Wie Sie mit k9s einen Kubernetes- Cluster aus der Kommandozeile überblicken können
Mit k9s steht ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem Pods eines Kubernetes-Clusters interaktiv von der Kommandozeile aus überwacht werden können.
Stuttgart, 22.05.2025 (PresseBox) - Wer mitKubernetesundMikroservicesarbeitet, wird das Problem kennen: Die Fehlersuche von der Kommandozeile gestaltet sich schwierig und muss oft über mehrere Pods hinweg ausgeführt werden, und zieht viel Tipparbeit nach sich. Das Dashboard oder Alternativen mag wiederum nicht immer verfügbar sein und stellt einenMedienbruchdar, durch den man öfter zwischen Konsole und Browser wechseln muss.
Zur Vereinfachung gibt es ein hilfreiches kleines Werkzeug namens k9s, das eine einfache Übersicht aller Pods zeigt und eine ähnliche Darstellung wie top nutzt:Screenshot eines Terminals mit k9s
Hier wird als Beispiel ein frisch gestartetesMinikubein der klassischen 24*80-Ansicht gezeigt, dessen Services teilweise noch nicht gestartet sind.
Installation
k9sist auf der Seitehttps://k9scli.io/verfügbar.
Unterhttps://github.com/derailed/k9s/releasesfinden sich Downloads für verschiedene Paketmanager. Hier haben wir eine einfache Installation viatarballbevorzugt. Es gibt daneben auch Pakete für alle gängigen Distributionen (rpm,deb). Dabei sollte man nur nichtarm64undamd64verwechseln ;-)!
Nutzung
k9skann direkt und ohne weitereKonfigurationgestartet werden, sofern eine funktionierendekubectl-Installation und -Konfiguration vorliegt. Falls nicht, muss diese erst bereitgestellt werden, ein Unterfangen, das an dieser Stelle zu weit führen würde.
Der reine Start alsk9snutzt den Namensraum, der in derkubeconfigals Standard gesetzt ist, meistensdefault. Für einen bestimmten Namensraum dient der-n-Flag:k9s -n wordpress. Alternativ dazu kann auch-Afür alle Namensräume verwendet werden.
Danach befindet man sich in einer top-üblichen Übersicht, in der laufende Container, ggf. mit Fehlermeldungen und derzeitigem Status sowie weiteren Informationen angezeigt werden. Dies ist definitiv hilfreich, um sich eine schnelle Übersicht zu verschaffen.
Logfiles
Mit den Cursortasten können einzelneDeployments/Podsausgewählt und über die Eingabetaste aufgerufen werden. Dort kann man, wieder über die Eingabetaste, dieLogfileseines einzelnen Pods ansehen. Wer sich dieses sparen will, kann sie auch direkt aus der zentralen Übersichtper l auswählen. Laufen unter einem Deploymentmehrere Pods, werden alle Pods in einem Logfile zusammengefasst.
Hier zeigt sich eine Stärke des Systems: Es kann bequem mit den Cursortasten geblättert werden. Standardmässig folgtk9sdem Logfile. Mits (Toggle Autoscroll)kann dieses Verhalten jedoch geändert werden.
Mit"/"kann die Ausgabe zusätzlich durchsucht werden und wird direkt interaktiv um die nicht zutreffenden Zeilen bereinigt.
Shell
Von der Übersichtsseite aus kannper sin die Shell eines Containers gewechselt werden, sofern er eine hat. Diese kann dann mitexitwieder verlassen werden (abhängig vom System).
delete & kill
MitSTRG+dkönnen Pods “normal”, mitSTRG+k per killbeendet werden. In beiden Fällen wird der Pod neu gestartet.
Es ist zu beachten, dass in beiden Fällen nicht das Deployment gelöscht wird. Es wird nur der laufende Pod beendet und neu gestartet.
describe
Mit derhalten wir eine Beschreibung eines Pods, wie auchkubectl describesie liefert. Auch hier wird die Ausgabe besser handhabbar.
forward
Eine von mir seltener verwendete Funktion ist die Möglichkeit, mitUMSCHALT+feine Portweiterleitung einzurichten (also das Gegenstück zukubectl port-forward). Praktisch ist, dass k9s hier bereits vorschlägt,welcher Port weitergeleitet werden könnte. Eine bestehende Weiterleitung wird mitⒻ in der Spalte PFangezeigt.
Vorsicht, sie wird beendet, sobald man k9s verlässt!
Neben den hier besprochenen Funktionen bietetk9snoch eine Menge mehr, diemit ?angezeigt werden können.
Fazit
k9sist eines der Werkzeuge, das einfach nur Freude macht und positioniert sich in einer Nische zwischenkubectlund dem Dashboard (oder gar erheblich aufwändigeren Lösungen wieGrafana et al). Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass es in einem Umfeld mitMinikubeZugang und Fehlersuche erheblich erleichtert hat und wir wollten es nicht mehr missen.
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