Wenn Skandale keinen dauerhaften Schatten werfen: Trumps Immunität im Populismus
Donald Trump hat es einmal mehr geschafft, sich einer drohenden politischen Auszeit zu entziehen, obwohl seine Verstrickungen in die Epstein-Affäre erneut Schlagzeilen machen. Interessanterweise ist Trump nicht allein in dieser scheinbaren Immunität gegenüber Skandalen.
Populisten weltweit profitieren davon, dass persönliche Verfehlungen ihnen kaum schaden. Im bürgerlichen Lager könnte schon ein einziger solcher Vorwurf ausreichen, um die Karriere dauerhaft zu beenden. Doch für Figuren wie Trump sind Skandale lediglich Schlaglöcher auf dem Weg zur nächsten politischen Auseinandersetzung.
Das Geheimnis ihrer bemerkenswerten Widerstandsfähigkeit liegt in der Erwartungshaltung ihrer Wähler. Diese wählen nicht aufgrund von Integrität, sondern weil sie erhoffen, dass ihre Kandidaten das politische System aufmischen und erneuern. Ein starker Charakter oder moralische Unantastbarkeit sind nicht die Kriterien, die in diesen Fällen über den Wahlausgang bestimmen.
So machen persönliche Skandale kaum einen Unterschied, wenn die Wähler einen 'Störenfried' oder 'Disruptor' ins Amt bringen wollen.

