Wechsel an der Porsche-Spitze: Michael Leiters übernimmt Steuer des legendären Sportwagenbauers
Michael Leiters, neuer Vorsitzender des Vorstands bei Porsche, hat sich auf LinkedIn zu seinem Amtsantritt geäußert und diesen als bedeutenden Meilenstein beschrieben. Leiters, der Anfang des Jahres die Nachfolge von Oliver Blume antrat, sieht seine neue Rolle als die spannendste in der gesamten Automobilbranche.
Das vergangene Jahr war für Porsche von Herausforderungen geprägt. Neben rückläufigen Verkaufszahlen wirkt der Strategiewechsel, der auf eine verstärkte Entwicklung und Produktion von Verbrennerfahrzeugen abzielt, belastend. Diese Neuausrichtung erfordert erhebliche finanzielle Investitionen, die den Konzerngewinn fast vollständig beansprucht haben. Um den finanziellen Druck zu lindern, werden derzeit Maßnahmen zur weiteren Kostensenkung diskutiert, welche im ersten Quartal abgeschlossen sein könnten, wie der ehemalige Chef Blume andeutete.
Ein erstes Sparpaket wurde bereits im Februar des vergangenen Jahres zwischen Arbeitnehmervertretern und der VW-Tochter vereinbart. Es sieht den sozialverträglichen Abbau von 1.900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 vor, zusätzlich zu auslaufenden Verträgen von ca. 2.000 befristet Beschäftigten.
Leiters ist bei Porsche kein Unbekannter. Bereits vor seiner jüngsten Ernennung war der Doktor der Maschinenbauwissenschaft 13 Jahre im Unternehmen tätig, sogar in der Ära von Wendelin Wiedeking, wo er als Assistent fungierte und als Problemlöser geschätzt wurde. Besonders bekannt ist er für seinen Beitrag zum Erfolg des Cayenne und Macan. Nach seinem ersten Engagement bei Porsche übernahm Leiters verantwortungsvolle Positionen bei Ferrari und McLaren, bevor er nun zu den Schwaben zurückkehrte.

