Wiener Börse im Aufwind dank starker Einzeltitel

Der Wiener Aktienmarkt konnte den Mittwochshandel mit einem leichten Plus beenden. Der österreichische Leitindex ATX schloss mit einem Zuwachs von 0,26 Prozent bei 5.748,06 Punkten. Der umfassendere ATX Prime stieg um 0,37 Prozent auf 2.853,22 Punkte. Auch an anderen europäischen Handelsplätzen verlief der Tag eher ruhig und ohne größere Ausschläge.
Besonders hervorzuheben sind die Aktien der OMV, die nach der Veröffentlichung gut aufgenommener Jahresergebnisse um 5,3 Prozent zulegten. Obwohl das operative Ergebnis des Energie- und Chemiekonzerns 2025 mit 4,6 Milliarden Euro ausfiel und damit zehn Prozent unter dem Vorjahreswert lag, berichteten die Analysten der Erste Group von soliden Resultaten in einem anspruchsvollen Umfeld. Der Nettogewinn verringerte sich um sieben Prozent und liegt nun bei 1,9 Milliarden Euro, was insgesamt den Erwartungen entsprach.
Deutlich im Aufwind zeigten sich auch die Aktien von AT&S, die mit einem Gewinn von 8,4 Prozent ihre positive Entwicklung vom Vortag fortsetzten. Der steirische Halbleiterhersteller hatte zuvor ein starkes Umsatzplus verzeichnet. Auch Lenzing notierte mit einem Zuwachs von 7,1 Prozent sehr freundlich. Dagegen enttäuschten Banken- und Versicherungswerte. Bawag und Erste Group waren die schwächsten Glieder im Wiener Index mit einem Verlust von je etwa 2 Prozent.
Neben dem ATX legten die ebenfalls in Zürich gehandelten AMS-Osram-Papiere um 8,3 Prozent zu. Der österreichisch-deutsche Halbleiterkonzern plant den Verkauf eines Teils seines Sensorgeschäfts an den Chiphersteller Infineon für 570 Millionen Euro. Erste-Analysten begrüßten den Schritt als positiven Impuls zur Fokussierung auf das Kerngeschäft. Börsianer schauen nun gespannt auf den Donnerstag, wenn die Europäische Zentralbank ihre jüngste Zinsentscheidung bekanntgibt. Mit einem Leitzins von aktuell 2,0 Prozent nach mehreren Senkungen wird erwartet, dass die EZB diesen Satz unverändert beibehält.

