Vertrauen trotz Vorwürfen: Nestlé und der Mineralwasser-Streit in Frankreich
Im Zuge von Vorwürfen über die unzulässige Behandlung von Mineralwasser in Frankreich sieht sich Nestlé mit erhöhter Aufmerksamkeit konfrontiert. Kunden in Deutschland müssen sich jedoch keine Sorgen machen, so die beruhigende Botschaft des Konzerns: Hierzulande sind ausschließlich die Marken San Pellegrino und Acqua Panna im Handel, beide aus unbescholtener Produktion.
Frankfurt, ein Sprecher von Nestlé versicherte, dass das in Frankreich untersuchte Mineralwasser auch dort absolut unbedenklich sei. Wie Lebensmittelgiganten oftmals tun, lenkt Nestlé nun alle Kräfte darauf, den regulativen Anforderungen vollumfänglich gerecht zu werden.
In den deutschen Regalen seien die Aufregung und die damit verbundenen Produkte ohnehin unbekannt. Die Supermärkte wie Rewe und die dazugehörigen Discounter-Tochter Penny bestätigen, von den französischen Nestlé-Wassern nicht betroffen zu sein. Lidl und Kaufland sind ebenfalls nicht im Bilde der Ermittlungen. Einzig Edeka hüllt sich hier noch in Schweigen.
Der Hintergrund der Vorwürfe: Die französische Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) startete Untersuchungen, nachdem Foodwatch im letzten Jahr Anzeige erstattete. Im Raum steht der Vorwurf der illegalen Filtration und des Verkaufs von Wasser, das nicht dem Standard entsprach. Laurent Freixe, CEO von Nestlé, zeigte im Parlament in Paris Reue für die aufgedeckten Umstände. Während Foodwatch von skandalösem Betrug spricht, bleibt ein formales Ermittlungsverfahren noch aus.

