Welche Vorteile bietet eine Dividendenstrategie gegenüber klassischen Aktieninvestments?
Ist damit der Aufbau eines passiven Einkommens möglich?
Utting, 28.04.2026 (lifePR) - Mit der Dividendenstrategie investieren Sie in Aktien, die überdurchschnittlich hohe Gewinnausschüttungen versprechen. Viele dieser Unternehmen versuchen, ihre jährlichen Ausschüttungen zu steigern, um die Dividendenrendite hoch zu halten und Investoren freundlich zu stimmen. Dividendenaktien erzielen daher oft höhere Durchschnittsrenditen als Aktien ohne Dividendenzahlung – und das bei geringerer Schwankungsbreite. Außerdem stehen dividendenstarke Unternehmen zumeist wirtschaftlich solide da und gelten als verlässlich. Die Gefahr eines Totalverlustes ist mit diesen Aktien sehr gering.
Da bewährte Dividendenaktien relativ stabile Ausschüttungen gewährleisten, eignen sie sich gut für die Erzielung von passivem Einkommen. Dividendenaktien und viele Dividendenfonds hierzulande haben allerdings ein Manko: Sie schütten in der Regel nur einmal im Jahr die Unternehmensgewinne aus. Wünschen Sie monatliche Zahlungen, müssen Sie dies selbst organisieren. Eine Alternative bieten Aktien und Fonds, die mehrmals im Jahr Gewinne ausschütten. Möglich wird dies mit international anlegenden Aktien- und Dividenden-ETFs.
Im Gegensatz zu Deutschland gibt es bei vielen Firmen in den USA und anderen Ländern quartalsweise Dividendenzahlungen. Kombinieren Sie zum Beispiel drei überschneidungsfreie Dividenden-ETFs, erhalten Sie monatlich eine Zahlung.
Biallo-Tipp: Wenn Sie laufende Erträge erzielen wollen, können Sie die Dividendenstrategie auch um überdurchschnittlich verzinstes Tagesgeld mit monatlicher Auszahlung der Zinsen ergänzen. Zu den Anbietern gehört unter anderem die Suresse Direktbank.
Welche Gefahren lauern bei einer Dividendenstrategie?
Wie bei jedem Börseninvestment gibt es auch bei der Dividendenstrategie Gefahren und Risiken. Folgende Aspekte sollten Sie daher beim Aufbau eines Dividendenportfolios beachten:
- Dividendenrückgang oder -ausfall: Kein Unternehmen ist verpflichtet, Gewinne auszuschütten. Laufen die Geschäfte schlecht oder hat die Aktiengesellschaft andere Pläne mit ihren Gewinnen, kann die Aktionärsversammlung die Ausschüttung kürzen oder aussetzen.
- Kursrisiko: Die Dividende fließt nicht zusätzlich zu einem Plus beim Aktienkurs. Vielmehr fällt am Tag der Dividendenzahlung der Aktienkurs des jeweiligen Unternehmens genau um den ausgeschütteten Betrag, die Aktie wird dann “ex Dividende” gehandelt. Dies gilt auch für Auszahlungen aus Fonds.
- Mangelnde Diversifikation: Dividendenstrategien, die sich auf wenige Einzelaktien konzentrieren, bergen die Gefahr einer geringen Risikostreuung. Erstens genügen eine Handvoll Aktien nicht, um das Anlagekapital ausreichend zu diversifizieren. Zweitens bleiben Aktien außen vor, die keine Gewinne ausschütten. Dazu gehören etwa Technologiefirmen, die in den letzten Jahren Kurstreiber an den Börsen waren.
- Magere Performance: Schütten Unternehmen einen großen Teil ihrer Gewinne aus, bedeutet dies oft, dass sie weniger Geld für ihre Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung haben. Das Wachstumspotenzial kann dadurch eingeschränkt sein. Dies schlägt sich nicht selten in der Kursentwicklung nieder. Diese entwickelt sich dann gegenüber Wachstumswerten schwächer.
- Kosten: Setzen Sie die Dividendenstrategie mit Einzeltiteln um, müssen Sie das Portfolio regelmäßig neu justieren und umschichten. Dabei fallen Transaktionskosten an, die sich negativ auf die Wertentwicklung auswirken. Hinzu kommt der Zeitaufwand für die Neujustierung des Portfolios. Dividenden-ETFs wären hier eine preiswerte Alternative.

