Wechselhafte Entwicklungen bei Staatsanleihen trotz US-Zinsentscheidung

Die Entwicklungen am Donnerstag an den deutschen Anleihemärkten bleiben unspektakulär. Die jüngste Zinsentscheidung der US-Notenbank konnte die Märkte kaum bewegen. Der Euro-Bund-Future, als Indikator für die Trendbewegungen bei den Anleihen, notierte am Nachmittag bei 127,57 Punkten und verzeichnete damit einen leichten Rückgang von 0,01 Prozent. Die Rendite für die zehnjährige Bundesanleihe blieb stabil bei 2,84 Prozent.
Die US-Notenbanker hatten, im Einklang mit den Erwartungen der meisten Ökonomen, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte reduziert. Notenbankchef Jerome Powell signalisierte jedoch eine mögliche Pause bei den Zinssenkungen. Laut Powell habe man bereits hinreichende Maßnahmen ergriffen, um den Arbeitsmarkt zu stützen, und die aktuellen Zinsen seien effektiv genug, um die Inflation im Zaum zu halten.
Zwar prognostizierte die US-Notenbank für das Jahr 2026 eine weitere Zinssenkung um 0,25 Punkte, doch rechnen Finanzmarktakteure in Zukunft mit zwei zusätzlichen Senkungen. Im Mai endet die Amtszeit von Jerome Powell, und als aussichtsreicher Nachfolger gilt Kevin Hassett. Dieser steht in engem Kontakt zu Donald Trump und ist bekannt für eine großzügigere Geldpolitik.

