Wiener Börse trotzt europäischem Gegenwind und schließt stark
Der österreichische Aktienindex ATX hat sich zum Ende des Oktobers eindrucksvoll gegen das verhaltene europäische Marktumfeld behauptet. Der ATX stieg am Freitag um 1,27 Prozent auf 4.808,16 Punkte, den höchsten Stand seit Ende August. Im Verlauf dieser Woche hat der Leitindex um bemerkenswerte drei Prozent zugelegt und auf Monatssicht einen Zuwachs von 3,7 Prozent erzielt. Auch der ATX Prime verzeichnete einen Anstieg von 1,24 Prozent und erreichte 2.393,94 Punkte.
Maßgeblich verantwortlich für diese positive Entwicklung waren solide Unternehmensberichte, die das Interesse der Investoren weckten. Besonders im Fokus stand die Erste Group, die mit über den Erwartungen liegenden Neunmonatszahlen und einem angehobenen Jahresausblick überzeugte. Analysten lobten die 'soliden Kernergebnisse und die starke Kapitalquote', was die Aktie um 5,5 Prozent auf ein neues Rekordhoch trieb.
Während Daten wie die Inflationsrate der Eurozone am Berichtstag keine nennenswerten Einflüsse hatten, konnten Einzeltitel wie BAWAG mit einem Plus von 2,8 Prozent und RBI mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent weitere Erfolge verbuchen. Letztere wurden von den Analysten der Baader Bank nun positiver bewertet und das Kursziel angehoben.
Ein weiterer Highlight waren die AT&S-Aktien, die von einer positiven techorientierten Berichterstattung sowie geopolitischen Entwicklungen profitierten. Sie konnten im laufenden Jahr beeindruckende Gewinne erzielen und legten am Berichtstag weitere 1,1 Prozent zu.
Rückgänge gab es hingegen bei Andritz und Verbund, die nach starken Vortagesgewinnen leicht nachgaben. Auch die Bauwerte Strabag und Porr schlossen in einem schwierigen Branchenumfeld schwächer.

