Absatz von Winterprodukten wie Rodeln, Schlittschuhen und Ski erheblich angekurbelt. Eine Erhebung der Deutschen Presse-Agentur zeigt, dass zahlreiche Händler von einem unerwartet starken Nachfrageanstieg berichten. Eine Sprecherin des Heilbronner Einkaufsverbunds Intersport erklärte, dass die rund 700 angeschlossenen Händler in dieser Saison über alle Produktkategorien hinweg außergewöhnlich hohe Verkaufszahlen verzeichnen. Besonders bei Alpin-Ski und Skischuhen wurden zweistellige Wachstumsraten gemeldet. Auch der Verkauf von Ski-Bekleidung übertrifft deutlich die Zahlen des Vorjahres. Die Absätze von Schlitten und Rodeln liegen derzeit sogar rund 50 Prozent über dem Niveau der letzten Wintersaison. Intersport führt diese Entwicklung auf die derzeitigen Wetterbedingungen zurück.
Auch bei der Sport-2000-Gruppe wurde ein starker Anstieg der Nachfrage nach Winter-Equipment beobachtet. Vor allem Kunststoff-Bobs und Schlittschuhe waren vielerorts gefragt und vergriffen. Dennoch kam es nicht zu Lieferengpässen, da die Versorgung der Händler stabil blieb.
Beim Sportartikelhändler Decathlon zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Kundenzahl in den Filialen stieg beträchtlich, ebenso die Bestellzahlen im Onlineshop. 'Die Menschen zieht es nach draußen, und wir sind sehr zufrieden mit dem Saisonverlauf', sagte eine Sprecherin. Besonders gefragte Artikel sind zurzeit Schlitten, Rodel und Eislaufzubehör. Aufgrund der hohen Nachfrage sind einige Schlittenmodelle mittlerweile knapp, dennoch konnte der Bedarf weitgehend gedeckt werden.
Nicht nur Sportgeschäfte spüren den winterlichen Hype: Auch Baumärkte wie Obi berichten von einem gesteigerten Zulauf in ihren Schnee- und Wintersortimenten. Besonders Streumittel, Schneeschieber und Frostschutzmittel fürs Auto sind gefragt. Toom meldet zusätzlich eine hohe Nachfrage nach Schlitten, Eiskratzern und Brennstoffen wie Briketts. Ähnliche Trends zeigen sich bei Bauhaus und Hagebau, wo einige Produkte regional kurzfristig knapp wurden und teilweise ausverkauft waren.

