Verzögerung beim Tierhaltungslogo: Starttermin für neue Kennzeichnung verschoben
Das lang erwartete staatliche Tierhaltungslogo zur Fleischkennzeichnung in Supermärkten wird auf das nächste Jahr verschoben. Der Bundesrat hat ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz gebilligt, welches den Beginn der obligatorischen Kennzeichnung zunächst auf den 1. Januar 2027 für Schweinefleisch festlegt. Ursprünglich war der Start nach einer ersten Verschiebung für den 1. März 2026 vorgesehen.
Union und SPD planen nun, das System weiter zu optimieren und es bereits Mitte 2027 auch auf gastronomische Betriebe wie Restaurants und Kantinen auszuweiten. Nachdem mehrere Anläufe scheiterten, wurde die Kennzeichnung für nationale Produkte im Jahr 2023 durch die Ampel-Koalition gesetzlich verankert. Dadurch soll den Verbrauchern beim Fleischkauf mehr Transparenz über die Haltungsbedingungen geboten werden.
Hinter der Verschiebung steht auch die Bitte mehrerer Bundesländer. Das Kennzeichnungssystem selbst umfasst fünf Kategorien, die von der Stufe "Stall" mit gesetzlichen Mindestanforderungen bis hin zu "Bio" reichen. Seit 2019 existiert eine freiwillige Kennzeichnung der Supermärkte, die mittlerweile dieselben Kategorien abdeckt und bereits Fleisch von Schweinen, Rindern und Geflügel umfasst.

