Wiener Börse zeigt Stabilität trotz globaler Zurückhaltung
Die Wiener Börse hat ihren Handelstag am Mittwoch mit einer stabilen Performance abgeschlossen. Der Leitindex ATX verbesserte sich minimal um 0,02 Prozent und stand damit bei 5.620,66 Punkten.
An den europäischen Märkten zeigten sich die Anleger ebenso abwartend, bevor die mit Spannung erwartete Verkündung der US-Leitzinsentscheidung am Abend erfolgen sollte. Analysten der Helaba prognostizieren nach drei aufeinanderfolgenden Zinssenkungen eine voraussichtliche Stabilisierung des Leitzinses, der aktuell zwischen 3,50 und 3,75 Prozent pendelt. Gründe dafür seien eine Inflation, die noch über dem Ziel der Federal Reserve liegt, sowie kürzlich positiv überraschende Konjunkturdaten.
In Wien waren Unternehmensnachrichten rar, und auch von Analysten gab es keine neuen Einschätzungen. Die Papiere des Baukonzerns Strabag verloren 2,6 Prozent, nachdem sie am Vortag aufgrund einer angehobenen Gewinnprognose fast zwölf Prozent zugelegt hatten.
Im Bankensektor war die Entwicklung uneinheitlich. Während die Aktien der Bawag um 0,4 Prozent nachgaben, konnten Erste Group und Raiffeisen Bank International leicht zulegen, mit einem Anstieg von 0,1 beziehungsweise 0,9 Prozent.
Bei den Energieversorgern mussten die EVN-Titel einen Rückgang von 1,0 Prozent hinnehmen, wohingegen Verbund-Aktionäre ein leichtes Minus von 0,2 Prozent verzeichneten. Unter den weiteren bedeutenden Aktien verlor Voestalpine 0,7 Prozent, während OMV um 0,6 Prozent zulegen konnte.
Im Technologiebereich zeigten die AT&S-Aktien zunächst Stärke, gaben diese Gewinne bis zum Handelsende jedoch um 1,5 Prozent wieder ab. Der europäische Technologiesektor profitierte insgesamt von positiven Zahlen und einer optimistischen Zukunftsaussicht des niederländischen Unternehmens ASML.

