Verwirrung um gefälschte Quellen im Gesundheitsbericht des Weißen Hauses
Ein jüngster Bericht des Weißen Hauses zur Kindergesundheit sorgt für Zündstoff: Wie intensive Medienrecherchen enthüllten, arbeitet der 'Make Our Children Healthy Again'-Bericht (MAHA-Bericht) mit fragwürdigen Quellenangaben. Das gemeinnützige US-Online-Magazin 'Notus' prangert an, dass sieben der zitierten Studien in der Wirklichkeit nicht existieren. Dies wurde begleitet von peinlichen Entdeckungen zu angeblichen Experten und verzerrten Studienergebnissen.
Unter den kritischen Funden von 'Notus' ist die fiktive Studie einer echten Epidemiologin, Katherine Keyes, die zwar auf dem Gebiet Jugendängste forscht, jedoch nicht die im Bericht genannte Arbeit verfasst hat. Auch die Virginia Commonwealth University nennt den MAHA-Bericht irreführend, da der zitierte Wissenschaftler Robert L. Findling keine Studie zu Jugendwerbung für psychoaktive Substanzen durchgeführt hat. Besonders absurd ist die Erwähnung eines gewissen M.B. Shah, der als Experte für ADHS-Medikamente dargestellt wird, aber in der Fachwelt nicht bekannt ist.
Die Wogen glätten sich nicht: Laut Margaret Manto von 'Notus' ziehen sich insgesamt rund 20 problematische Quellen durch den Bericht, deren Zitationsfehler und inhaltliche Verzerrungen auffallen. Die 'New York Times' fand weitere Ungereimtheiten und handfeste Recherchelücken.
Das Weiße Haus versucht, die Bedenken als 'kleinere Zitations- und Formatierungsfehler' abzutun. Trotz dieser Beschwichtigung wurde die Liste der unglaubwürdigen Quellen aus einer aktualisierten Version des Berichts entfernt. Emily Hilliard, Sprecherin des Gesundheitsministeriums, verteidigt jedoch weiterhin die 'historische und transformative' Natur der Arbeit.
Die Vorfälle werfen einen Schatten auf die Glaubwürdigkeit dieses staatlichen Berichts, der laut Manto nicht den wissenschaftlichen Standards eines Peer-Reviews entspricht und dringend einer Überarbeitung bedarf.

